MEHRSTETTEN. Das Event – organisiert vom Trecker-Team Mehrstetten - lockte zahlreiche Besucher aus der ganzen Region an und sorgte für eine ausgelassene, fröhliche Stimmung. Bereits am Samstagabend gab es die Möglichkeit, sich auf den Höhepunkt am nächsten Tag bei der Party in der Scheune mit DJ Michael Gierk einzustimmen. Am Sonntag herrschte dann schon in aller Früh geschäftiges Treiben beim Einwiegen der landwirtschaftlich genutzten Maschinen. Nach und nach wurden es immer mehr kleine und große Zugfahrzeuge, denn eine Voranmeldung war nicht notwendig gewesen: »Im letzten Jahr kamen 165 Schlepper, das können wir dieses Mal toppen«, freute sich Julian Mayer, Vorsitzender des Trecker-Teams.
Die Atmosphäre war von einer Mischung aus Spannung und Vorfreude geprägt. Aus einem Umkreis von rund 150 Kilometern waren die Teilnehmer angereist, um in insgesamt neun unterschiedlichen Gewichtsklassen gegeneinander anzutreten. So auch ein Mann aus Bayern mit seinem 15 PS-starken, geschmückten und herausgeputzten Traktor, der vor allem wegen des hohen Unterhaltungswerts zum Wettkampf antrat. Ob klein oder groß, schwach oder stark - es ging nicht nur um rohe Kraft, sondern auch um Geschicklichkeit und Technik. Steffen Platz vom Veranstalter-Team sprach von einem »Zusammenspiel von Mensch und Maschine«. Beide müssten sich jeder Situation anpassen, dabei jederzeit ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen. Außerdem spielten auch der optimale Reifendruck, die richtige Gang- und Drehzahlwahl sowie die Entscheidung, in welcher Spur gefahren werde, eine wesentliche Rolle. Und natürlich ging es auch um den Spaß, dabei zu sein, zu sehen und gesehen zu werden, sich auszutauschen und die Geselligkeit zu genießen.
Das sportliche Spektakel wurde begleitet von lautstarken Motorengeräuschen: Die Dieselschlepper röhrten und qualmten kräftig aus vollen Rohren. Das Dröhnen der Motoren, das Durchdrehen der Reifen auf dem dreckigen Boden und das allgemeine Getöse sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre, die die Zuschauer in ihren Bann zog. »Die Strecke wird nach jedem Zug mit einem Planierschild wieder eben gemacht«, erklärte Steffen Platz. Die zunächst erschwerten Bedingungen, die durch den Regen am Vorabend auf dem Acker entstanden waren, besserten sich von Stunde zu Stunde. »Leicht feucht und griffig, das ist optimal. Und für die Zuschauer auch nicht so staubig wie in den Jahren zuvor.« Viele Teilnehmer hatten auf extra von ihnen hergeschafften Anhängern Platz genommen, um einen perfekten Überblick über das Geschehen zu haben und sich gegenseitig anfeuern zu können. Währenddessen strömten viele begeisterte Zuschauer an den Rand der Wettkampfbahn, um keinen Moment zu verpassen.
Beim Wettziehen zeigte sich die sportliche Seite des Trecker-Trecks. Hier galt es, den je nach Gewichtsklasse des Traktors beschwerten Bremswagen möglichst weit über die Strecke zu ziehen. Trotz der rauchenden Motoren und der lauten Klänge lag die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf den kleinen Details: der Technik, der Geschicklichkeit und dem Teamgeist. Wieder hat das Trecker-Team ein gelungenes Event auf die Beine gestellt, das nicht nur durch die beeindruckenden landwirtschaftlichen Maschinen, sondern vor allem durch die ausgelassene Stimmung, die lauten Motoren und den Geruch von Diesel und Dreck beeindruckte. (GEA)



