Wie ein Treffen Hochbegabter
Aber auch die anderen Schülerinnen und Schüler präsentieren sich bei dieser Veranstaltung, als ob sie nicht bei einem Preisträgerkonzert eines Jugendwettbewerbs musizierten, sondern bei einem Treffen von Hochbegabten. Zwischen fünf und 19 Jahre alt sind die jungen Musiker, die sich auszeichnen konnten und auf Instrumenten wie Klavier, Harfe, E-Gitarre, Blockflöte, Violine, Violoncello, Klarinette oder mit ihrer Stimme zeigen, was sie können.Einige wie Hannes Nedele wagen sich an Mozart, andere interpretieren italienische Volksweisen (Judith Kaiser und Gerlinde Martin) oder Violinsonaten von Bach mit der E-Gitarre (Levin Bektas) und wieder andere wählen einen lyrischen Walzer (Serge Anoumou), irischen Marsch (Patrick Bauer, Nike Bucknor, Adrian Graas, alle Klarinette) oder gar Eigenkompositionen (Ancheng Feng, E-Gitarre). Werke aus allen Epochen sind dabei, die von den Nachwuchstalenten auf hohem Niveau interpretiert werden.
Vorgeschrieben ist beim Finale oder Bundeswettbewerb seit einigen Jahren ein Mindestalter von zwölf Jahren. Eine sechsjährige Anne-Sophie Mutter, die 1970 mit ihrer Geige die Juroren verzückte, dürfte heute nicht mehr teilnehmen. Wer es zum Bundeswettbewerb geschafft hat, ist fast schon ein angehender Musiker, der Privatunterricht erhält. Zwei Drittel der Bundeswettbewerb-Teilnehmer wollen tatsächlich auch Musiker werden. Das gilt sicher auch für einige der 33 Preisträger des Regionalwettbewerbs »Jugend musiziert«.
Ganz sicher gilt das für die Reutlinger Gymnasiasten Hannes Nedele und Sebastian Fuß, die sich schon über den Wettbewerb »Jugend musiziert« hinaus ihre Sporen verdient haben. (GEA)

