ALBSTADT. Nach der Insolvenz des traditionsreichen Textilmaschinenbauers Mayer & Cie. in Albstadt haben mehrere Unternehmen aus der Region Auszubildende des Betriebs übernommen. Auch Groz-Beckert beteiligt sich an der Initiative und führt die Ausbildung von fünf jungen Menschen fort. Insgesamt fanden alle bisherigen Auszubildenden von Mayer & Cie. eine Anschlusslösung – Ausbildungsabbrüche konnten damit vollständig vermieden werden.
Bei Groz-Beckert setzt seit dem 1. Januar 2026 eine angehende Industriekauffrau ihre Ausbildung im ersten Lehrjahr fort. Zum 1. Februar folgen ein Industriemechaniker im zweiten Lehrjahr sowie drei Industriemechaniker im dritten Lehrjahr, die in laufende Ausbildungsprozesse integriert werden.
Die Übernahme erfolgte in enger Abstimmung zwischen Mayer & Cie., Groz-Beckert und den weiteren beteiligten Betrieben. Ziel war es, kurzfristig tragfähige Lösungen für die betroffenen Auszubildenden zu finden – ein Vorhaben, das nach Angaben der Unternehmen in allen Fällen gelungen ist.
Neben Groz-Beckert haben acht weitere Firmen aus der Region ehemalige Azubis von Mayer & Cie. übernommen: die Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH, die Gühring KG, die Johs. Boss GmbH & Co. KG, die Karl Küfner GmbH & Co. KG, die Mey GmbH & Co. KG, die Peter Müller GmbH, die Trigema W. Grupp KG sowie die Wagner Glas- und Metallbau GmbH.
Die beteiligten Unternehmen sehen ihr gemeinsames Vorgehen als Beitrag zur Stabilisierung des regionalen Ausbildungsmarktes. Für Groz-Beckert ist die Nachwuchssicherung eigenen Angaben zufolge ein zentraler Bestandteil der langfristigen Standortstrategie.
Groz-Beckert ist weltweit führend in der Herstellung industrieller Maschinennadeln, Präzisionsteile und Feinwerkzeuge für die textile Flächenherstellung. Zur Unternehmensgruppe gehören neben Groz-Beckert auch TKM und solidian. Der Konzern erzielte 2024 mit rund 9.400 Beschäftigten einen Umsatz von 839 Millionen Euro und ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten in mehr als 150 Ländern vertreten. (pm/GEA)

