Einmal schreckte ich auf, weil mir im Morgengrauen dämmerte, dass ich keine Versicherung (!) für die bisweilen doch recht filigranen Keks-Kreationen abgeschlossen habe. Ein andermal gaukelte mir mein Unterbewusstsein vor, dass ich sämtliche Bewertungsbögen versaubeutelt hätte ...
Trotzdem: Ich will nicht klagen. Weder wurde ich nächtens von »Killer-Kipferln« verfolgt, noch lauerten mir »Gutsillas« in finsteren Gedankengängen auf. Kein »Spitzbube« kreuzte meine Traumpfade. Kein »Nonnenpfürzchen« entwich den Gebäckdosen. Und dass die knusprigen »Hausfreunde« meiner Bettstatt ebenfalls fernblieben - es konnte dem Familienfrieden eigentlich nur zuträglich sein.
Ob ich jetzt, nach Abschluss des Wettbewerbs, erleichtert bin? Nein, zwei Kilo schwerer und annähernd so mürbe wie der Teig aus dem die kulinarischen Weihnachtsleckereien made in Reutlingen gemacht wurden.
Die standen gestern übrigens auf dem Prüfstand. Das Handwerk hat gesprochen und die besten Hobbybäcker der Region ermittelt. Bekannt gegeben werden sie an Heiligabend - fristgerecht zur Bescherung. Was das betrifft, halten wir's mit der christlichen Tradition, hüllen uns einstweilen in den Mantel des Schweigens und denken: »Einmal werden wir noch wach, heissa, dann ist Weihnachtstach«.
