REUTLINGEN. Zwei Kreuze sind schnell gemacht. Viertausend Schüler treten diese Woche schon an die Urnen in Reutlinger Schulen und geben - auf original-ähnlichen Wahlzetteln - ihre Stimme ab. Das U18-Wahlprojekt des Jugendgemeinderats läuft seit Montag an allen fünf Gymnasien, zwei Realschulen, fünf Hauptschulen und an der Waldorfschule. Dort verteilen die Vierzehn- bis Achtzehnjährigen wie bei der Bundestagswahl ihre Erst- und Zweitstimme auf die Parteien. Heute Nachmittag wird das Ergebnis vorliegen und zeigen, was Jugendliche bewegt: »Bei uns waren bei der letzten Wahl die Grünen weit vorne«, sagen die europawahlerfahrenen Engagierten im Jugendgemeinderat, Weronika Balik und Mert Akkeceli, von der Waldorfschule/Freie Georgenschule.
Dort haben gestern rund neunzig Acht- und Zehntklässler ihre Stimme abgegeben, nachdem Koalitionen, Wahlrecht und Wahlpflicht im Unterricht diskutiert wurden und sich die Wahlkreis-Kandidaten auf einem Podium vorgestellt haben.
Mit der bundesweiten U18-Bundestagswahl soll das politische Interesse der Jugendlichen geweckt werden, sagen die veranstaltenden Jugendgemeinderäte, die in Reutlingen mit dreizehn Schulen eines der größten »Wahllokale« geöffnet haben. (GEA)
