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Reutlinger Maschinenbauer Manz steigt bei Customcells Tübingen ein

Das Gebäude der Firma Manz in Reutlingen.
Das Gebäude der Firma Manz in Reutlingen. Foto: dpa
Das Gebäude der Firma Manz in Reutlingen.
Foto: dpa

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Die börsennotierte Manz AG mit Sitz im Industrie-gebiet Reutlingen-Nord/Kirchentellinsfurt (Mahden) beteiligt sich mit 40 Prozent an der Customcells Tübingen GmbH. Damit baue das Maschinenbauunternehmen Manz die seit etwa zweieinhalb Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Batteriezellen-Hersteller weiter aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Manz AG weiter. Über finanzielle Einzelheiten der Beteiligung sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Unternehmensgruppe Customcells mit nun 150 Beschäftigten (Hauptsitz: Itzehoe/Schleswig-Holstein), zu der die Tochterfirma in Tübingen gehört, ist den Angaben zufolge führend in der Entwicklung und Serienfertigung modernster Lithium-Ionen-Batteriezellen. Bekannt wurde der Firmenverbund als Partner der Porsche AG bei einem Gemeinschaftsunternehmen zur Zellproduktion namens Cellforce Group GmbH.

Die Customcells Tübingen GmbH und die Cellforce Group GmbH sind derzeit beide am Manz-Standort in Tübingen eingemietet. Wie berichtet, plant Cellforce Group im Industriegebiet Reutlingen-Nord gegenüber dem Hauptsitz der Manz AG den Bau einer Fabrik für Hochleistungs-Batteriezellen für Elektroautos.

Manz-Chef Martin Drasch (links) und Leopold König, Geschäftsführer von Customcells.  FOTO: MANZ
Manz-Chef Martin Drasch (links) und Leopold König, Geschäftsführer von Customcells. Foto: Manz
Manz-Chef Martin Drasch (links) und Leopold König, Geschäftsführer von Customcells.
Foto: Manz

»Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Customcells ist der Aufbau von Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batteriezellen für Kunden aus dem Aviation-Sektor, die besonders hohe Anforderungen an die Leistungsdichte und Sicherheit der Batteriezellen haben«, wird Martin Drasch, Chef der weltweit 1 400 Manz-Beschäftigten, zitiert. Mit der in Tübingen bei Customcells entstehenden Pilotfertigungsanlage sollen demnach neue Zell- und Anlagenkonzepte für Wachstumsindustrien wie die batteriebetriebene Luftfahrt entwickelt werden. Zudem eröffne die Zusammenarbeit Manz über bestehende Kundenbeziehungen von Customcells Zugang zu neuen Kunden aus der Automobil- und Elektronikindustrie.

»Wir bringen das Beste aus zwei Welten zusammen. Dieser Schritt wird uns helfen, unsere Produktion noch effizienter zu gestalten, Servicezeiten zu minimieren und durch kontinuierliche Begleitung der Prozessstabilität die Ausschussrate deutlich zu verringern«, stellte Leopold König, Geschäftsführer von Customcells, fest. (GEA)