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Der Torhüter des SGM Dettingen/Glems im GEA-Interview

Nico Coconcelli gehört zu den besten Torhütern der Fußball-Bezirksliga. Im Gespräch mit GEA-Mitarbeiter Leopold Schartl unterstreicht er die Bedeutung des Zusammenhalts bei der SGM Dettingen/Glems und blickt in die Zukunft.

Nicht nur auf der Linie spektakulär: Nico Coconcelli (im gelben Trikot), hier noch in Diensten von Croatia Reutlingen.
Nicht nur auf der Linie spektakulär: Nico Coconcelli (im gelben Trikot), hier noch in Diensten von Croatia Reutlingen. Foto: Kunze/Eibner
Nicht nur auf der Linie spektakulär: Nico Coconcelli (im gelben Trikot), hier noch in Diensten von Croatia Reutlingen.
Foto: Kunze/Eibner

DETTINGEN. Er gehört zu den besten Keepern im Bezirk Alb. Nico Coconcelli, genannt »Coco«, ist der Rückhalt des Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter SGM Dettingen/Glems. Dabei begeistert er nicht nur durch seine Paraden, sondern sorgt mit seinen fußballerischen Elementen auch immer wieder für ein Raunen bei den Zuschauern. Und dass er ein Mosaikstein im Dettinger Erfolgsbild ist, unterstreichen die Zahlen eindrucksvoll. Nur 14 Gegentore - Ligabestwert. In Dettingen geht es »Coco«, nach seiner Rückkehr von seiner zweiten großen Liebe Croatia Reutlingen im Sommer, aber vor allem um Spaß am Kicken mit seinen Freunden.

GEA: Wie erklären Sie sich den aktuellen Erfolg und haben Sie damit gerechnet?

Nico Coconcelli: Mich überrascht es jetzt nicht sonderlich. Ich wusste, das wir eine gute Mannschaft beisammen haben und dass, wenn alle fit sind, wir unter den ersten Fünf landen können. Das war letztlich ja auch der Grund für meinen Wechsel im Sommer.

Was sind die größten Stärken der Mannschaft?

Coconcelli: Ich denke, der Erfolg verteilt sich auf zwei Säulen. Wir haben eine sehr erfahrene Mannschaft, in der viele Spieler bereits in der Landesliga oder sogar Verbandsliga gespielt haben. Aber der viel wichtigere Teil ist der Zusammenhalt. Das ist ein großer Freundeskreis, der sich seit Jahren kennt und der auch über den Fußball hinausgeht.

Neben dem Zusammenhalt könnt Ihr auch richtig gut kicken. Was macht Euch so gefährlich?

Coconcelli: Insbesondere in der Offensive sind wir technisch sehr beschlagen - Mario Nikolovski, Dominic Hirsch oder Sebastian Schuster und viele weitere. Sie alle wissen mit dem Ball etwas anzufangen. Wichtig aber ist auch unser Spiel gegen den Ball, das funktioniert in den letzten Wochen richtig gut und gibt uns natürlich auch mehr Sicherheit.

Welchen Anteil haben Sie als Keeper an dieser defensiven Stabilität?

Coconcelli: Ich kann von hinten entsprechend organisieren und Kommandos geben. Aber das ist vor allem ein Teamerfolg. Sowohl wir drei Torhüter als auch in der gesamten Mannschaft unterstützen wir uns gegenseitig.

Sie waren mit kurzer Unterbrechung zehn Jahre bei Croatia. Im Sommer folgte die Rückkehr, was war ausschlaggebend?

Coconcelli: Ich wollte einfach nochmal mit meinen Freunden kicken, gerade Fabian Schuster zählt zu meinen engsten Kumpels. Aber auch Tim Randecker, Mario Nikolovski, Marco Blazevic und viele weitere. Wir wollten nochmal alle zusammentrommeln und wenn man dann noch Erfolg hat, macht es umso mehr Spaß.

Träumt Ihr schon vom Aufstieg?

Coconcelli: Es sind noch viele Partien zu gehen, aber ja, wenn wir so weitermachen, sollten wir unter den ersten Drei landen. Ein Aufstieg hätte für uns alle nochmal einen Reiz. Aber die ganze Wahrheit ist auch, dass wir Erfahreneren alle ein wenig kürzer treten wollten. Wenn es soweit kommt, müssten wir uns daher sicherlich nochmal mit dem Verein hinsetzen.

Sie sind Croatia nach wie vor sehr verbunden. Gibt es bereits Pläne für die Zukunft nach dem Fußball?

Coconcelli: Also, Fußball wird immer Bestandteil dieser Zukunft sein. Aber in welcher Form, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Mein Herz schlägt weiter auch für Croatia und ich bin im erweiterten Vorstand für organisatorische Aufgaben. Daher führen wir natürlich auch Gespräche, wie es nach meiner aktiven Karriere aussieht. Aber als Spieler möchte ich in Dettingen die Handschuhe an den Nagel hängen. (GEA)

Zur Person: Der gebürtige Metzinger Nico Coconcelli (31) ist Dettinger durch und durch. Seit frühster Kindheit ist der Sportplatz neben der Erms seine fußballerische Heimat, weil sein Vater in Dettingen aufwuchs und selbst für den TSV stürmte. Mit dem Wechsel erfüllte sich der Keeper damit einen großen Wunsch im Herbst seiner Karriere. (leo)