Logo
Aktuell Gemeinderat

Hohenstein gehört zu den sichersten Gemeinden im Landkreis Reutlingen

Im Hohensteiner Gemeinderat ist der Kriminalitätslagebericht 2024 vorgestellt worden. Die Gemeinde gehört zu den sichersten im Landkreis, obwohl die Zahl der Straftaten zugenommen hat.

Mehrere Wohnungseinbrüche hatte es im vergangenen Jahr in Oberstetten gegeben. Sie ließen die Gesamtzahl der Delikte in der Geme
Mehrere Wohnungseinbrüche hatte es im vergangenen Jahr in Oberstetten gegeben. Sie ließen die Gesamtzahl der Delikte in der Gemeinde Hohenstein ansteigen. Foto: Frank Rumpenhorst / DPA/dpa
Mehrere Wohnungseinbrüche hatte es im vergangenen Jahr in Oberstetten gegeben. Sie ließen die Gesamtzahl der Delikte in der Gemeinde Hohenstein ansteigen.
Foto: Frank Rumpenhorst / DPA/dpa

HOHENSTEIN. Für Christian Ruckh, Leiter des Polizeipostens Alb in Engstingen, ist Hohenstein ein »lebenswerter und sicherer Lebensraum«. Und dies trotz der insgesamt 63 Straftaten, die im vergangenen Jahr registriert wurden. Das sind zwar neun Fälle mehr als im Vorjahr, was einer Zunahme von 16,7 Prozent entspricht, Ruckh zeigte sich im Gemeinderat deshalb aber nicht beunruhigt. »Der Kriminalitätslagebericht soll hauptsächlich den Trend in Hohenstein anzeigen und der zeigt keinerlei Ausreißer. Maßnahmen sind nicht notwendig«, so Ruckh.

Die Kriminalitätsbelastungszahl, also die auf 100.000 Einwohner hochgerechnete Anzahl an Straftaten, liegt bei 1.648. Im landkreisweiten Vergleich weist die Gemeinde damit den sechstniedrigsten Wert auf. Auch die Zahl der Straftaten im Bereich des Zehnjahresdurchschnitts und die objektive Sicherheitslage bewertete Ruckh als »sehr gut«. Die Statistik, das machte er deutlich, sage nichts aus über schwere Taten, außerdem gebe es immer zahlreiche Dunkelfälle, etwa beim Betrug oder bei häuslicher Gewalt, die nicht gemeldet werden und somit auch nicht im Kriminalitätslagebericht auftauchen.

Mit 16 Fällen sind die meisten Delikte im einfachen Diebstahl zu finden, sechs Fälle gab es im Bereich schwerer Diebstahl. Hier ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Darunter sind vier Wohnungseinbrüche und sieben Fahrzeugdiebstähle. Weiterhin tauchen sieben Betrugsdelikte, acht Sachbeschädigungen, sechs Beleidigungen, zwei Rauschgiftdelikte und neun sonstige Fälle in der Statistik auf. Für Gemeinderat Markus Tress war insbesondere bei der Serie der Wohnungseinbrüche in Oberstetten die verstärkte Präsenz der Polizei ein wichtiger Sicherheitsaspekt. »Kurzzeitig« sei in dieser Phase das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt gewesen, räumt der Kriminalitätslagebericht ein. Die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung, die während der Pandemie vorgenommen wurde, hat laut Ruckh aber eher nichts damit zu tun. »Natürlich, Beleuchtung bringt ein Sicherheitsgefühl. Aber wenn Licht ist, kann der Einbrecher auch besser schaffen.«

Deutlich zugenommen haben auch die Sachbeschädigungen mit acht Straftatbeständen. Ordnungspolizeiliche Brennpunkte hat es in der Gemeinde Hohenstein aber nicht gegeben, für Bürgermeister Simon Baier eine wichtige Botschaft, die auch mit der starken Gemeinschaft in Hohenstein zusammenhängt. Während der Einbruchserie und einer Betrugsserie bei Senioren habe die Gemeinde mit Präventionsmaßnahmen reagiert und die Bürgerschaft informiert und zur Vorsicht ermahnt, erklärte er. (GEA)