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Wie halten es Reutlinger mit Weihnachtsgeschenken?

Kurz vor Weihnachten sind in der Reutlinger Fußgängerzone Passanten auf der Suche nach Geschenken für ihre Liebsten. Spielen die gestiegenen Preise eine Rolle?

Die Besorgung von Weihnachtsgeschenken kann ganz schön ins Geld gehen - besonders bei den gestiegenen Preisen.
Die Besorgung von Weihnachtsgeschenken kann ganz schön ins Geld gehen - besonders bei den gestiegenen Preisen. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Die Besorgung von Weihnachtsgeschenken kann ganz schön ins Geld gehen - besonders bei den gestiegenen Preisen.
Foto: Monika Skolimowska/dpa

REUTLINGEN. Alle Jahre wieder: Weihnachten steht vor der Tür und in der Wilhelmstraße tummeln sich die Menschen auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Während einige die meisten Präsente schon besorgt haben, kommt bei anderen schon etwas Stress auf, die fehlenden Präsente zu besorgen. Auch die Preise, die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, können die Weihnachtsstimmung dämpfen. Wie halten es die Reutlinger mit dem Schenken? Der GEA hat sich bei Passanten in der Fußgängerzone umgehört.

Siegfried und Ute Leuze haben bereits alle Geschenke besorgt.
Siegfried und Ute Leuze haben bereits alle Geschenke besorgt. Foto: Frank Pieth
Siegfried und Ute Leuze haben bereits alle Geschenke besorgt.
Foto: Frank Pieth

Siegfried Leuze hat mit seiner Frau Ute bereits alle Geschenke für ihre Kinder und Enkel besorgt. Sparen wollen sie dabei nicht: »Ich bekomme seit diesem Jahr fünf Euro mehr Rente«, scherzt der 68-Jährige und führt aus: »Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir uns die Geschenke leisten können. Und wenn man dafür etwas Gutes bekommt, ist es das Geld auch wert«. Außerdem könne man sich auf manche Geschenke schon lange im Voraus vorbereiten. »Meiner Frau schenke ich ganz uneigennützig eine Kaffeemaschine. Da wissen wir schon lange, dass wir eine neue brauchen«, sagt Siegfried Leuze.

Auch Jan Laauser spart beim Weihnachtseinkauf nicht. Er hat bereits Präsente für seine Familie und seine Freundin besorgt. Dabei kommt er mit einem neuen Staubsauger für seine Mutter und einer Schleifmaschine für seinen Vater nicht gerade günstig weg. »Was sie sich wünschen, bekommen sie auch. Da wird nicht gespart«, sagt der 18-Jährige.

Jan Laauser lässt keinen Wunsch seiner Familie unerfüllt.
Jan Laauser lässt keinen Wunsch seiner Familie unerfüllt. Foto: Frank Pieth
Jan Laauser lässt keinen Wunsch seiner Familie unerfüllt.
Foto: Frank Pieth

Eine lange Einkaufsliste hat Jana Stolwijk zu bewältigen. Sie möchte ihre Kinder, ihren Ehemann, die Eltern, die Schwiegermutter, ihre Geschwister und Freunde beschenken. »Trotzdem würde ich sagen, dass ich insgesamt gleich viel Geld ausgebe wie in den letzten Jahren. Online schaue ich meistens nicht so auf die Preise, weil es da oft gute Angebote gibt. In den Läden schaue ich vielleicht schon etwas genauer hin.«

Christin und Peter Eisenhardt verschenken gerne Unternehmungen.
Christin und Peter Eisenhardt verschenken gerne Unternehmungen. Foto: Frank Pieth
Christin und Peter Eisenhardt verschenken gerne Unternehmungen.
Foto: Frank Pieth

Christin und Peter Eisenhardt sind mitten in der Geschenkbesorgung. Für die Kinder gibt es mittlerweile eher elektronische Geräte oder auch Unternehmungen anstatt Spielzeuge. Besonders gespart wird dabei nicht: »Ich glaube, wir geben so viel aus wie immer. Klar, die Preise summieren sich, aber wir versuchen einfach, die Wünsche zu erfüllen und können es uns zum Glück auch leisten«, sagt die 45-Jährige.

Auch Verena Montero hat noch nicht alle Präsente eingekauft. Für ihre Kinder, ihren Mann und ihre Eltern gibt es praktische Geschenke wie Kleidung, aber auch Spielzeug und Bücher. »Bei den Kleidern habe ich schon nach Schnäppchen geschaut. Aber bei Spielzeug wie Lego ist es nicht wirklich möglich zu sparen. Wo es geht, schaue ich aber schon, dass es nicht zu teuer wird«, sagt die 41-Jährige.

Verena Montero ist noch auf Geschenkesuche.
Verena Montero ist noch auf Geschenkesuche. Foto: Frank Pieth
Verena Montero ist noch auf Geschenkesuche.
Foto: Frank Pieth

Brigitte Stemmler möchte an Weihnachten nicht knausern, besonders was die Geschenke für ihre Enkelkinder angeht: »Die Inflation und die gestiegenen Preise sind mir natürlich bewusst. Aber an Weihnachten wird nicht gespart. Da ist es wichtiger, den Enkeln eine Freude zu machen.« Die bekommen nämlich unter anderem Püppchen und etwas zu lesen. Zwischen der 72-Jährigen, ihrem Mann Klaus Geiger und ihren Kindern gibt es seit diesem Jahr allerdings eine Abmachung: »Den Kindern schenken wir nichts und uns gegenseitig auch nichts. Wir schenken uns einfach selbst etwas«, sagt Stemmler.

Die Passanten in der Fußgängerzone lassen sich von den gestiegenen Preisen jedenfalls nicht die Weihnachtsstimmung verderben. (GEA)