BETZINGEN.. Bisher ist es eine absurde Saison für den Fußball-A-Ligisten TSV Betzingen. Nachdem die Runde unter Trainer Mario Kienle katastrophal mit sechs Spielen und nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz startete, wendete sich das Blatt massiv. Seit der Übernahme von Trainer Kevin Jarosik holten die Betzinger sechs Siege in sieben Spielen und sind nun Tabellensiebter. Geholfen hat beim Trainerwechsel sicher, dass Jarosik kein neues Gesicht in Betzingen ist. »Ich wohnte den Großteil meines Lebens unweit der Sportanlage und spielte seit der E-Jugend für Betzingen. Der TSV ist mein Herzensverein«, erklärte Jarosik.
Es ist nicht Jarosiks erste Amtszeit beim Turn- und Sportverein. Bereits 2019 bis 2021 fungierte er als Spielertrainer. »Danach wollte ich mich wieder mehr auf das Kicken fokussieren und wurde spielender Co-Trainer. Im vergangenen Sommer habe ich dann aufgehört, da wir in der Familie Nachwuchs bekamen und ich mich darauf fokussieren wollte. Zusätzlich konnte ich aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr selber spielen«. Die Entscheidung, so schnell wieder beim TSV Betzingen aufzuschlagen, war eine gemeinsame. »Wir haben das als Familie entschieden«.
Gespräche im Winter
Sportlich war diese Entscheidung ein Volltreffer. Die Betzinger Mannschaft, bei der Ex-Trainer Kienle häufig über den fehlenden Biss klagte, hat sich stabilisiert. »Mit meinen eigenen Spielprinzipien habe ich auch einen großen Fokus auf den Spaß gelegt. Denn nur so kommt auch der Erfolg zurück. Anfangs wurde viel alleine gemacht, jetzt rennt jeder für den anderen«. Auch inhaltlich ist Jarosik voll des Lobes über sein Team. »Nach der letzten Partie habe ich den Jungs gesagt, dass ich stolz bin«. Das ursprünglich gesetzte Ziel (Platz eins bis vier) kann nicht mehr erreicht werden. Jarosik erklärt: »Wir haben dieses Ziel schnell verworfen. Nun geht es darum, uns zu stabilisieren, keine Schießbude zu sein. Die Gegner sollen Angst haben, nach Betzingen zu fahren. Das gelingt uns alles aktuell sehr gut«.
Jarosiks Vertrag läuft bis zum kommenden Sommer. »Wir setzen uns im Winter zusammen. Wichtig für mich ist, dass ich auf dem Cheftrainerposten bleiben will. Dafür ist der TSV Betzingen immer mein erster Ansprechpartner.« (GEA)

