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Spannung pur im Kampf um den Relegationsplatz in der Reutlinger A-Liga

Kurz vor dem Saisonende läuft der Kampf um die Relegationsplätze in der Reutlinger A-Liga auf Hochtouren. Es duellieren sich der TSV Sickenhausen und TSV Mähringen.

Sickenhausens Spielertrainer Paul Prochiner (rechts) im Zweikampf mit dem Degerschlacht-Kapitän Alexander Hirscher.
Sickenhausens Spielertrainer Paul Prochiner (rechts) im Zweikampf mit dem Degerschlacht-Kapitän Alexander Hirscher. Foto: Meyer
Sickenhausens Spielertrainer Paul Prochiner (rechts) im Zweikampf mit dem Degerschlacht-Kapitän Alexander Hirscher.
Foto: Meyer

SICKENHAUSEN. Die Saison in der Reutlinger Fußball-A-Liga neigt sich dem Ende zu. Im Gegensatz zur vorherigen Saison bietet die Endphase dieser Runde einen spannenden Aufstiegskampf. Zwar gibt es in dieser, wie auch in der vergangenen Spielzeit nach dem VfL Pfullingen II, mit dem SV Walddorf nun erneut ein Team, das souverän vorneweg marschiert. Doch ist mit dem Aufstiegsrelegationsplatz auch die Spannung in die Tabellenspitze zurückgekehrt. Die Ausgangslage: Drei Spieltage vor Saisonende steht der TSV Sickenhausen auf Platz zwei mit fünf Punkten Vorsprung. Allerdings hat man ein Spiel mehr absolviert als der Verfolger TSV Mähringen.

Sicher ist man sich dem Relegationsplatz in Sickenhausen trotz des souveränen 4:0-Heimsiegs am Mittwoch gegen den Tabellenvierten TSV Sondelfingen nicht. »Noch kann alles passieren. Aber klar: Wir wollen in die Relegation. Das hätten wir uns verdient«, erklärt Sickenhausens Trainer Paul Prochiner. Dabei hatte er vor der Saison noch einige Bedenken, was die Erfolgsaussichten betraf. »Wir haben mit Fabian Hochgreve und Jacy Nelo Pascoal unsere beiden besten Stürmer abgeben müssen und hatten keinen adäquaten Ersatz. Dann sind wir im Auftaktspiel gegen Walddorf auch noch unter die Räder gekommen«, sagt Prochiner.

Neue Flexibilität beim TSV Sickenhausen

Auf diese 1:5-Pleite sollte bis zum heutigen Tag jedoch nur noch eine weitere Niederlage Folgen. Für Prochiner ist diese Erfolgsserie auch ein Produkt der neuentdeckten Flexibilität. »Wir haben einige Spieler an der Zehn-Tore-Marke, sind unausrechenbarer und haben ein tolles Kombinationsspiel entwickelt.« Der einstige Plan in den nächsten drei Jahren aufzusteigen, könnte schon in diesem Sommer aufgehen. Vielleicht sogar, weil diese Saison weniger Druck auf dem Kessel war als sonst. »Letztes Jahr haben wir klar die Aufstiege beider Mannschaften als Ziel ausgerufen. Da hat man bei der jungen Truppe gemerkt, dass es zu viel Druck war. Diesmal sind wir ohne klar formuliertes Ziel in die Runde gegangen«, betont der TSV-Coach.

Der Plan ging auf. Die Punkteausbeute übertrifft bereits die der kompletten Vor-Saison. Bezirksligaqualitäten stellt Prochiner seiner Mannschaft aus: »Einige haben ihre ersten Aktivenerfahrungen in unserer Abstiegssaison 2021/22 gemacht. Wir sind gereift und bereit.«

Mähringen erwartet keinen Aufstieg

Der Konkurrent TSV Mähringen hingegen hat das Erreichen des Relegationsplatzes nicht in der eigenen Hand. »Wenn wir hoch wollen, müssen wir alle drei Partien gewinnen und auf Fehler hoffen«, kündigt Mähringens Trainer Uli Ruoff an. Nach sechs Jahren unter Ex-Trainer Marc Vollmer, der den A-Liga Aufstieg vor zwei Jahren feierte, startete unter dessen Kumpel Ruoff zu Saisonbeginn eine neue Zeit.

Trotz der stabilen Saison stapelt er tief: »Wir sind aktuell an der oberen Grenze. Wir haben einen guten Stamm von 16 Topspielern, aber wir im Verein erwarten keinen Aufstieg.« Außerdem sieht der Mähringer Coach im Restprogramm mit Spielen gegen die Young Boys Reutlingen U 23 und Anadolu SV Reutlingen zwei »echte Brocken«. Dennoch: »Den Aufstieg würden wir natürlich annehmen.« (GEA)