Und immer wieder die gleiche brennende Frage: Wie funktioniert euer Plätzchen-Wettbewerb? Wird wirklich jedes Gutsle einzeln getestet? - Aber klar doch. Wiewohl die vierköpfige Jury ihre Geschmacksknospen natürlich nicht überstrapazieren soll. Und deshalb werden die von GEA-Lesern eingeschickten Versucherle einzeln verpackt, mit je einem Bewertungszettel versehen und nach und nach an die beiden Bäckermeister Hubert Berger und Hans Wucherer sowie die beiden Konditorenmeister Andreas Sommer und Hans Wenzler ausgeliefert. Diese wiederum verkosten die Geschmackspröbchen, vergeben Schulnoten (von Eins bis Sechs), begründen ihr Urteil in Stichworten und geben die Bewertungsbögen zurück an die Lokalredaktion, die schließlich die zehn besten Weihnachtsbäcker der Region qua Notendurchschnitt ermittelt. Bekannt gegeben werden die Sieger des Keks-Contests dann in der Heiligabend-Ausgabe des Reutlinger General-Anzeigers.
Von Karin Stumm
Schneegestöber der schmackhaften Art
Zunächst wollte die Gomadingerin Karin Stumm in diesem Jahr überhaupt keine Plätzchen backen. Doch dann las sie im GEA vom adventlichen Keks-Contest und besann sich prompt eines Besseren. Mit »Schneegestöber« aus dem heimischen Backofen beteiligt sich die Leserin am Wettbewerb. Selbst sehr experimentierfreudig und neuen Rezepten stets aufgeschlossen, ist Karin Stumm von diesen Gutsle »total begeistert« und möchte sie einer größeren Öffentlichkeit schmackhaft machen. Übrigens: Schneegestöber ist mit 64 Kcal pro Stück vergleichsweise kalorienarm.
250 g Mandeln
190 g Zucker
2 Eiweiß
50 g Puderzucker
40 g Kakao
1/2 Teelöffel Zimt
Die Mandeln sehr fein mahlen, das Eiweiß sehr steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen. Mit Puderzucker, Kakao und Zimt zu einem glatten Teig verkneten und diesen 2 Stunden lang kühl stellen. Die Arbeitsfläche mit etwas Zucker bestreuen, den Teig etwa 4 Millimeter dick ausrollen und mit Zucker bestreuen. Bäumchen oder Herzen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das »Schneegestöber« im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad etwa 7 Minuten backen.
Von Irene Kommer
Gutsles wie bei Muttern
Weihnachten ohne selbst gebackene Gutsle? Für die Pliezhäuserin Irene Kommer ist das nahezu undenkbar. »Seit je her«, verrät sie, »backe ich gerne« - ganzjährig, insbesondere aber im Advent. Früher unterstützte Irene Kommer ihre Mutter bei der Weihnachtsbäckerei, jetzt wird sie selbst unterstützt: von ihren Kindern. Das Rezept für »Nussstangen« stammt aus der Sammlung ihrer Mutter und mundet generationsübergreifend gut.
300 g Weizenmehl
150 g Zucker
300 g gemahlene Haselnüsse
300 g Butter
200 g dunkle Kuchenglasur
Mehl, Zucker, Nüsse und Butter zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Fingerdicke Rollen formen und diese in Stücke zu etwa 5 Zentimetern Länge schneiden. Bei 200 Grad etwa 10 Minuten backen. Die Nussstangen auskühlen lassen, dann bis zur Hälfte in die geschmolzene Kuchenglasur eintauchen und auf einem Gitter trocknen lassen.
Von Anita Freudenmann
Klosterkipferl: Da schlemmt der Mönch
Anita Freudenmann backt sehr gern und freut sich immer über neue Anregungen. Von der GEA-Adventsserie inspiriert, hat sie bereits eine Rezeptveröffentlichung ausprobiert und für »sehr lecker« befunden. Helga Reckes »Schneeflöckchen« sind's, die die Engstingerin nachgebacken hat. Sie selbst bewirbt sich mit »Klosterkipferl« um einen der zehn ausgelobten Preise: »Sie sehen schön aus, gelingen immer und schmecken gut«. Stimmt!
