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Sänger zauberten Weihnachtsstimmung in die Oberstetter Kirche

Die Sängerrunde Hohenstein und der Chor hatmanntöne hatten zu ihrem traditionellen Konzert am dritten Advent in die Heilig Kreuz-Kirche in Oberstetten eingeladen. Marco Fürste aus Kleinengstingen begeisterte als Akkordeon-Solist.

Männerstimmen in Perfektion waren am Sonntag in der Oberstetter Kirche zu hören.
Männerstimmen in Perfektion waren am Sonntag in der Oberstetter Kirche zu hören. Foto: Kirsten Oechsner
Männerstimmen in Perfektion waren am Sonntag in der Oberstetter Kirche zu hören.
Foto: Kirsten Oechsner

HOHENSTEIN-OBERSTETTEN. Um Oberstetten herum herrschte bei dichtem Nebel alles andere als eine weihnachtliche Stimmung, die schufen jedoch 23 Sänger, ihre Dirigentin Bärbel Haarmann-Thiemann und Akkordeon-Solist Marco Fürste in der Heilig Kreuz-Kirche bei ihrem traditionellen Konzert am Abend des dritten Advents. Am Ende gab es stehende Ovationen und Bravo-Rufe für die Akteure und von denen selbstverständlich eine Zugabe, bevor sich Sänger und Zuschauer im Dorfgemeinschaftshaus zum gemütlichen Abschluss trafen.

Mit Liedern auf Deutsch, Englisch, Latein (»Hodie Christus natus est«) und sogar Russisch (»Tebje pojem«) zog internationales Flair in die Kirche ein, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Weihnachten ist zwar ein besinnliches Fest, und zahlreiche Weisen sind es dementsprechend auch, aber gerade Gospels oder auch die »Petersburger Schlittenfahrt« sprühen vor Leben. Mit »The sound of silence« von Simon & Garfunkel erklang indes auch ein Lied, das zwar nichts mit der (vor-)weihnachtlichen Zeit zu tun hat. Aber dafür mit der Ruhe, die viele Menschen angesichts der Hektik nicht mehr finden.

Marco Fürste begeistert

Das Konzert der Sänger der Sängerrunde Hohenstein und von hatmanntöne war unter dem Motto »Ein perfektes Weihnachtsfest?!« gegliedert in die verschiedenen Themenblöcke Stille, Geschenke, dem Wunsch nach Frieden, dem Tannenbaum als ein Symbol des Festes, dem Winter als solches und festliche Stimmung. Immer intonierten die Sänger die passenden Lieder, mal waren es die zwölf Männer der Sängerrunde oder die 16 von »hatmanntöne«, wobei es Überschneidungen gibt und der eine oder andere in beiden Chören singt. Und dann kamen immer wieder alle Sänger zusammen – was für ein Klangkörper. Noch beeindruckender war es, als sich das Publikum den insgesamt 23 Sängern singend anschloss. Das war bei »Morgen, Kinder wird’s was geben«, »O Tannenbaum« und »Leise rieselt der Schnee« der Fall – das sorgte durchaus für Gänsehautmomente bei allen Beteiligten.

Wie Sängerrunde-Vorsitzender Hans Holzhauser erklärte, wird zum Adventskonzert traditionell ein musikalischer Gast eingeladen. Dieses Jahr war es mit Marco Fürste ein junger Akkordeonspieler aus Kleinengstingen, der mit seiner Fingerfertigkeit an dem Instrument faszinierte. Geradezu atemberaubend war seine Interpretation von »Winter« aus Vivaldis »Vier Jahreszeiten«, regelrecht unter die Haut ging »Pièce dans le style ancien«.

Kritische Überlegungen

Für das Gesamtkonzept des Konzertabends und dessen musikalische Leitung zeichnete Bärbel Haarmann-Thiemann verantwortlich, die beide Chöre dirigiert. Sie hatte zu den Themenblöcken Texte verfasst, die von einzelnen Sängern vorgetragen wurden. Dabei gab’s durchaus viele Informationen zu hören, aber auch die eine oder andere kritische Überlegung zum Thema Frieden oder künstliche Christbäume, Konsumrausch oder das Wesen des Schenkens.

Beide Chöre bestachen einmal mehr durch ihren ausgefeilten Gesang und die stimmliche Präsenz der Sänger. Wobei Vorsitzender Holzhauser am Ende des Konzertabends nicht um einen Werbeblock herum kam: »Wir würden uns über Verstärkung freuen«, machte er deutlich – »Nachwuchs« in jedem Alter sei dringend gesucht und willkommen. (GEA)

Mit gerade mal 19 Jahren ist Marco Fürste bereits ein ganz großer Solist auf dem Akkordeon.
Mit gerade mal 19 Jahren ist Marco Fürste bereits ein ganz großer Solist auf dem Akkordeon. Foto: Kirsten Oechsner
Mit gerade mal 19 Jahren ist Marco Fürste bereits ein ganz großer Solist auf dem Akkordeon.
Foto: Kirsten Oechsner