»One touch of Venus« war eine der erfolgreichsten Broadway-Produktionen, die von 1943 bis 1945 fast 700 Mal in New York aufgeführt und auch zwei Mal verfilmt wurde. Insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer des BZN-Gymnasiums bringen »One touch of Venus« unter der musikalischen Leitung von Michael Manz und Walter Scherer am kommenden Wochenende auf die Bühne der Wittumhalle in Rommelsbach.
Liebe - immer aktuell
»Es geht um die Liebe, ein gerade auch bei Jüngeren immer aktuelles Thema«, sagt Christina Reges-Manz, die wie bei zahlreichen vorausgegangenen Aufführungen am BZN für die Inszenierung und die Choreografie verantwortlich ist. Reges-Manz bringt dabei ihre Erfahrungen als klassische Sängerin am Mannheimer Nationaltheater ein.
Um den Ansprüchen gerecht zu werden, wurde Anfang des Jahres im Kloster Bonlanden im Allgäu eine einwöchige Chor- und Orchesterfreizeit mit 77 Beteiligten veranstaltet. »Wir haben dabei versucht, ein Musikprojekt als soziales Lernen erfahrbar zu machen«, beschreibt Walter Scherer die Idee. Neben den reinen Musikproben standen deshalb sportliche Aktivitäten sowie von Schülern organisierte Casino- und Revueabende auf dem Programm. Das wesentliche Ergebnis der Freizeit: es wurde eine hohe Identifikation mit dem Projekt erreicht, was die Voraussetzungen für das hohe zeitliche Engagement darstellt.
»Proben, proben, proben«, heißt in den letzten Tagen vor der Aufführung die Devise, im Besonderen die vielen Solo-Rollen setzen höchste Ansprüche. Wie wohl Venus, die Liebesgöttin, die nach Jahrtausenden zum Leben erwacht und dies als Frau nun genießen will, in der Wittumhalle ankommen wird? Dreiecksverhältnisse machen die Handlung reizvoll. Venus zeigt in ihrem zweiten Frühling »wie's geht«. Tenor: ein Hauch von Venus kann einer Frau schon behilflich sein.
Hinter der vielfältigen Musik des Musicals - jazzig, hochromantisch, klassisch und countrylike - steht mit Kurt Weill (Dreigoschenoper) ein erstrangiger Komponist.
Bemerkenswert dabei: aus schlecht leserlichem Notenmaterial mussten erst lesbare Orchesterstimmen und eine Partitur erstellt werden. Für das aufwendige Bühnenbild zeichnen sich die beiden Kunstlehrerinnen Claudia Ehrminger und Julia Krimmel verantwortlich. Beim Schneidern der Kostüme hat Sportlehrerin Annette Winter durch Kathrin Röhm elternseits professionelle und engagierte Hilfe erhalten.
Drei Mal steht das BZN-Ensemble aus Chor und Orchester auf der Bühne der Wittumhalle in Rommelsbach: Premiere ist am Freitag 17. Februar, um 20 Uhr. Die weiteren Aufführungen: Samstag, 18. Februar (20 Uhr), und Sonntag, 18. Februar (18 Uhr). Karten sind erhältlich über das Sekretariat des BZN-Gymnasiums. (ewa)