Teig:
50 g Zartbitterschokolade
140 g Mehl
110 g Butter
90 g gemahlene Walnüsse
2 Päckle Vanillin-Zucker
30 g Zucker
1 Eigelb
Glasur:
weiße und dunkle Kuvertüre
Schokolade fein reiben und mit dem Mehl vermischen, Butterflöckchen dazugeben und mit den übrigen Teigzutaten verarbeiten. Den Teig etwa 1 Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen. Dann aus dem Teig Rollen formen, kleine Scheiben abschneiden und daraus Kipferl (Hörnchen) formen, die bei 175 Grad gebacken werden. Nach dem Erkalten die Kipferlenden jeweils in weiße und dunkle Glasur tunken.
Von Hanne Wagner
Diese Träume sind Schoko-Schäume
Träume sind Schäume? Jawohl. Jedenfalls dann, wenn sie aus Schokolade und Eischnee bestehen und von Aktions-Teilnehmerin Hanne Wagner gebacken werden. Traumhaft luftig und leicht, bereiten ihre »Schokoladen-Schäumchen« angenehmen Gaumenkitzel und seien heute zum Nachbacken empfohlen.
3 Eiweiß
500 g Staubzucker
150 g Blockschokolade
Die im Wasserbad erwärmte Schokolade wird mit dem rohen Eiweiß und dem Staubzucker vermischt, kurz zusammengeknetet und auf einer mit Sandzucker bestäubten Arbeitsplatte ausgewellt. Anschließend werden kleine Förmchen ausgestochen (etwa 0,5 Zentimeter dick) und zum Trocknen auf ein mit Backpapier belegtes Blech gesetzt. Später werden die Plätzchen bei schwacher Hitze (75 bis 100 Grad) gebacken. Dabei gehen sie »sehr« auf.
Von Gabriele Kriegs
Hausfreunde zum Anbeißen
Aber hallo: Was Gabriele Kriegs Ehehälfte wohl dazu sagt, dass sich seine Gattin gleich mehrere Hausfreunde angelacht hat? Denn immerhin sind's ganz schön knusprige Kerlchen, die nur drauf warten, vernascht zu werden. Aber: Spaß beiseite. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Hausfreunden um nicht mehr und nicht weniger als weihnachtliches Kleingebäck. Klarer Fall: Manchmal ist weniger einfach mehr!
Teig:
175 g Mehl
75 g Stärkemehl
65 g Zucker
2 Esslöffel Vanillin-Zucker
1 Ei
165 g Butter
Füllung:
Aprikosenmarmelade
Belag:
200 g Marzipanrohmasse
100 g Puderzucker
Verzierung:
Walnusshälften
Schokoladenglasur
Aus den Teigzutaten einen feinen Mürbteig herstellen, ihn etwa eine Stunde ruhen lassen und dann etwa messerrückendick ausrollen. Mit einem Glas runde Plätzchen ausstechen, diese auf ein Blech legen und bei 180 Grad zirka 10 Minuten lang backen. Nach dem Erkalten die eine Hälfte der Plätzchen mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit der anderen Hälfte »deckeln«. Die Plätzchen auf der Oberseite nochmals mit Marmelade bestreichen. Dann Marzipan und Puderzucker verkneten und ebenfalls ausrollen. Mit einem Glas runde Taler ausstechen und diese auf die Plätzchen kleben. Mit Schokoladenglasur bestreichen und mit je einer Walnusshälfte verzieren.
Von Helene Bausch
Älbler Schokoladenbrot
Helene Bausch aus Trochtelfingen muss eine erfahrene und gute Bäckerin sein. Zwar schweigt sie sich über ihre Backgewohnheiten aus, aber das kann sie auch getrost tun. Denn ihr »Schokoladenbrot von der Schwäbischen Alb« überzeugt - gänzlich ohne Worte.
