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Reutlinger Ravens: Kantersieg zum Jahresabschluss

Die Regionalliga-Basketballer der TSG Solcom Ravens Reutlingen haben das letzte Spiel des Kalenderjahres 2025 eindrucksvoll mit 77:109 (36:52) beim VfL Bensheim gewonnen.

Aike Bensmann (links, mit Ball) gelang mit jeweils zwölf Punkten und Rebounds sein erstes Double-Double im Trikot der Ravens.
Aike Bensmann (links, mit Ball) gelang mit jeweils zwölf Punkten und Rebounds sein erstes Double-Double im Trikot der Ravens. Foto: Joachim Baur
Aike Bensmann (links, mit Ball) gelang mit jeweils zwölf Punkten und Rebounds sein erstes Double-Double im Trikot der Ravens.
Foto: Joachim Baur

BENSHEIM. Es ist geschafft. Die Reutlinger Regionalliga-Basketballer gehen mit nur zwei Niederlagen aus zwölf Spielen als Tabellendritter in die kurze Winterpause. Das letzte Spiel des Kalenderjahres 2025 haben die TSG Solcom Ravens eindrucksvoll mit 77:109 (36:52) beim VfL Bensheim gewonnen. Von der ersten Minute an ließen die Gäste keine Zweifel aufkommen und dominierten das Spiel nach Belieben.

109 erzielte Punkte sind die zweitmeisten in der Ravens-Geschichte seit Zugehörigkeit zur 1. Regionalliga. Die Reutlinger produzierten im bisherigen Saisonverlauf aber noch eine ganze Reihe weiterer Topwerte. Mit 87,1 Zählern im Schnitt ist das Team ganz knapp Zweiter hinter Saarlouis (87,2). Angeführt von Lino Duarte (19 Zähler) punkteten gleich sechs TSG-Spieler zweistellig. Zum ersten Mal seit langer Zeit gewannen die Ravens auch wieder das Rebound-Duell deutlich (51:31). Durch den jüngsten Erfolg überwintern die Duarte-Brüder und ihre Teamkollegen mit zehn Siegen bei einem Spiel weniger als die Konkurrenz auf dem dritten von vier zu vergebenden Play-off-Plätzen.

»Es war leichter, als ich gedacht habe, denn Bensheim kann vor allem zu Hause ein unangenehmer Gegner sein«, bemerkte Rodrigo Reynoso. »Wir waren aber offensiv schon früh im Rhythmus, haben das Spiel in allen Belangen dominiert und auch konzentriert zu Ende gespielt«, so der Ravens-Coach weiter. Es sei »schön, dass alle Spielerpunkten und wir die Belastung gut steuern konnten«.

TSG-Topscorer Miles Mallory, mit 18,9 Punkten viertbester Werfer und insgesamt zweitbester Akteur der Liga, markierte alle Zähler zur schnellen 5:0-Führung (2.). Noel und Lino Duarte punkteten im ersten Viertel ebenfalls zuverlässig. John Saigge sorgte für die erste zweistellige Führung der Gäste (21:11/8.). Mit der Sirene verwandelte er einen Dreier und baute den Vorsprung auf 29:17 aus.

Bensheim schaffte es dann, von 19:35 (14.) auf 27:37 (15.) zu verkürzen. Prompt bat TSG-Headcoach Reynoso zu einer ersten Auszeit. Die Hausherren waren hauptsächlich durch Dreipunktewürfe erfolgreich und hielten so den Rückstand im zweiten Viertel zunächst in Grenzen. Dank eines 7:0-Laufs zum 51:34 (19.) lagen die Ravens dann aber deutlich in Front und nahmen eine komfortable 15-Punkte-Führung mit in die Pause.

Mallory startete die zweite Halbzeit wie die erste. Mit einem erfolgreichen Korb, bei dem er zusätzlich gefoult wurde und den Freiwurf verwandelte. Ein Dreier von Lino Duarte brachte erstmals eine 20-Punkte-Führung (62:42/24.) für die Ravens. Kurze Zeit später folgte das Highlight des Tages, als Lino Duarte nach einem Lob-Pass von Nemanja Nadjfeji den Ball per Dunking aus der Luft in den Korb hämmerte. Spätestens da war der letzte Wille der Gastgeber gebrochen. Mit acht Assists war der beidhändige Nadjfeji bester Vorlagengeber der Partie und ist mit 4,8 ligaweit die Nummer drei. 19,8 Assists pro Spiel bedeuten für die Reynoso-Schützlinge unangefochten Platz eins im Vergleich mit der Konkurrenz.

Die TSG dominierte den Gegner in allen Belangen. Ein kurzer Run der Gastgeber verkürzte zwar vor dem Schlussviertel auf 57:78, dann aber wieder das gleiche Bild. Die TSG überrannte die überforderten Gastgeber und kam ein ums andere Mal zu leichten Punkten. Aike Bensmann war immer wieder in Korbnähe erfolgreich. Mit jeweils zwölf Punkten und Rebounds durfte er sein erstes Double-Double für die Ravens feiern und war damit bester Spieler im Team. Der starke Saigge, dem ebenfalls sein bislang bestes Spiel im TSG-Trikot gelang (17 Punkte), erzielte im Schlussviertel drei Dreier und hatte am Ende aus der Distanz eine Quote von unglaublichen 62,5 Prozent (5 von 8). Mit 35,5 % von jenseits der 6,75-Meter-Linie ist kein Team der Liga besser und alles in allem auch keines effektiver. Das sind doch gute Voraussetzungen für den zweiten Teil der Saison. (GEA)