GOMADINGEN. Einen Überschuss von knapp 220.000 Euro, wie er im Forstwirtschaftsjahr 2024 erwirtschaftet wurde, wird es dieses Jahr in Gomadingen nicht mehr geben. Die Gemeinde rechnet mit rund 82.000 Euro im aktuellen Haushalt. Bei diesem Ergebnis wurde die Jagdpacht mitgerechnet.
Die Leiterin des Forstreviers Süd, Sandra-Maria Hipler, und Revierleiterin Caroline Freitag präsentierten am Dienstagabend dem Gemeinderat einen Zwischenbericht des aktuellen Forstwirtschaftsjahres. Der geplante Holzeinschlag im rund 850 Hektar großen Gemeindewald werde 2025 mit knapp 5.300 Festmetern erreicht.
Knapp 8.100 Bäume gepflanzt
Dabei handele es sich um 5.000 Festmeter, die planmäßig eingeschlagen wurden. Der Rest sei »zufällige Nutzung«, sprich Rotfäule beziehungsweise Käferbefall. Die beiden Forstexpertinnen rechnen bis zum Jahresende mit etwa 150 Festmetern Schadholz durch den Borkenkäfer. Sie sprechen von »einem überschaubaren Rahmen«. Sie gingen auch auf das Eschentriebsterben ein, das weiter voranschreite.
Beim Thema Pflegearbeiten und Kulturmaßnahmen sprachen Hipler und Freitag Kultursicherungen auf 14,5 Hektar sowie Schlagpflege auf einem Hektar Fläche an. Schlagpflege bezeichnet die gezielte Nachsorge einer Waldfläche nach einem Holzeinschlag, um die Qualität und Entwicklung des verbleibenden Bestandes zu verbessern. Zudem wurden knapp 8.100 Bäume gepflanzt, unter anderem 4.350 Pflanzen für die Wiederaufforstung an den Windkraftanlagen sowie 2.400 Pflanzen für die Renaturierung der Deponie.
Auch in diesem Jahr wurde Brennholz eingeschlagen. Die Gomadinger können sich freuen: Der Gemeinderat hat sich darauf verständigt, am Festmeterpreis nicht zu rütteln, er bleibt konstant bei 82 Euro. Nach wie vor wird in der Gemeinde kein Schicht- und kein Nadelholz verkauft.
Höherer Überschuss 2026
Wie hoch der Preis für Brennholz 2026 sein wird, steht noch in den Sternen. Der voraussichtliche Überschuss aus den Gemeindewald im kommenden Jahr wird indes jetzt bereits mit knapp 137.000 Euro beziffert.
Sandra-Maria Hipler und Caroline Freitag gehen davon aus, dass der Holzeinschlag etwa so hoch sein wird wie 2025. Vorgesehen sind 3.360 Festmeter Nadelholz (Fichte, Kiefer) und 1.920 Festmeter Laubholz (zum Beispiel Buche). Rund 2.600 Bäume (Traubeneiche, Lärche, Elsbeere und Kirsche) sollen gepflanzt werden. Kultursicherung ist auf knapp sechs Hektar, Jungbestandspflege auf 1,9 Hektar vorgesehen. (GEA)