Teig:
6 Eier
250 g Zucker
250 g Butter
250 g gemahlene Mandeln
250 g geriebene Blockschokolade
100 g Mehl
1 Schuss Rum
Glasur:
geschmolzene Schokolade
Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig herstellen und diesen gleichmäßig auf einem gefetteten Blech verteilen. Das Schokoladenbrot im vorgewärmten Ofen bei 170 bis 180 Grad etwa 30 Minuten lang backen, anschließend mit geschmolzener Schokolade überziehen und in 5 X 5 Zentimeter große Würfel schneiden.
Von Ilse Fath
Bärenpratzen aus Donauschwaben
»Meine Bärenpratzen«, schreibt Ilse Fath aus Reutlingen, »sind ein Familienrezept meiner Schwiegermutter«. Es stammt aus Donauschwaben. Ob sie's ihrem Ehemann zu Liebe alle Jahre wieder backt? Es klingt danach. Denn von den elf Sorten, die sie heuer aus dem Ofen gezogen hat, munden ihrem Gatten Mutterns Bärenpratzen noch immer am allerbesten.
250 g Mehl
100 g Zucker
125 g Butter
125 g gemahlene Walnüsse
falls nötig: ein Ei
Alle Zutaten zu einem Teig mischen und diesen im Kühlschrank zwei Stunden lang ruhen lassen. Die Bärenpratzenform leicht mit Puderzucker bestäuben, den Teig eindrücken und ausklopfen. Die so gewonnenen »Rohlinge« auf ein mit Backpapier ausgeschlagenes Blech legen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Die Plätzchen nach dem Erkalten mit Puderzucker bestäuben.
Von Anni Walter
Leckerei von kurzer Lebensdauer
Höchstpersönlich von Anni Walter verfeinert gehen diese Mürbteig-Ausstecherle aus Sonnenbühl weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Schon drei Mal, verrät die backbegeisterte Älblerin, mussten sie und ihr Enkeltöchterle Ann-Sophie die allseits beliebten Gutsle nachbacken. Getreu der Devise: Nachschub bitte nicht stoppen É Ann-Sophie freut's. Die Oma auch. Denn backen macht Freude und naschen natürlich ebenfalls.
400 g Mehl
150 g gemahlene Haselnüsse
300 g Butter
150 g braunen Zucker
1 Zitronen-Aroma
1 Päckle Backpulver
2 Eier
1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
Alle Teigzutaten gut miteinander verkneten, und zwar so lange, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Dann den Teig (abgedeckt mit Folie) portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und mit kleinen Förmchen Ausstecherle herstellen. Diese auf ein Blech legen und bei 180 Grad 15 bis 20 Minuten lang backen. Einen Teil der Ausstecherle mit geschmolzener Bitterschokolade einpinseln. (GEA)
Von Helga Simmendinger
Vieles probiert - vom Klassiker verführt
»Ich habe schon viele Rezepte ausprobiert«, schreibt Helga Simmendinger aus Gomadingen und bekennt: »Aber die klassischen Rezepte vom Ausstecherle bis zum Zimtstern schmecken uns einfach doch am besten.« Einen dieser Klassiker hat die GEA-Leserin ausgesucht: Lebkuchen - ein Rezept aus Donauschwaben mit Familientradition. Denn schon Helga Simmendingers Mutter backte dieses Kleingebäck zur Weihnachtszeit.
Teig:
500 g Honig
500 g Weizenmehl
1 Päckle Backpulver
1/2 Päckle Lebkuchengewürz
2 Rippchen Schokolade
200 g gehackte Walnüsse
1 Messerspitze Nelken
1 Messerspitze Zimt
4 Eier
200 g Butter
Guss:
Rum
Puderzucker
Honig, Schokolade und Butter in einem Topf langsam erwärmen (nicht kochen!), dann Walnüsse und Gewürze zugeben und die Masse abkühlen lassen. Eier unterrühren und zum guten Schluss das Mehl-Backpulver-Gemisch untermengen. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen, den Teig gleichmäßig darauf verteilen und im Heißluftherd bei 180 Grad etwa 25 Minuten lang backen. Aus Puderzucker und Rum eine Glasur anrühren und damit die beiden Riesen-Lebkuchen bestreichen. Anschließend rautenförmige Stücke ausschneiden.
