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Spatenstich für die neue Mensa in Gomadingen

Der Bagger ist schon da: Schon in einem Jahr sollen die Kinder der Sternbergschule in der neuen Mensa essen können.

Beim Spatenstich durften alle Kinder der Sternbergschule mitmachen.
Beim Spatenstich durften alle Kinder der Sternbergschule mitmachen. Foto: Marion Schrade
Beim Spatenstich durften alle Kinder der Sternbergschule mitmachen.
Foto: Marion Schrade

GOMADINGEN. Bei den Kindern der Sternbergschule stand am Freitagmorgen etwas ganz Einmaliges auf dem Stundenplan: Nicht nur der Bürgermeister und Baufachleute durften zur Feier des besonderen Tages zum Spaten greifen, sondern auch die rund 75 Mädchen und Jungen selbst. Schließlich sind sie es, die die neuen Räume nutzen werden, die auf dem Schulgelände entstehen. Gebaut wird eine neue Mensa, der Zeitplan ist sportlich: Kaum waren die Kinder wieder im Klassenzimmer, legten die Bauarbeiter und der Baggerfahrer auch schon los. »Noch vor Weihnachten 2026«, sagte Bürgermeister Klemens Betz in seiner Rede, soll die Mensa bezugsfertig sein. Bereits in drei Monaten soll so viel zu sehen sein, dass die Schulgemeinschaft wieder etwas zu feiern hat: das Richtfest.

Gebaut wird auch, aber nicht nur, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Ganztagsbetreuung zu erfüllen. Bisher essen die Kinder in der Schulküche, die zwar gemütlich, aber zu klein ist - maximal 40 Kinder können dort gleichzeitig beim Mittagessen sitzen, erklärte Betz. Die Küche bleibt und wird künftig vom Kindergarten genutzt, wenn die Grundschüler ihre Mensa bezogen haben. Für die Mensa wird der Gebäudetrakt, der Schule und Sternberghalle verbindet, umgenutzt. Die Umkleidekabinen und Sanitäranlagen, die bisher dort untergebracht sind und vor rund 20 Jahren grundlegend saniert wurden, kommen raus.

Sporttreibende können sich natürlich auch in Zukunft umziehen und frisch machen, allerdings ganz woanders: Der Umkleidebereich wird komplett neu gebaut, und zwar unter der Erde. Die Halle liegt tiefer als die Schule, bisher mussten die Sportler von der Umkleide die Treppe hinunter in die Halle. »Nun wird alles auf einem Niveau sein und deshalb auch barrierefrei«, freut sich der Bürgermeister über die clevere Lösung, von der alle profitieren, die die Halle nutzen.

Neue Umkleide- und Duschräume für die Halle

Hinter den Geräte-Garagen in der Halle wird ein sogenannter Stiefelgang gebaut, über den die neuen Umkleide- und Duschräume zu erreichen sind. Der Korridor geht vor bis zur Bühne - bei Schulaufführungen, Konzerten oder Festakten können Akteure nach dem Umbau unsichtbar nach vorne gehen und auf ihren Auftritt warten. Neben der neuen Mensa samt Küche wird auch ein Ruheraum entstehen, außerdem soll es möglich sein, bei schönem Wetter draußen zu essen und zu sitzen.

Man hätte die Mensa auch auf der »grünen Wiese« links vom Haupteingang der Schule bauen können, so Betz. Aber: Damit hätte man nicht nur Platz verschenkt, sondern auch zwei Klassenzimmern viel Licht weggenommen. Deshalb fiel die Wahl auf die andere Lösung, die allerdings auch etwas teurer sei als ein Neubau, erläuterte der Bürgermeister. Die Kosten für die Gemeinde halten sich dennoch in Grenzen: Von den rund 1,5 Millionen Euro sind 1,3, Millionen aus Fördertöpfen gedeckt.

»Wenn der Satz, dass ein Hausbau nie fertig ist, auf ein Gebäude zutrifft, dann ist es die Sternbergschule«, sagte Betz bei der kleinen Feier, die die Kinder mit der Schulhymne umrahmten. Auch dafür, dass die Baustelle ein bisschen hübscher und bunter wird, haben sie gesorgt: Im Kunstunterricht haben sie Tiere und Blumenwiesen gemalt. Die Bilder wurden auf große Banner gedruckt und an den Bauzaun gehängt. 1965 wurde die Schule samt Halle gebaut, seitdem gab es etliche Sanierungen und Umbauten. Das Gebäude hat sich mit der Bildungs- und Betreuungslandschaft verändert, die größte davon war das Ende der Hauptschule vor 15 Jahren. Noch im selben Jahr zog damals der Kindergarten in die frei gewordenen Räume ein. (GEA)