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Verdi bringt Mitarbeiterbeteiligung bei Schlecker ins Spiel

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zur Rettung der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker eine finanzielle Beteiligung der Mitarbeiter ins Spiel gebracht. Der Fachbereichsleiter Handel in Baden-Württemberg, Bernhard Franke, sagte am Donnerstag in Stuttgart, es müsse auch über ungewöhnliche Wege nachgedacht werden.

Fenster einer Filiale des Drogeriekonzerns Schlecker in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten/Archiv
Fenster einer Filiale des Drogeriekonzerns Schlecker in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten/Archiv
Fenster einer Filiale des Drogeriekonzerns Schlecker in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten/Archiv
Beispielsweise welchen Beitrag die Mitarbeiter leisten könnten. Es gehe um die Umwandlung von tariflichen Ansprüchen in eine Kapitalbeteiligung. Franke könnte sich eine Genossenschaft vorstellen, die sich bei einer neuen Schlecker-Gesellschaft engagieren könnte.

Am Dienstag starten in Ehingen bei Ulm die Gespräche zwischen der Gewerkschaft und dem vorläufigen Insolvenzverwalter über die Pläne für den Personalabbau, berichtete Franke. Er forderte erneut eine starke Unterstützung der Politik in dem Insolvenzfall. Der Fall habe eine »sozialpolitische Dimension« die es rechtfertige, dass der Staat unterstützend eingreife. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will rund 12 000 Stellen streichen und knapp die Hälfte der deutschen Filialen schließen. Er sucht nach Investoren.