Von Gerda Gerlich
Kipferln mit süßem Innenleben
Das Rezept für diese gehaltvollen Kipferln hat Gerda Gerlich von ihrer Cousine bekommen. Und weil's ihr dermaßen gut schmeckt, backt sie es nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch zu anderen festlichen Anlässen.
Teig:
400 g Mehl
250 g kalte Butter
1 Prise Salz
1 Päckle Vanillin-Zucker
4 Eigelb
3 Esslöffel süße oder saure Sahne
Füllung:
4 Eiweiß
200 g Zucker
250 bis 300 g gemahlene Mandeln
Garnitur:
Puderzucker zum Bestäuben
Sämtliche Teigzutaten verkneten und 50 etwa gleichgroße Kugeln (Durchmesser 3 Zentimeter) formen. Diese zugedeckt über Nacht im Kühlen ruhen lassen. Tags drauf Eiweiß steif schlagen und den Zucker unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Dann die gemahlenen Mandeln unterziehen. Jetzt die Teigkugeln einzeln oval ausrollen, die Mandel-Eiweiß-Masse auf die Teigovale geben. Diese aufrollen, zu Kipferln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Kipferln bei 200 Grad 20 bis 25 Minuten lang backen und danach mit Puderzucker bestäuben.
Von Edeltraud Queisser
Manderltaschen im Backentaschen-Format
Das Rezept für »Manderltaschen« stammt ursprünglich aus Österreich, hat aber längst seinen Einzug in mindestens einem Reutlinger Haushalt gefunden. Nämlich in dem von Edeltraud Queisser, die die kleinen Köstlichkeiten aus Austria auch deshalb so mag, weil sie vergleichsweise filigran anmuten und locker in eine Backentasche passen. Mit einem Happs sind sie weg É
Teig:
250 g Mehl
240 g Butter
70 g Staubzucker
110 g geschälte, geriebene Mandeln
2 Eidotter
1 Teelöffel Vanillin-Zucker
Saft einer halben Zitrone
Garnitur:
120 g geschälte Mandelhälften
200 g Schokoglasur
1 verquirlte Ei
Aus sämtlichen Teigzutaten einen Mürbteig herstellen und diesen vor dem Auswalken eine Stunde kaltstellen. Mit einem gezackten Rund-Ausstecher (Durchmesser 4 Zentimeter) Plätzchen ausstechen und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Jede Teigscheibe am Rand mit einer Mandelhälfte belegen, den Teig von außen nach innen zum Tascherl übereinander schlagen und andrücken. Die Plätzchen aufs Blech legen und im vorgeheizten Ofen etwa 13 Minuten backen (Umluft: 160 Grad, Ober-(Unterhitze: 180 Grad). Die Kekse auskühlen lassen. Derweil die Glasur im Wasserbad erwärmen, die Tascherl mit der Spitze eintunken und trocknen lassen.
Von Andrea Folberth
Appetithappen aus der Nougat-Ecke
Andrea Folberth ist erst 15 Jahre jung und backt meistens aus schierem Spaß an der Freud. In Mutters Backbuch hat sie jüngst ein Rezept für Nougat-Ecken entdeckt und es prompt in die Tat umgesetzt. »Einfach mal ausprobieren«, dachte sich die Eningerin. Und ihre Probe aufs Exempel hat zweifellos geklappt. Lecker!
