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Aktuell Stadthalle

Jeder darf mal baggern

REUTLINGEN. Dass Klaus Kessler Pragmatiker ist, hat er schon vielfach bewiesen. Nicht nur, wenn es um Details des Stadthallen-Neubaus geht, um deren Optimierung er und sein Team ringen. Auch für den im Mai 2013 bevorstehenden Abriss der Friedrich-List-Halle hatte der Leiter der städtischen Projektgruppe bei einem Baustellen-Rundgang mit GEA-Lesern am Montagabend eine kostengünstige Lösung parat.

Projektleiter Klaus Kessler (mit rotem Bauhelm) zeigt GEA-Lesern die Stadthallen-Baustelle. FOTO: Niethammer
Projektleiter Klaus Kessler (mit rotem Bauhelm) zeigt GEA-Lesern die Stadthallen-Baustelle. FOTO: Niethammer
Projektleiter Klaus Kessler (mit rotem Bauhelm) zeigt GEA-Lesern die Stadthallen-Baustelle. FOTO: Niethammer
»Eine Stunde Baggerfahren für 100 Euro«, lautete sein »Angebot speziell für die Herren - und ab zehn Stunden gibt's Rabatt«. Sogar die Entsorgung der Holzstützen, die derzeit im Vorfeld des großen Stadthallen-Saals noch benötigt werden und die Sicht etwas einschränkten, hätte er gleich organisiert - »Wer hat zu Hause einen Kamin?« - wenn es nicht zu früh gewesen wäre: Die Stahlbetondecke, die sie absichern, ist noch nicht ganz ausgehärtet.

Rund 150 GEA-Leser hatten sich für die Baustellen-Führung interessiert, fünfzehn von ihnen kamen zum Zug und durften noch jeweils eine Begleitperson mitbringen. Bevor es in den Rohbau ging, erläuterte Kessler den bisherigen Verlauf des Stadthallen-Projekts und versicherte einmal mehr, dass man gut im Zeitplan und im vorgegebenen Kostenrahmen - 32 Millionen Euro plus Tiefgarage - liege. Wenn alles weiter so glatt laufe, meinte Klaus Kessler, sei die Halle Ende September 2012 so weit fertiggestellt, dass der Probebetrieb aufgenommen werden könne.

Die feierliche Eröffnung ist für Ende Dezember 2012 geplant, gefolgt vom Neujahrskonzert 2013 der Württembergischen Philharmonie. Seinen ersten Auftritt wird das Orchester allerdings bereits am 26. Juli dieses Jahres anlässlich des dreitägigen Rohbaufestes haben - dann freilich noch nicht im Konzertsaal, sondern im Foyer.

Highlight des Baustellen-Rundgangs war die Stippvisite auf dem Stadtbalkon, der einen prächtigen Ausblick nicht nur auf die Reutlinger Altstadt, sondern in alle Richtungen ermöglicht und später in Kombination mit dem kleinen Saal auch für private Veranstaltungen genutzt werden kann. Bei einem Gläschen Sekt oder Aperol-Spritz »hinter« dem Krankenhäusle klang die Führung aus. (GEA)