Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage bis die zehn besten Gutslesbäcker der Region feststehen und ihre Preise entgegennehmen können. Wer das Rennen beim großen GEA-Keks-Contest macht? Nachzulesen ist's in der Heiligabend-Ausgabe des Reutlinger General-Anzeigers - wie immer im Lokalteil. Bis dahin gibt's aber noch reichlich Gelegenheit, den einen oder anderen Backtipp auszuprobieren. Und ganz ehrlich: Bei solchen Gutsle schaut man gern in die (Back)-Röhre! Von Elke Mader
Mit vollem Herzen bei der Sache
"Nicht fehlen", findet die Mössingerin Elke Mader, "dürfen in der Weihnachtsbäckerei "gefüllte Schokoladenherzen". Und dieser Meinung kann man sich getrost anschließen. Vor allem, weil diese Nascherei nicht nur gut schmeckt, sondern auch dem Auge schmeichelt.
Teig:
200 g weiche Butter
250 g Mehl
150 g Puderzucker
50 g gemahlene Mandeln
1 Päckle Vanillin-Zucker
3 Esslöffel Kakao
1 Ei
Füllung:
Aprikosenmarmelade
Glasur:
Schokoglasur
Aus allen Teigzutaten einen Knetteig bereiten und diesen kühl stellen. Ihn nach der Ruhephase 2 bis 3 Millimeter dünn ausrollen und Herzen ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 6 bis 7 Minuten bei 170 Grad backen und auskühlen lassen. Jeweils zwei Herzen mit Aprikosenmarmelade zusammenkleben und zur Hälfte in Schokoglasur oder Kuvertüre tauchen und trocknen lassen.
Von Christel Gielow
So weiß wie Schnee, so leicht wie Daunen
Gleich mehrere Gutslesorten hat Christel Gielow aus Pfullingen eingesandt: eine appetitlicher als die andere. Da wurde die Wahl zur Qual. Entschieden hat sich die Lokalredaktion schließlich für das Rezept von »Schneeflocken«, die ihrem Namen wirklich alle Ehre machen - weiß, federleicht und mit »eisigem« Schimmer setzen sie farbliche Kontraste auf den bunten Tellern.
4 Eiweiß
200 g Puderzucker
Walnusskerne
Das Eiweiß sehr steif schlagen und den Puderzucker löffelweise zugeben. Die süße Masse mindestens 5 Minuten weiterschlagen bis sie glänzt. Dann Walnusskerne unterheben und auf ein mit Backpapier belegtes Blech kleine Häufchen setzen. Diese im nicht vorgeheizten Ofen bei 80 Grad 2 bis 2 1/2 Stunden trocknen (bis sie sich vom Papier lösen).
Von Heinz Bronner
Rendez-Vous im Ofen: Wied trifft Lafer
Heinz Bronner aus Reutlingen ist Hobbybäcker und der bislang erste und einzige Mann, der sich mit einem süßen Beitrag an der GEA-Gutsle-Aktion beteiligt. Er empfiehlt Elisenlebkuchen nach einem Rezept von zwei Prominenten: der Schauspielerin Thekla Carola Wied und dem Fernsehkoch Johann Lafer. Großes Plus der kleinen Leckerbissen: Im Gegensatz zu den handelsüblichen Elisenlebkuchen, kommen sie weniger mächtig daher.
470 g Zucker
6 Eier
1 Vanilleschote
480 g Haselnüsse, halb fein und
halb grob gehackt
50 g grob gehackte Walnüsse
100 g fein gehacktes Orangeat
100 g fein gehacktes Zitronat
geriebene Schale einer unbehandelten
Zitrone und einer Orange
1 Esslöffel fein gehackte Ingwerknolle
1 1/2 Teelöffel Lebkuchengewürz
Zucker, Eier und Vanillemark mit dem Handrührgerät schaumig schlagen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann die anderen Zutaten beifügen, alles gut verrühren und 24 Stunden kühl lagern. Anderntags kleine Kugeln auf 50 Millimeter große Oblaten setzen und bei 200 Grad 12 bis 15 Minuten backen. Nach dem Auskühlen nach Lust und Laune verzieren - mit Zitronen-Puderzucker-Glasur oder kandierten Früchten.
Tipp: Die Lebkuchen bleiben länger am Leben, wenn sie zusammen mit einigen Apfelscheiben in der Dose aufbewahrt werden. Einfach Pergamentpapier drüberlegen und Äpfel drauf!
Von Maria Wurster
Schokoladen-Zungen für schieren Gaumenkitzel
Als Lehrerin bleibt Maria Wurster aus Reutlingen nicht allzu viel Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Dass sie dennoch seit vielen Jahren - immer an einem Wochenende im November - in die Vollen geht, hängt mit ihrer Back-Begeisterung zusammen. Auch aufwendigere Sorten werden in ihrer Küche zubereitet - wenn der Arbeitsablauf gut durchrationalisiert ist. Und die Ergebnisse? Die können sich schmecken lassen. Familie und Bekanntenkreis bieten sich gerne als lobende Abnehmer an. Auch für »Schokoladen-Zungen«, die schieren Gaumenkitzel verheißen.