Teig:
250 g Mehl
1/2 Teelöffel Backpulver
75 g Zucker
1 Päckle Vanillin-Zucker
150 g gemahlene Haselnüsse
200 g Butter
1 Ei
Füllung:
200 g Nougatmasse
Dekoration:
100 g dunkle Kuvertüre
Alle Teigzutaten verarbeiten - erst mit dem Knethaken, dann von Hand. Den glatten Teil vor dem Auswellen etwa eine Stunde lang kalt stellen. 3 Zentimeter große Quadrate ausschneiden und diese im Ofen bei 200 Grad zirka 12 bis 15 Minuten backen. Nougat im Wasserbad schmelzen und mit seiner Hilfe jeweils zwei Plätzchen zusammensetzen. Dann die Plätzchen an einer Ecke bis zur Mitte in geschmolzene Kuvertüre tauchen und trocknen lassen.
Von Cornelia Kaufmann
Der ultimative Knusperhit
Für Cornelia Kaufmann sind sie der »absolute Knusperhit« und mit ihren 130 Kalorien pro Stück gemessen an vielen anderen weihnachtlichen Kalorienbömbchen geradezu ein Klacks: die »Knusperkekse«, die nach Angaben der Reutlinger Hobbybäckerin einfach »immer gelingen«.
300 g Mehl (Typ 405)
1 Prise Salz
1 gehäufter Teelöffel Backpulver
200 g Vollmilchschokolade
100 g abgezogene, gehackte Mandeln
200 g Paranusskerne
275 g weiche Butter
Mark von 2 Vanilleschoten
175 g Rohrzucker
1 Ei
75 g Schokotröpfchen
Puderzucker zum Bestäuben
Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben. Schokolade in zirka 0,5 Zentimeter kleine Würfel schneiden. Mandeln und Paranüsse grob hacken. Fett und Vanillemark in eine Rührschüssel geben und mit dem Quirl des Handrührgeräts cremig schlagen. Zucker hinzufügen und alles etwa drei Minuten durchquirlen. Dann ein Ei und die Mehlmischung unterrühren. Schokoladenstückle und 2/3 der Nussmischung unterheben. Mit zwei Teelöffeln Häufchen (Abstand 4 Zentimeter) auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und dabei etwas auseinander streichen. Schokotröpfchen und die restliche Nussmischung darauf verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad auf der zweiten Schiene von unten 12 bis 15 Minuten backen. Kekse auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. (GEA)
Von Carmen Kommer
Orangen aufs Kipferl getrieben
Mit ihren gerade mal zehn Lenzen ist Carmen Kommer bereits eine tüchtige Weihnachtsbäckerin. Das Rezept für Orangen-Schoko-Kipferl haben sie und ihre Mutter in einer Zeitschrift entdeckt und Carmen findet: »Es ist das beste.«
2 Päckle Orangenback
200 g Zartbitterschokolade
400 g Weizenmehl
200 g Zucker
120 g Speisestärke
2 Teelöffel Backpulver
2 Päckle Vanillin-Zucker
2 Eier
250 g Butter
Schokolade mit einem schweren Messer hacken. Mehl, Speisestärke, Backpulver, Zucker und Vanillin-Zucker in einer Schüssel mischen. Eier, Orangenback, Butter und Schokostückchen zugeben und alles miteinander verkneten. Den Teig etwa 30 Minuten kalt stellen, danach aus ihm Rollen formen und in Stücke schneiden. Diese zu Kipferl (kleinen Hörnchen) formen und auf ein Blech legen. Bei 175 Grad (Umluft: 150 Grad) etwa 15 Minuten backen.
Von Adelheid Rein
Adelheids Altenburger Taler
Adelheid Rein aus Altenburg ist seit über 25 Jahren leidenschaftliche Gutslesbäckerin. Auch ihre drei Kinder sind während der Adventszeit stets mit Feuereifer bei der Sache. Im vergangenen Jahr brachten es die fleißigen Weihnachtsbäcker auf rekordverdächtige 34 Sorten - darunter die »Altenburger Taler«, die heute empfohlen seien.
