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Randnotiz: Adieu, Straßenbahn

Am Montagmorgen entschwebt er wieder, der Reutlinger Straßenbahnwaggon beim Kirchbrunnen. Gegen acht Uhr wird ein Kran das sechs Tonnen schwere, historische Gefährt wieder auf einen Tieflader heben, der es dann nach Pfullingen transportiert - wo es beim Verein zur Brauchtumspflege nicht nur ihren »Heimatbahnhof« hat, sondern postwendend erneut zur Publikumsattraktion werden soll: auf dem dortigen Marktplatz. Die höchst offizielle Rückgabe des Schlüssels durch Reutlingens Finanzbürgermeister Peter Rist an den Pfullinger Rathauschef Rudolf Heß ist auf Montag, 11.30 Uhr, terminiert.

Zufriedene Akteure (von links): Konditormeister Andreas Sommer, Ideengeber Raimund Vollmer, Janna Blum von OWI, StaRT-Chefin Tan
Zufriedene Akteure (von links): Konditormeister Andreas Sommer, Ideengeber Raimund Vollmer, Janna Blum von OWI, StaRT-Chefin Tanja Ulmer und Dieter Metzger vom Pfullinger Brauchtumsverein. Foto: Markus Niethammer
Zufriedene Akteure (von links): Konditormeister Andreas Sommer, Ideengeber Raimund Vollmer, Janna Blum von OWI, StaRT-Chefin Tanja Ulmer und Dieter Metzger vom Pfullinger Brauchtumsverein.
Foto: Markus Niethammer
Etwas wehmütig zogen die Organisatoren und Unterstützer der Reutlinger Aktion bereits am Freitagnachmittag eine positive Abschlussbilanz. Stadtmarketing-Chefin Tanja Ulmer zeigte sich »sehr glücklich« über das, was die Einzelhandelsinitiative Obere Wilhelmstraße (OWI) auf die Beine gestellt hatte. Der Dank von OWI-Sprecherin Janna Blum galt nicht zuletzt dem Konditormeister Andreas Sommer, der mit seinem Team die Bewirtung des zum Café umgebauten Straßenbahnwagens übernahm.

»Es war schon sehr aufwendig«, resümierte Sommer - ließ aber gleichzeitig erkennen, dass er einer Wiederholung nicht abgeneigt wäre. Dann aber sollte der Waggon vielleicht doch näher bei seinem Café in der Fußgängerzone stehen. Nicht nur, um den Weg für die Bedienungen zu verkürzen, sondern auch weil Gäste, die sich im Innern des Waggons niederlassen, dann schneller wahrgenommen würden.

»Tolle Idee«, »klasse Aktion« - die Einträge ins ausliegende Gästebuch geben den Organisatoren recht. Ausgewählte Kommentare und Erinnerungen von Cafégästen, die die Straßenbahn in Reutlingen selbst noch fahren sahen, will Ulmer nun ins Internet stellen. Mitunter wurde sogar gereimt: »Beim Aperol in der Straßenbahn fühlt man sich einfach wohl.«