»Die vorläufige Rettung offenbar nicht rentabler Schlecker-Filialen durch die öffentliche Hand ist aller Voraussicht nach nicht nachhaltig«, sagte etwa der Sprecher von Birgitta Wolff (CDU), Wirtschaftsministerin in Sachsen-Anhalt. »Dies gefährdet im schlimmsten Fall Arbeitsplätze bei Mitbewerbern von Schlecker, die ihre Geschäfte rentabel führen«, sagte der Sprecher. Falls entsprechender Antrag eingehe, werde er jedoch geprüft.
Zuvor hatte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) dem Unternehmen Bürgschaften für eine Transfergesellschaft versprochen. Das Angebot gilt auch für den Fall, dass sich ein seriöser Investor zur Rettung des Unternehmens findet. Winfried Kretschmann (Grüne) sieht den Bund in der Pflicht, das Bundeswirtschaftsministerium verweist auf die Länder. Zuständig sei Baden-Württemberg. Da es Betriebsstätten in fast allen Bundesländern gibt, müssten sich die Länder untereinander über die Verteilung des Risikos einigen. (dpa)

