Logo
Aktuell Randnotiz

Laut GEA-Umfrage sind Neujahrs-Vorsätze ziemlich out - Ein Fehler?

Wer für 2026 keine guten Vorsätze gefasst hat, könnte ein Connaisseur sein und auf kosmische Kräfte setzen. Aber: Ist die Astrologie tatsächlich eine adäquate Alternative?

Der Mond ist schuld, wenn Diät-Pläne platzen. Wer auch sonst?
Der Mond ist schuld, wenn Diät-Pläne platzen. Wer auch sonst? Foto: Hildenbrand/dpa
Der Mond ist schuld, wenn Diät-Pläne platzen. Wer auch sonst?
Foto: Hildenbrand/dpa

REUTLINGEN. Gute Vorsätze zu Jahresbeginn sind laut GEA-Online-Umfrage ziemlich out. Was daran liegen könnte, dass Vorsätze bloß für Amateure taugen. Connaisseurs hingegen greifen zu anderen Mitteln. Anstatt auf Selbstdisziplin, setzen sie auf Horoskope. Warum? Weil diese astrologischen Wegweiser keinerlei Eigeninitiative erfordern und für den Fall des Scheiterns gleich einen Schuldigen mitliefern. Zum Beispiel den Mond.

Dieser Erdtrabant ist ein nachgerade perfektes Himmels-Menetekel, wenn es um Diät-Vorhaben geht. Man denke diesbezüglich nur an sein Erscheinungsbild. Mal ist er voll und rund, mal hängt er wie ein Hungerhaken am Firmament. Diagnose: Jo-Jo-Effekt! Womit für Connaisseurs zweifelsfrei bewiesen wäre, dass es kein Zeichen menschlicher Willensschwäche, sondern lupenreine lunare Vorsehung ist, wenn Abspeck-Pläne platzen.

Neptun als Kalorienkiller

Aber: Wer weiß? Vielleicht kommt in letzter Sekunde ja Neptun in Gestalt eines Kalorienkillers um die Ecke gebogen und richtet's doch noch. Und wenn nicht er, dann eben andere galaktische Größen. Etwa Merkur, der für 2026 allerdings keine purzelnden Pfunde, sondern berufliche Sternstunden verspricht. Vorausgesetzt, er passiert im März das achte Haus von Pluto. In diesem Fall sind gewaltige Karrieresprünge sehr wahrscheinlich. Ob nach oben oder unten, sei indes dahingestellt. Denn über derlei Details schweigt sich die Astrologie geflissentlich aus.

Umfrage (beendet)

Haben Sie gute Vorsätze für 2026?

Weniger Geld ausgeben, mehr Sport treiben, nicht mehr so oft am Handy hängen. Das sind nur einige der meist gefassten guten Vorsätze für das neue Jahr. Doch manche Menschen wollen sich auch nichts mehr vornehmen.

19%
75%
6%

Derweil sie der Liebe eine Chance gibt. Im Wonnemonat Mai, heißt es, seien amouröse Höhenflüge Programm. Dank Saturn. Deshalb nichts wie rein ins Reutlinger Industriegebiet West und den dortigen Elektromarkt nach einsamen Herzen gescannt - und zwar tunlichst ohne in die Venusfalle zu tappen. Das nämlich hätte fatale Folgen: Saturn wäre düpiert und man bekäme keinen Partner, sondern mal wieder bloß den Föhn.

Was Jupiter verhüten möge. Und ganz gewiss auch tut. Es sei denn, es kommt zum äußersten: weil der Uranusaspekt im Mars aszendiert. Au Backe! Wir ahnen, was das bedeutet - für Connaisseurs, nicht für Amateure. (GEA)