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Aktuell Abgaben

Gute Nachricht für Gomadingen: Fast nichts wird teurer

Der Gomadinger Gemeinderat hat Gebühren und Entgelte für das kommende Jahr festgelegt.

Geld
Eurobanknoten in einer Geldkassette. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul
Eurobanknoten in einer Geldkassette. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul

GOMADINGEN. Gute Nachricht für alle Gomadinger: In ihrer Gemeinde wird im kommenden Jahr, vom Abwasser und der Niederschlagswassergebühr einmal abgesehen, nichts teurer. Auch nicht für Firmen, denn an der Gewerbesteuer wird ebenfalls nicht gerüttelt. Für Bürgermeister Klemens Betz steht daher fest, dass die Gemeinderatssitzung im Dezember für die Gomadinger Bürger die wichtigste im Jahr ist. Warum? Weil dort die Gebühren und Entgelte für die kommenden zwölf Monate festgelegt werden.

Betz machte erneut vollmundig Reklame für seine Gemeinde: »Das Leben bei uns ist nach wie vor am attraktivsten und mit Abstand am günstigsten.« Mit dem ersten Beispiel bezog er sich aufs Frischwasser, für das die Gomadinger 2,59 Euro pro Kubikmeter bezahlen müssen. Die Schmutzwassergebühr wird von 1,88 Euro auf 2,50 Euro pro Kubikmeter erhöht, sodass 1.000 Liter zusammengerechnet 5,09 Euro kosten.

Trotz der »moderaten Anpassung« ist das Wasser in der Gemeinde nach wie vor am günstigsten. Zum Vergleich: die Engstinger bezahlen dafür 6,10 Euro, die Münsinger 7,51 Euro, die Hayinger 7,54 Euro, die Mehrstetter 8,61 Euro, die Hohensteiner 5,70 Euro und die St. Johanner 8,11 Euro. Diese Zahlen hatte Kämmerin Silke Hirsch für den Gemeinderat und die Zuhörer zusammengetragen. Die Niederschlagswassergebühr erhöht sich auf 29 Cent, bislang waren es 24 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Zum Vergleich: Die Gemeinde Grabenstetten verlangt 1,20 Euro, Zwiefalten 60 Cent.

Hallenbad-Eintritt unverändert

Interessant, nicht nur für die Gomadinger, wird es beim Sternberghallenbad. Dort kann man auch in Zukunft fürs gleiche Geld seine Runden drehen. Erwachsene bezahlen nach wie vor 5,50 Euro, Kinder und Jugendliche ab sechs Jahre 3 Euro Eintritt. 12,50 Euro kostete es mit Saunanutzung. Die letzte Preisanpassung gab es zum 1. Januar 2022.

An der Hundesteuer wurde ebenfalls nicht gerüttelt. Für die Vierbeiner müssen weiterhin 90 Euro (Ersthund) und 180 Euro (Zweithunde) bezahlt werden. Die Halter von Kampfhunden, wie zum Beispiel Bullterrier, American Staffordshire oder Bordeaux-Dogge, müssen seit vergangenem Jahr sage und schreibe 1.500 Euro berappen, so viel wie vermutlich in keiner anderen Kommune in Baden-Württemberg. Kein Wunder, dass aktuell kein einziger Kampfhund in Gomadingen gemeldet ist.

Unverändert bleiben auch die seit 2017 geltenden Bestattungsgebühren sowie die Gebühren für die Erddeponie (4,50 Euro pro Tonne), der Verleih der Großraumschirme (10 Euro pro Tag), des Wiesenglätters (25 bis 30 Euro pro Stunde) und der Hebebühne (pro Tag 125 Euro). Für Privatpersonen, die die Sternberghalle für Hochzeiten, Geburtstage oder Jubiläen mieten möchten, ändert sich ebenfalls nichts. Sie bezahlen weiterhin 900 Euro. Auswärtige müssen 1.350 Euro überweisen. Die Vereine in der Gemeinde bekommen nach wie vor die Halle für eine Veranstaltung pro Jahr kostenfrei.

Als Luftkurort verlangt Gomadingen seit 2018 Kurtaxe in Höhe von 50 Cent pro Person und Tag. Dieser Betrag bleibt im neuen Jahr konstant. Die Jahreskurtaxe für Personen mit Nebenwohnsitz im Ort beträgt weiterhin, unabhängig von der Wohnungsgröße, 50 Euro pauschal.

Bislang wurden in der Sternbergschule für die verlässliche Grundschule für die Früh- und die Spätbetreuung je 10 Euro pro Monat pauschal verlangt. In Zukunft wird nach Tagen und Monaten abgerechnet. Als Beispiel nannte die Kämmerin Hirsch die Frühbetreuung von Montag bis Freitag, die dann 15 Euro alle vier Wochen kostet, wer sein Kind nur an zwei Tagen betreuen lässt, bezahlt 6 Euro. (lejo)