3 Eiweiß
250 g Puderzucker
1 Vanillin-Zucker
1 gestrichener Teelöffel Zimt
1 Prise gemahlener Kardamom
350 bis 400 g gemahlene Mandeln
100 g gehackte Haselnüsse
60 g Mehl
1 Teelöffel geriebene Organgenschale
1 1/2 Teelöffel Kakao
Eiweiß zu festem Schnee schlagen, Puderzucker sieben und esslöffelweise unterheben. 4 Esslöffel von dieser Masse zur Seite stellen. Dann Vanillin-Zucker, Zimt, Kardamom und so viel gemahlene Mandeln unterrühren bis der Teig kaum noch klebt. Haselnüsse, Mehl, Orangenschale und 1 Teelöffel Kakao unter den Teig kneten, aus diesem vier Rollen Formen (Durchmesser 2,5 Zentimeter), sie in Folie wickeln und 2 Stunden lang kaltstellen. Dann von den Rollen 1 Zentimeter dicke Scheiben abschneiden und aufs Blech legen. Von der bei Seite gestellten Baisermasse zwei Teelöffel abnehmen und den restlichen Kakao unterrühren. Die helle Baisermasse auf die Taler streichen und jeweils einen kleinen Tropfen Kakao-Baiser in die Mitte träufeln. Mit einem Hölzchen spiralförmig verzieren. Dann die Altenburger Taler in den Ofen schieben und bei 130 Grad Umluft (Gas: Stufe 2) etwa 15 Minuten backen.
Von Ingrid Vasseur
Louises Lieblinge: Husarenkrapferl
Wahrlich hitverdächtig munden die »Husarenkrapferl« aus der Küche von Ingrid Vasseur. Formschön und mit einem roten Geleetupfen garniert, zieren sie garantiert jeden Plätzchenteller - wenn auch nicht allzu lange. Denn die weihnachtlichen Leckereien sind ratzfatz verputzt. Zumal dann, wenn sie in die Fänge kleiner Naschkatzen kommen. Etwa in die der vierjährigen Louise. Für das Enkeltöchterchen der Pfullingerin, so ist zu hören, sind »Husarenkrapferl« die Krönung jeder weihnachtlichen Kaffeetafel.
Teig:
1 Vanilleschote
200 g Butter
100 g Zucker
2 Eidotter
1 Prise Salz
300 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
Verzierung:
Puderzucker
150 g Johannis- oder Himbeergelee
Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Dann die Butter mit dem Zucker, den Eigelben, dem Vanillemark und dem Salz verrühren. Über die Masse Mehl sieben und mit den Haselnüssen zu einem Mürbteig verarbeiten. Diesen etwa 2 Stunden lang kalt stellen. Dann aus dem Teig lange Rollen formen, gleichmäßige Scheiben davon abschneiden und diese zu Kugeln formen. In die Kugeln mit einem Kochlöffelstiel kleine Vertiefungen drücken. Die Krapferl bei 160 g Heißluft etwa 12 bis 15 Minuten backen und auskühlen lassen. Später mit Puderzucker besieben, das Gelee erhitzen und die Vertiefungen befüllen. (GEA)
Keks und Co. Liebe Hobbybäckerinnen, liebe Hobbybäcker,
Der Einsendeschluss für Rezepte und Probierpröbchen ist vorbei. Ab heute können keine Rezepte mehr eingereicht werden. Alle Beiträge wurden mittlerweile zur Verkostung an die vier Juroren weiter gereicht. Insgesamt waren es mehr als 70 Teilnehmer, die ihre Gutsle auf den Prüfstand stellen. (ekü)

Augenschmaus und Gaumenfreuden

Hmmmm, lecker! Die beiden GEA-Mitarbeiterinnen Birgitt Dürr (links) und Diana Zach sind im Gutsle-Glück. Meist nehmen sie Rezepte und Versucherle am Anzeigenschalter »nur« entgegen. Hin und wieder dürfen sie aber natürlich auch mal naschen.
GEA-FOTO: PACHER