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Aktuell Vandalismus

Dixie-Klo der Reutlinger Woodpeckers erneut angezündet

Wieder einmal ist das Vereinsgelände der Woodpeckers Opfer von blinder Zerstörungswut geworden. Das Dixie-Klo wurde in Brand gesetzt, auch ein Container mit Material ist betroffen. Die Mitglieder sind entsetzt.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines guten Jahres wurde das Toilettenhäuschen der Woodpeckers angezündet.
Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines guten Jahres wurde das Toilettenhäuschen der Woodpeckers angezündet. Foto: Verein
Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines guten Jahres wurde das Toilettenhäuschen der Woodpeckers angezündet.
Foto: Verein

REUTLINGEN. Gerade mal ein Jahr liegt es zurück, da Vandalen das Toiletten-Häuschen der Woodpeckers angezündet haben. Auch sonst ist der Base- und Softballverein immer wieder Ziel von Einbrüchen, Brandstiftung und blinder Zerstörungswut. »In unsere Verkaufshütte wurde schon ein paar Mal eingebrochen«, berichtet der Vorsitzende Klaus Speier.

Viel zu holen gibt es dort nicht. Der Verein lässt niemals Geld oder wertvolle Gegenstände in der Bude zurück, aber der Sachschaden ist jedes Mal immens. Einmal wurde das Schloss sogar aufgeschweißt - »damals war die Kripo zu Ermittlungen vor Ort«, sagt Speier. Die Täter konnten allerdings nicht gefasst werden.

Auch der Materialcontainer wurde schon einmal aufgehebelt - und sämtliche Handschuhe der kleinen Spielern geklaut. Am vergangenen Wochenende hat es den Verein erneut getroffen: Das gemietete Dixie-Klo wurde angezündet. Die Flammen griffen auf einen angrenzenden Materialcontainer über und beschädigten durch die Hitze eingelagerte Ausrüstung der Base- und Softballspieler.

»Ich weiß nicht, was das für Leute sind, die so was machen«

»Wir sind erschüttert über das Ausmaß der Zerstörung«, erklärt Speier. Der Schaden wird ersten Schätzung zufolge im vierstelligen Bereich liegen - 1.000 Euro alleine am Toilettenhäuschen. Hinzu kommt der Schaden an Taschen, Handschuhen, Bällen und anderem Sport-Equipment. Ein weiteres Problem ist, dass die Versicherung wahrscheinlich die Police kündigt, weil es ein zweiter Schadensfall dieser Art innerhalb eines guten Jahres ist.

"Rohe Gewalt ohne Sinn und Verstand", sagt Speier, »Ich weiß nicht, was das für Leute sind, die so was machen«. Auch auf dem angrenzenden Gelände der Kleingärtner sei es eine zeitlang immer wieder zu Einbrüchen gekommen, weiß Speier, allerdings habe dies etwas nachgelassen.

Rund ums Gelände der Woodpeckers aber scheint ein beliebter Treffpunkt für wilde Partygesellschaften zu sein. An das ständige Müllsammeln habe man sich schon fast gewöhnt, erklärt Speier. Aber die Sachbeschädigungen treffen den Verein hart. Zum einen sorgt es natürlich für Frust bei den Sportlern und ehrenamtlich Engagierten, aber es gefährdet auch die materielle Existenz des Vereins.

Die Polizei sei zwar oft Streifenwagen vor Ort, weiß der Vorsitzende, aber das abgelegene Gelände sei einfach groß und liege inmitten der Natur. Das bietet zahlreiche Verstecke für Unholde, die Böses im Schilde führen. Weshalb nun in einem ersten Schritt Schilder mit Warnhinweisen angebracht werden sollen. Zudem denke man über Videokameras nach.

Darüber hinaus hoffen die Vereinsmitglieder auf Zeugen, die eventuell beobachtet haben, wer am vergangenen Sonntag an dem Klohäuschen gezündelt hat. Entdeckt wurde das Feuer gegen 5 Uhr in der Früh, die Polizei wurde kurz darauf alarmiert. Wer etwas beobachtet hat, ist gebeten, sich an die Polizei oder den Verein zu wenden. (GEA)