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Aktuell Adventskonzert

Schwungvolles Adventskonzert der Chöre des Liederkranzes Oferdingen

Gerade rechtzeitig zum Adventskonzert fand der gemischte Chor Oferdingen in Diane Räuber noch eine ausgezeichnete neue Chorleiterin. Am Sonntag war die Clemenskirche restlos gefüllt.

Der Kinderchor »Oferdinger Spätzla« brachte mit seinem Sternenputzer-Hit die ganze Kirche zum Tanzen
Der Kinderchor »Oferdinger Spätzla« brachte mit seinem Sternenputzer-Hit die ganze Kirche zum Tanzen Foto: Gabriele Böhm
Der Kinderchor »Oferdinger Spätzla« brachte mit seinem Sternenputzer-Hit die ganze Kirche zum Tanzen
Foto: Gabriele Böhm

REUTLINGEN-OFERDINGEN. Es wurde ein richtig tolles, lebendiges Konzert, voller Wärme und vor grandioser Kulisse. Am Sonntag machten der Gemischte Chor und der Kinderchor »Oferdinger Spätzla« des Liederkranzes Oferdingen 1875 den Gästen, die sogar noch die Emporentreppe in der Clemenskirche füllten, eine große Freude zum Ersten Advent. 2025 blickt der Liederkranz auf sein 150-jähriges Bestehen zurück, was aber erst im nächsten Jahr gefeiert werden soll.

Denn der Verein, Träger der Conradin-Kreutzer-Tafel, hatte lange Zeit mit der vakanten Chorleiterstelle zu kämpfen (der GEA berichtete). Nachdem der bisherige Chorleiter Friedmut Aisenpreis nach 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock niederlegen musste, habe man alles versucht, um einen Nachfolger zu finden, berichtet Vorstand Frank Stähle. Im Dezember 2024 hatte der frühere, langjährige Dirigent Helmut Walz interimsmäßig die Regie übernommen.

Als man die Suche fast aufgegeben hätte, meldete sich im Oktober 2025 Diana Räuber aus der Gegend um Karlsruhe. »Sie hat nach dem Studium in Trossingen den Bachelor in Musik erworben und studiert jetzt Geografie in Tübingen, wo sie auch wohnt,« so Stähle. Schnell habe die junge Frau die Herzen des Chors erobert. »Wir hoffen inständig, dass sie bleibt.« Diana Räuber verspricht, dem Chor zumindest für die nächste Zeit zur Verfügung zu stehen. »Mir gefällt, dass der Chor so motiviert ist, konzentriert mitarbeitet und sich weiterentwickeln möchte«, sagt sie.

Frank Stähle, Vorstand des Liederkranzes Oferdingen, freut sich über die neue Dirigentin Diana Räuber.
Frank Stähle, Vorstand des Liederkranzes Oferdingen, freut sich über die neue Dirigentin Diana Räuber. Foto: Gabriele Böhm
Frank Stähle, Vorstand des Liederkranzes Oferdingen, freut sich über die neue Dirigentin Diana Räuber.
Foto: Gabriele Böhm

Vor dem Adventskonzert gab es noch eine weitere Änderung, die der Chor hervorragend managte. Kinderchorleiter Christoph Straub muss wegen eines Unfalls seit dem Sommer pausieren und fand glücklicherweise sehr guten Ersatz in Kirchenmusikerin Barbara Wissler aus Mittelstadt. Am Klavier begleitete Friedemann Treutlein das Konzert.

Die 15 Kinder eröffneten den Abend mit einem coolen Advents-Rapp, zu dem sie sich sogar eine Choreo ausgedacht hatten. Sie sangen auswendig, engagiert und mit deutlicher Aussprache über die »Stille Zeit« und den »Adventskalender«. Die ganze Kirche zum Tanzen brachten die Kinder mit ihrem »Sternenputzer Blues«. Alle standen auf und putzten mit. Das sorgte für Schwung, strahlende Gesichter, langen Beifall und Bravo-Rufe. In nur vier Proben hatten sich die Jüngsten das alles erarbeitet.

Zuwachs an jungen Leuten

Der Gemischte Chor begann mit zwei Romantikstücken von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Sie klangen dynamisch-lebendig, mit einer sauberen Intonation und einem schönen, ausgewogenen Chorklang. Sängerinnen und Sänger aus drei Generationen standen auf der Bühne, ein beeindruckender Zuwachs an jungen Leuten. Dies geht, so Stähle, auf Chorprojekte zurück, nach denen erfreulicherweise einige Teilnehmer dem Chor erhalten blieben.

Damit geht Hand in Hand, dass auch die Literatur angepasst wird. Mit dem wunderbaren »Hallelujah« von Leonard Cohen, dem mitreißenden Gospel »This little light of mine«, dem sanften »Angels´ Carol« und dem Traditonal »Ding! Dong! Merrily on high« mit Xylophonbegleitung traf der Chor genau den Geschmack der Gäste. Das Publikum, das bei »Adeste Fideles« und »Tochter Zion« im Wechsel mit dem Chor mitsang, sang und klatschte auch gleich die anderen Stücke mit. Auch »Schenke uns Frieden« von Händel war ein sehr gefälliges, eingängiges Stück und die Bitte um Frieden, so Stähle, aktuell besonders wichtig. Natürlich erklatschte sich das begeisterte Publikum eine Zugabe, bevor draußen der Glühweinstand wartete. (GEA)