PFULLINGEN. Es war bislang eine Saison voller Aufs und Abs beim Fußball-Landesligisten VfL Pfullingen. Als Verbandsliga-Absteiger wurden die Echazstädter, sie selbst haben es explizit nicht getan, von vielen Außenstehenden zu den Aufstiegsfavoriten gezählt. Vor dem letzten Spiel im Kalenderjahr 2025 beim VfL Mühlheim (Samstag, 14.00 Uhr) zieht VfL-Kapitän Sven Packert im Gespräch mit GEA-Sportredakteur Maximilian Ott das Halbjahresfazit über seine Pfullinger, die mit 22 Punkten aus 17 Spielen auf Platz acht stehen.
GEA: Sven, welche Note würden Sie der bisherigen Saison geben und warum?
Sven Packert: Eine 3+. Wir sind extrem schlecht in die neue Runde gestartet (nur zwei Punkte aus den ersten sechs Begegnungen, Anm. d. Red). Was aber auch daran lag, dass wir eine extrem junge Mannschaft sind und sehr viele Zu- und Abgänge im Sommer hatten. Da braucht es einfach Zeit, um sich als Team zu finden. Das haben wir dann aber immer besser geschafft.
Zwischenzeitlich blieb der VfL Pfullingen sieben Spiele in Folge ohne Niederlage.
Packert: Ja, das war eine richtig gute Phase. Doch ich finde, dass wir uns vor allem in der Negativphase zu Beginn als Mannschaft extrem weiterentwickelt haben. Die Ungeschlagen-Serie war das Resultat daraus.
»Wir haben dieses Jahr brutal viel Lehrgeld bezahlt. Unsere Gegner haben aus wenig oftmals viel gemacht. «
Zuletzt war es allerdings wieder ein wenig unglücklich.
Packert: Ja, das hatte sich aber irgendwie bereits im Training angekündigt. Wir hatten immer wieder extrem viele Verletzte, Kranke und Ausfälle zu beklagen und konnten praktisch nie zwei Partien in Folge mit der gleichen Elf spielen. Wir waren immer wieder dazu gezwungen, Änderungen vorzunehmen. So ist es schwer, Routinen reinzubekommen.
Ist nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien wieder Ernüchterung eingekehrt?
Packert: Nein, das ist mir zu viel. Es ist eher so, dass wir uns denken: Wie konnten wir aus diesen Spielen nur einen Punkt holen? Wir waren nie die schlechtere Mannschaft. Die Art und Weise hat eigentlich immer gestimmt, das hat auch unser Trainer Albert Lennerth immer wieder gesagt.
Was fehlt der Mannschaft, um dauerhaft oben mitmischen zu können?
Packert: Erfahrung und die Kaltschnäuzigkeit. Wir haben dieses Jahr brutal viel Lehrgeld bezahlt. Unsere Gegner haben aus wenig oftmals viel gemacht.
»Der Zug nach ganz oben ist für uns abgefahren, so ehrlich muss man sein. «
Der VfL liegt auf Platz acht und damit im Niemandsland der Tabelle. Welche Ziele kann man sich als Team für die verbleibende Runde noch setzen?
Packert: Der Zug nach ganz oben ist für uns abgefahren, so ehrlich müssen wir sein. Wir haben derzeit nur vier Punkte Vorsprung nach unten auf den vermeintlichen Relegationsplatz. Das hört sich hart an und sieht auch hart aus. Ich bin aber wirklich zuversichtlich. Ich glaube, dass uns die Winterpause gut tun wird, weil wir in der Vorbereitung dann nochmals deutlich mehr Zeit bekommen, als Mannschaft zusammenzuwachsen und Erfahrungen zu sammeln. Dann können wir in der Rückrunde vielleicht nochmal eine Positiv-Serie hinlegen. Wir werden mehr Punkte holen als bislang. Daran glaube ich fest. (GEA)

