Wie schon in den Jahren zuvor wurde das Fest am Samstag mit dem Treffen historischer Segelflugzeuge begonnen. Die alten und teils seltenen Modelle glänzten im schönsten Sonnenschein nicht nur mit ihrem Äußeren, sondern vor allem auch mit ihrer Flugfähigkeit. So wie die Olympia-Weihe aus dem Jahr 1943, die in Kriegszeiten versteckt, danach wieder in die Öffentlichkeit geholt wurde und die 1959 den bis heute weltweit ungeschlagenen Höhenrekord von 10 500 Metern aufstellte. Dieses Flugzeug beeindruckte auch durch seinen Originalzustand, während ein Schulgleiter aus dem Jahr 1938 doch etliche nachgebaute Teile intus hatte.
Mit Meistertiteln zurück
Abends wurde laut Udo Markert »schee gmütlich« gefeiert zur Musik von Alleinunterhalter Joe Vox, der die Gäste mit auf eine Reise durch die Welt von Rock, Pop, Blues und Soul nahm. Auch nutzte der Vorsitzende die Gelegenheit, zwei der derzeit erfolgreichsten Sportler auszuzeichnen. Dennis Konieczny wurde vergangene Woche bei den Deutschen Meisterschaften im Segelkunstflug im thüringischen Gera Deutscher Vizemeister, sein Vereinskamerad Jens Holnaicher holte sich in der Advanced-Klasse sogar den Siegerpokal.Der erst 19-jährige Engstinger ist damit der jüngste Pilot in der Geschichte der Titelkämpfe. Damit ist er jetzt automatisch Mitglied der Nationalmannschaft und wird nächstes Jahr an der Weltmeisterschaft in Torun (Thorn) in Polen teilnehmen.
Natürlich zeigte der frisch gebackene Champion am Sonntag auch seine Siegerkür. Zur Musik »Sounds of Silence« präsentierte er Loopings und Rollen in verschiedenen Variationen, seine Schlussdrehung und Landung mit farbiger Rauchpatrone wurde von den zahlreichen Zuschauern mit großem Beifall bedacht.
Akrobat am Himmel
Den erhielt auch Benni Striebe für einen spektakulären Motorkunstflug mit seiner Gilles. Egal ob ein steiler Aufschwung, gerissene Rollen, klassische und sogar halb negative Loopings oder ein Rückenflachtrudel – die Zuschauer konnten nur staunen, welche akrobatischen Kunststücke der Pilot aus dem Allgäu demonstrierte. »Wenn i do drin gsessa wär, wär mir s' Mittagesssa wieder entgegakomma«, witzelte Elmar Herter, Brauchtumsmeister und Urgestein der Hayinger Fasnet, verblüfft.Modellflugvorführungen und die Möglichkeit zu Rundflügen in verschiedenen Flugzeugen ergänzten das bunte Programm auf dem Hayinger Digelfeld. Für schwungvolle Umrahmung sorgte die Stadtkapelle, etliche Helfer versorgten die Besucher mit Maultaschen, sauren Kutteln oder Steaks vom Grill und den üblichen heißen Roten. (lpt)

