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Viel los bei der Engstinger Hockete beim Sauerbrunnen

Das Fest rund um den Kleinengstinger Sauerbrunnen zog bei bestem Wetter scharenweise Besucher an. Mehrere Vereine sorgten für Verköstigung und Programm

Foto: Gabriele Leippert
Foto: Gabriele Leippert

ENGSTINGEN. Weil das Wetter dieses Jahr so richtig perfekt war, die Sonne ohne Unterlass vom Himmel brannte und mehr als 30 wohlige Sommergrade bescherte, strömten die Besucher am Wochenende in Scharen nach Kleinengstingen. Wie immer am zweiten August-Wochenende stand dort die Hockete beim Sauerbrunnen an, der 1580 entdeckten Wasserstelle und einzigen Mineralquelle der Albhochfläche, nach der dieses Fest benannt wurde.

Die Feuerwehr, der Albverein sowie der Ortschaftsrat und der erst im Frühjahr neu gegründete Heimat- und Backverein hatten bei der 43. Auflage an einem Strang gezogen und den Platz rund ums Rathaus und den historischen Dorfbrunnen in eine heimelige Festmeile verwandelt. Schon früh am Samstagmorgen machte weithin in der Luft liegender Wohlgeruch köstlicher Backwaren und dunkel aufsteigender Rauch aus dem Backhauskamin die Bewohner darauf aufmerksam, dass diese traditionelle Hockete bevorstand.

Kindervolkstanzgruppe

Wie immer eröffneten die Böllerschützen der Schützengilde Engstingen mit donnernden Salven das Festwochenende, der Posaunenchor umrahmte den offiziellen Auftakt musikalisch, die Kindervolkstanzgruppe des Albvereins – die Jüngsten gerade mal drei Jahre alt – begeisterte mit flotten Tänzen. Er freue sich sehr, dass schon beim Auftakt so viele Besucher anwesend seien, meinte Ortsvorsteher Thorsten Rehmann in seiner Begrüßung und forderte die Gäste auf, das Fest zu genießen, denn »’sWetter hält«.

Auch Bürgermeister Mario Storz freute sich über die große Besucherzahl »am Wahrzeichen des Ortes, an einem Wochenende, an dem man auch auf der Alb mal wieder raussitzen kann«, blickte der Gemeindechef kurz auf die letzten Wochen, in denen man dieses Vergnügen nicht gehabt habe. Sein Dank galt den Vereinen, die das Fest möglich gemacht hätten, und den zahlreichen Helfern für ihr Engagement.

Auch freute sich der Schultes, dass der Heimat- und Backverein neu zu den Ausrichtern zählte. »Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Backhäuser zu betreuen, die Backkultur am Leben zu erhalten und damit auch ein Stück Tradition in der Gemeinde zu bewahren«, lobte Storz und dankte dem Bäckerteam, das »den heißen Temperaturen« trotzte. »Das darf man nämlich nicht unterschätzen.«

Dann hatte der Bürgermeister mal wieder eine Überraschung parat. »Es ist nämlich die erste Sauerbrunnenhockete für Thorsten Rehmann als Ortsvorsteher, auch hat er bisher noch nie ein Bierfässchen angestochen«, grinste Storz und gab den Holzschlegel für den Fassanstich einfach an Rehmann weiter. Unter Beobachtung der CDU-Abgeordneten Michael Donth (MdB) und Manuel Hailfinger (MdL) gelang die Premiere aber treffsicher in drei Schlägen und die Hockete nahm ihren Lauf.

Die Verantwortlichen hatten eine bunte Mischung an Unterhaltung organisiert. Der Sonntag begann mit einem Zeltgottesdienst, später konnten Besucher bei einem Flohmarkt der Kirchengemeinde allerlei Kostbarkeiten erstehen. Ein Kinderprogramm, darunter Kinderschminken und Spielstationen, sorgte für Unterhaltung der kleinen Besucher.

Zahlreiche Helfer versorgten die Gäste mit Köstlichkeiten, so etwa Maultaschen in der Brühe oder Schnitzel mit Kartoffelsalat, Schupfnudeln mit Kraut, Wurstsalat, Salatteller oder die obligatorischen Grillwürste und Pommes. Die Eltern der Kindergarten- und Grundschulkinder boten im Rathaus leckere Kuchen und Torten mit Kaffee an. Und natürlich fanden auch die Resultate aus dem Backhaus große Nachfrage. Frische Bauernbrote, deftige Scherrkuchen oder köstlicher Hefezopf gingen in großer Zahl über die Theke. (GEA)