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Spiel- und Wandertag in Reutlingen: »Toll, was eine Gemeinschaft bewirken kann«

Der Spiel- und Wandertag der TSG-Handballabteilung im Reutlinger Volkspark lockte zum 40. Mal mit traditionellem Programm.

Auch beim 40. Spiel- und Wandertag gab es wieder viel Spaß.
Auch beim 40. Spiel- und Wandertag gab es wieder viel Spaß. Foto: Frank Pieth
Auch beim 40. Spiel- und Wandertag gab es wieder viel Spaß.
Foto: Frank Pieth

REUTLINGEN. Die Älteren unter den einstigen TSG-Handball-Aktiven haben schon alles erlebt, was das Wetter am Vatertag so bieten kann: Schneetreiben, Minusgrade, Dauerregen, aber eben auch immer wieder – Sonne satt und sommerliche Temperaturen. Am Donnerstag zeigte das Wetter von fast allem etwas. »Das ist völlig in Ordnung so«, waren sich am Vormittag Nele Swafing, Silke Bahnmüller und Wolfgang Hirning vom Orga-Team des TSG-Spiel- und Wandertages einig.

Am Mittwochnachmittag hatten sie zusammen mit rund 80 Helferinnen und Helfern aus der Handballabteilung schon begonnen mit dem Aufbau: Bierbänke und -tische mussten geschleppt, Zelte und Toiletten aufgestellt und ganz viel noch vorbereitet werden. »Heute früh am Vatertag waren um 7 Uhr dann schon alle da, jede und jeder wusste, was zu tun ist«, sagte Bahnmüller um die Mittagszeit herum ziemlich entspannt. In den Tagen zuvor sei das nicht so gewesen. Die drei klein beschriebenen DIN A3-Seiten mit den Planungsdingen waren zwar zum größten Teil schon abgearbeitet, »aber dann beginnt jedes Jahr wieder die Panik, ob wir nicht doch irgendwas vergessen haben, ob wir noch Würstchen nach- oder abbestellen sollen«, so Swafing.

Doch: Auch beim 40. Mal hat es geklappt, alles hat gepasst. Die Spielstation hatte zehn Angebote, vom Sackhüpfen bis zum Kinderschminken war viel dabei. »Wir hatten uns überlegt, zum Jubiläum was Besonderes zu machen«, so Bahnmüller. »Aber warum sollten wir was Spezielles machen, wenn es doch traditionell gut läuft?« Also habe sich das Team entschieden, auf Bewährtes zu setzen.

Hunderte strömten zum Spiel- und Wandertag in den Volkspark.
Hunderte strömten zum Spiel- und Wandertag in den Volkspark. Foto: Frank Pieth
Hunderte strömten zum Spiel- und Wandertag in den Volkspark.
Foto: Frank Pieth

Traditionell waren die Spielstationen, die Band »Time Square« groovte sich gewohnt gut in die Gehörgänge der Zuhörerschaft, auch die Wanderung zum Georgenberg war wie immer beliebt beim TSG-Spiel- und Wandertag. »Wir sind die Strecke am vergangenen Freitag abgelaufen, haben sie markiert«, sagten Nele Swafing und Silke Bahnmüller.

Gewohnt gut groovte sich die Band Time Square in die Gehörgänge der Festbesucher.
Gewohnt gut groovte sich die Band Time Square in die Gehörgänge der Festbesucher. Foto: Frank Pieth
Gewohnt gut groovte sich die Band Time Square in die Gehörgänge der Festbesucher.
Foto: Frank Pieth

Natürlich mache sich auch bei der Handballabteilung der Nachwuchsmangel bemerkbar. »Wir haben anstatt zwei Frauenteams nur noch eins, und die Zahl der Männermannschaften ist von drei auf zwei geschrumpft«, sagte Hirning. Dafür boomt der Kinderbereich – die Nachfrage bei F- und E-Jugend sei so groß, dass phasenweise schon die Aufnahme gestoppt werden musste, wie Swafing erläuterte.

Am Donnerstag musste aber niemand abgewiesen werden. Die Stimmung war prima, auch innerhalb der Helfergruppen. Die C-Jugend träume davon, irgendwann in der A-Jugend mal am Grill stehen zu dürfen, verriet Wolfgang Hirning. Wenn die A-Jugendlichen dann tatsächlich so weit sind, dann bleibe nur noch eins – der Traum vom Ausschenken am Bierstand. Und die weibliche Jugend am Wein- und Cocktailstand. »Was Größeres gibt’s nicht«, sagte Hirning und lachte.

Wie der Name schon sagt, wurde auch gewandert.
Wie der Name schon sagt, wurde auch gewandert. Foto: STEFFEN SCHANZ
Wie der Name schon sagt, wurde auch gewandert.
Foto: STEFFEN SCHANZ

Währenddessen tauchte die Frage auf, ob nun Sonnenschirme aufgestellt werden müssten. Die Sonne brannte, einige Besucher gerieten schon ins Schwitzen. Doch dann zogen wieder Wolken auf und sorgten für Abkühlung. Alles gut. Was jedes Jahr wieder erstaunlich sei: »Die Aktion ist die größte im ganzen Verein und sie fördert die Gemeinschaft enorm«, waren sich alle aus dem Orga-Team einig. Zuverlässig seien die Helfer jedes Jahr wieder dabei, selbst ehemalige Handballerinnen und Handballer ließen es sich nicht nehmen, jedes Jahr wieder dabei zu sein – selbst, wenn sie gar nicht mehr in Reutlingen wohnen.

»Das ist so ähnlich wie am Heiligen Abend, wenn morgens die jungen Erwachsenen in der Altstadt zusammenkommen und sich an vergangene Zeiten erinnern«, verglich Nele Swafing. »Es ist einfach toll, was so eine große Gemeinschaft bewirken kann.« (GEA)

Beliebt: das Kinderschminken.
Beliebt: das Kinderschminken. Foto: Frank Pieth
Beliebt: das Kinderschminken.
Foto: Frank Pieth