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Aktuell Blutspenderehrung

Reutlinger für bis zu 100 Blutspenden geehrt

Am Donnerstagabend wurden in der Reutlinger Stadtbibliothek 56 Blutspenderinnen und -spender geehrt, die teilweise bereits 100 Mal für den zwischenmenschlichen Dienst im Einsatz waren.

26 Blutspenderinnen und -spender von insgesamt 56 Geehrten waren gekommen und erhielten von Oberbürgermeister Thomas Keck und Th
26 Blutspenderinnen und -spender von insgesamt 56 Geehrten waren gekommen und erhielten von Oberbürgermeister Thomas Keck und Thomas Födisch vom DRK Urkunde und Ehrennadel. Foto: Gabriele Böhm
26 Blutspenderinnen und -spender von insgesamt 56 Geehrten waren gekommen und erhielten von Oberbürgermeister Thomas Keck und Thomas Födisch vom DRK Urkunde und Ehrennadel.
Foto: Gabriele Böhm

REUTLINGEN. 56 Blutspenderinnen und -spender wurden am Donnerstagabend in der Stadtbücherei geehrt. Jedes Jahr findet die Ehrung in einer anderen kulturellen Einrichtung statt, von den Wandel-Hallen bis zum Heimatmuseum, um diese in Verbindung mit der Ehrung vorzustellen. Viele nahmen die Gelegenheit wahr und ließen sich durch die Bücherei führen.»Was glauben Sie, wie viele Medien das Wort Blut im Titel tragen?«, fragte Oberbürgermeister Thomas Keck. Die Schätzungen lagen allesamt zu tief, denn insgesamt gab es beachtliche 778 Treffer, »meist Thriller oder Dramen«.

Der OB verwies auch auf die große Bereitschaft, Blut zu spenden. »Jede Spende steht für große Menschlichkeit und das Engagement, Leben zu retten«, so Keck. »Blut kann man nicht künstlich herstellen und vegan wird es auch nichts werden.« Noch immer sei man daher dringend auf die Spende von Mensch zu Mensch angewiesen. »An jedem Werktag müssen in Deutschland mindestens 15.000 Blutspenden gewonnen werden.« Keck zitierte die Holocaust-Überlebende und engagierte Zeitzeugin Margot Friedländer, die betonte und appellierte: »Wir sind alle gleich – es gibt kein christliches, jüdisches, muslimisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Ihr habt alle dasselbe. Seid doch Menschen.«

Blut ist 42 Tage haltbar

Jede Spende, so Keck, könne bis zu drei Menschen helfen, sei aber nur 42 Tage haltbar. Wer spende, sei wesentlicher Bestandteil der Rettungskette. Der Oberbürgermeister dankte dem DRK, das durch Thomas Födisch (Kreisgeschäftsführung DRK), Beatrice Stark -Winghofer (DRK Blutspendedienst), Paul Moll (DRK Blutspendedienst) und Wolfgang Hoch (Blutspendedienst, OV-Vorsitzender bis Dezember 2024) vertreten war und zuverlässig die Blutspenden organisiere. Leben und Gesundheit sei das Kostbarste, was man habe.

Drei Personen hatten 100-mal gespendet, zehn je 50-mal, zehn je 25-mal und 33 je zehnmal. »Bleiben Sie bitte dabei, das ist wichtig«, betonte Keck. Zusammen mit Födisch führte er die Ehrungen der 26 erschienenen Teilnehmenden durch und übergab die Urkunden, Goldenen Ehrennadeln mit Lorbeer- und Eichenkranz sowie Reutlinger Linsen, die als gute Eisenlieferanten gesund für die Blutbildung seien.

Geehrte Blutspender

100 Blutspenden: Joachim Buck, Gabriele Meng und Reinhold Metzger.
50 Blutspenden: Reinhard Dettling, Matthias Jung, Gunhild Kächele, Stefan Möck, Eduard Otzik, Georg Patroi, Heinrich Sorg, Pamela Teutschländer, Michael Weber und Bernd Zandt.
25 Blutspenden: Dietmar Bahr, Thomas Breitmaier, Patrick Görlich, Kerstin Lang, Frieder Leube, Melanie Lorenz, Sandra Rebholz, Roland Schuppara, Andrea Tschan und Frank Zimmermann.
10 Blutspenden: Julian Agster, Dagmar Biermann, Susanne Bretzler, Stefan Burkhardt, Irmela Diebold, Helmut Dietrich, Bernd Dreß, Cornelia Eitel, Ayten Ermis, Christian Fink, Reina Fischer, Anja Förstl, Tabea Fritz, Klaudia Glöckle, Ricarda Heilig, Lisa Hirn, Anika Holm, Martina Kahnert, Martina Krumrein, Sabine Leister, Yvonne Lesjak-Goldbach, Sandra Lukat, Hannah Meixner, Sonja Neumann, Julia Novak, Robert Pavlic, Manuel Renner, Julian Roth, Bianca Sonntag, Michail Stavridis, Jaqueline Wagner, Dorothee Weckerle und Sarah Werres. (GEA)

Für die mit viel Beifall belohnte musikalische Umrahmung sorgte Alexandra Anoumo, die 2025 einen ersten Preis im Regionalwettbewerb »Jugend musiziert« und im Landeswettbewerb einen zweiten Platz errungen hatte. Sie spielte am Flügel Stücke von Alexander Tscherepnin und Franz Liszt. Serban Butuza-Noveanu war im Oktober im Programm des GdM Preisträgerkonzerts zu hören und trug Klavierstücke von Domenico Scarlatti und Robert Schumann vor. (GEA)