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Aktuell Schaden

Sanierung des Tonne-Theaters kostet 480.000 Euro

Der Dachschaden am Tonne-Theater ist laut Stadtverwaltung ein Planungsfehler. Die Dachsanierung des Tonne-Theaters soll fast eine halbe Million Euro kosten.

Die Spiegelfassade sieht raffiniert aus: Aber sie ist offensichtlich der Grund für den Schaden.  FOTO: GEA
Die Spiegelfassade sieht raffiniert aus: Aber sie ist offensichtlich der Grund für den Schaden. FOTO: GEA
Die Spiegelfassade sieht raffiniert aus: Aber sie ist offensichtlich der Grund für den Schaden. FOTO: GEA

REUTLINGEN. Kostenexplosion, Mängel bei Planung und Ausführung, ein überfordertes Architekturbüro, Kalamitäten auf der Baustelle: Der Tonne-Neubau stand von Anbeginn unter keinem guten Stern. Nun hat der Theaterbau am Rande des Reutlinger Volksparks, wie berichtet, einen Dachschaden.

Über das weitere Prozedere berichtete Gebäudemanagerin Katja Büchel kurz und bündig im Bauausschuss. Eine ursprünglich angesetzte öffentliche Debatte über den mutmaßlichen Pfusch am Bau fand nicht statt, nachdem sich das Gremium zuvor nicht öffentlich ausgetauscht hatte.

Ein gutes Fünftel des Flachdachs ist laut Büchel undicht. Die Sanierungskosten bezifferte sie auf 480 000 Euro. Da es sich laut Verwaltung um einen Planungsfehler des Architekturbüros handelt, sollen die Kosten auch dort geltend gemacht werden.

Der Schaden wurde bei Wartungsarbeiten an der Dachfläche entdeckt. Analyse: Die gefaltete Spiegelfassade erzeugt einen Lupeneffekt, der den Dachaufbau erhitzt und so Dämm- und Abdichtungsschicht schädigt.

Vogelschutz funktioniert

Erste Maßnahmen haben eine Ausweitung des Schadens auf die Innenräume verhindert. In der Theaterpause von August bis Oktober soll saniert werden. Der Dachaufbau soll dabei teils gänzlich erneuert werden. Eine zusätzliche Kiesschicht wird das Dach vor zu starker Erhitzung schützen.

Der Schadensfall rückt erneut das Lemgoer Architekturbüro h.s.d. ins Rampenlicht, das schon während der Bauzeit für viel Ärger im Rathaus gesorgt hatte.

Die gute Nachricht in Sachen Spiegelfassade: Der Vogelschutz wirkt. Nabu-Experte Roland Herdtfelder hat die Lage beobachtet . Die Streifen an den Spiegeln sorgen offensichtlich für ausreichende Erkennbarkeit. (GEA)