Teig:
250 g Mehl
1 Esslöffel Kakao
1 Esslöffel Instant-Kaffeepulver
60 g Puderzucker
150 g Butter
2 Eigelb
100 g gehackte Schokolade, zartbitter
Glasur:
Haselnussglasur, weiße Glasur oder
Kuvertüre
Aus allen Zutaten einen Mürbteig herstellen, diesen zu Rollen formen und über Nacht kaltstellen. Tags drauf etwa 0,5 Zentimeter dünne schräge Scheiben abschneiden und sie bei 175 Grad etwa 15 Minuten in den Ofen schieben. Nach dem Auskühlen die Plätzchen mit der Oberseite in Haselnussglasur tauchen. Eventuell mit weißer Glasur Ornamente auf die erstarrte Nussglasur zeichnen. Von Lore Seipel
Kleine, starke Muntermacher
Lore Seipel ist in Pliezhausen daheim. Und hier zaubert sie alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit köstliche Keks-Kreationen. Darunter ihre beliebten »Mokka-Plätzchen«. Hierbei handelt es sich um ein Rezept, das ihr vor nunmehr 35 Jahren »von einer Flüchtlingsfrau« empfohlen wurde. Lore Seipel hat's notiert und nachgebacken, und sie war solchermaßen begeistert, dass Mokka-Plätzchen seither öfter auf den Tisch kommen. Sie sind klein und stark, aber nicht schwarz. Und wer Kaffee mag, der wird sich in diese köstlichen Muntermacher zweifellos verlieben.
Teig:
250 g Butter
180 g Zucker
2 Päckle Vanillin-Zucker
2 Eier
200 g Mehl
3 Teelöffel Espresso-Instantpulver
120 g gemahlene Haselnüsse
Garnierung:
1 Tässchen kalten Espresso
Puderzucker
Mokkabohnen
Butter schaumig rühren und unter weiterem Rühren Zucker sowie Vanillinzucker einrieseln lassen und die Eier hinzugeben. Dann Mehl und Instant-Espresso und zuletzt die Haselnüsse einarbeiten. Den Teig etwa 1 Stunde kühl stellen. Danach kleine Häufchen auf ein Blech setzen und auf der zweiten Schiene bei 180 bis 190 Grad hell backen. Nach dem Erkalten aus Puderzucker und kaltem Espresso eine Glasur anrühren und diese auf die Plätzchen streichen. Auf den noch klebrigen Guss - möglichst mittig - je eine Mokkabohne legen.
Tipp: Keinen gefriergetrockneten Nescafé-Instant wählen, denn der löst sich erst beim Backen auf - Folge: die Plätzchen zerlaufen.
Von Beatrix Geupel
Gehaltvolle Gutsle mit zartem Schmelz
»Die Weihnachtsbäckerei ist eine Leidenschaft von mir«, schreibt Beatrix Geupel, die von Kindesbeinen an mit der Herstellung von Gutsle befasst ist. Aus einer Großfamilie im Schwarzwald stammend, hat die Sonnenbühlerin zahlreiche Keks-Klassiker in ihrem Backrepertoire, aber auch schnelle Rezepte. Darunter die von ihr empfohlenen »Makronenstangen mit Marzipan«. Dahinter verbergen sich gehaltvolle, saftige Plätzchen mit zartem Schmelz, die nicht nur erklärte Marzipanliebhaber überzeugen.
125 g Butter
1 Ei
1 Eigelb
100 g Puderzucker
175 g Mehl
1 Päckle Vanillin-Zucker
200 g Marzipan-Rohmasse
abgeriebene Schale einer
unbehandelten Zitrone
etwas Wasser
50 g Nougat
50 g Kuvertüre
Butter, Ei, Eigelb, 50 g Puderzucker, Mehl und Vanillin-Zucker zu einem Teig verkneten und diesen eine Stunde lang kaltstellen. Derweil Marzipan mit Zitronenschale und 50 g Puderzucker verkneten. Den gekühlten Teig etwa 0,5 Zentimeter dick ausrollen und der Länge nach in 6 Zentimeter breite Streifen schneiden. Nun die Marzipanmasse zu etwa ein Zentimeter dicken Röllchen formen und auf jeden Teigstreifen der Länge nach je drei Marzipanröllchen mit etwas Wasser aufkleben. Die solchermaßen belegten Teigstreifen auf ein Blech legen und bei 175 Grad zirka 12 Minuten lang backen. Die Teigstreifen vom Blech nehmen und Nougat sowie Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Räume zwischen den Marzipanröllchen mit Nougat füllen, Kuvertüre über die Streifen streichen. Wenn Nougat und Kuvertüre festgeworden sind, die Streifen der Breite nach in Zwei-Zentimeter-Stücke schneiden. (GEA)
