Alle Daten an einem Punkt
Die Werkstücke werden von einem Sechsachs-Knickarmroboter aus einem Werkstückträger entnommen und in den Laserstrahl gehalten. Dabei führt er das Werkstück schnell und präzise, damit die Kennzeichnung mit Seriennummer, Herstellerlogo und einem Sicherheits-Prüfzeichen sicher aufgebracht werden kann. Eine schnelle und intelligente Softwarelösung sorgt dafür, dass der Laserstrahl stets im richtigen Winkel auf das Werkstück trifft. Eine Kamera überprüft abschließend das Ergebnis und vergleicht es mit den Werten, die die SAP-Datenbank vorgibt. Nur 12 Sekunden dauert der gesamte Prozess. »Das hat der Hersteller so vorgegeben, damit die großen Stückzahlen gefertigt werden können«, erklärt Ulrich Zeltwanger. Das Schwierigste an der Aufgabe: Alle Daten für den Roboter, den Laser und das Kamerasystem in der SPS an einen zentralen Punkt zu bekommen. SPS steht für speicherprogrammierbare Steuerungen.Die Automation GmbH macht in diesem Jahr circa neun Millionen Euro Umsatz. Hier werden auch Montageprüflinien für Pumpen und Heizkörper gefertigt. In Dußlingen ist zudem noch die Dichtheits- und Funktionsprüfsysteme GmbH beheimatet. Sie steuert etwa zwei Millionen Euro zum Umsatz bei. Beispielsweise wurde jüngst für Daimler-Lkw-Motoren Systeme für die Dichtheitsprüfung geliefert. Die Maschinenbau GmbH mit Sitz in Tübingen und einem Standort in Dußlingen ist das stärkste Standbein mit circa 21 Millionen Euro (Vorjahr 18 Mio.) Umsatz. Die Autoindustrie ist über alle Betriebe hinweg der wichtigste Abnehmer. Andere Kunden gehören der allgemeinen Industrie wie beispielsweise die Elektronikbranche an. Alle Produkte sind kundenspezifisch.
270 Personen werden in der Gruppe beschäftigt. Immer wieder werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Einen Fertigungsstandort gibt es in Tschechien. Hier werden von 23 Mitarbeitern Edelstahlgestelle für Lebensmittelmaschinen hergestellt. Umsatz: fünf Millionen Euro. Die Produktionsfläche wurde hier verdreifacht. In den USA wurde in 2014 eine Million Euro investiert. 16 Beschäftigte erwirtschaften drei Millionen Euro Umsatz. Ein amerikanischer Mitarbeiter hatte jüngst die Gelegenheit bekommen, in Deutschland die Duale Ausbildung zu machen. Aufgrund besonderer Fertigkeiten habe der Mitarbeiter in einem Jahr die Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht. In Deutschland sind drei Jahre vorgesehen.
Zweiter Bauabschnitt kommt
Am Hauptsitz in Tübingen war im vergangenen Jahr eine Grundstücksfläche von 1,2 Hektar von der Stadt erworben worden. Die Planung für den Bauabschnitt II ist im vollen Gange. Sechs bis acht Millionen Euro werden in Tübingen investiert. Die Umsetzung erfolgt in den Jahren 2015 und 2016. Der Zweigbetrieb Maschinenbau Im Steinig (Dußlingen) kommt dann nach Tübingen.Mit der Neustrukturierung geht auch die gewerbliche Ausbildung von Dußlingen an den Standort Tübingen zurück. 33 Auszubildende sind derzeit im Unternehmen. Industriemechaniker, Kaufleute, Softwareentwickler sind die dominierenden Berufe. Auch der Weg über die Duale Hochschule wird den Auszubildenden angeboten. (GEA)
