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Aktuell Schlosshofhockete

Engstingen feierte sich - auch ohne Schloss

Bestes Wetter und ein buntes Programm lockten viele Besucher zum Großengstinger Traditionsfest.

Dem stellvertretenden Bürgermeister Samir Halabi (links) gelang sein erster Fassanstich in drei Schlägen, hinter ihm (von links)
Dem stellvertretenden Bürgermeister Samir Halabi (links) gelang sein erster Fassanstich in drei Schlägen, hinter ihm (von links) der zweite stellvertretende Bürgermeister Steffen Schmälzle, der Zwiefalter-Brauereichef Peter Baader sowie Ortsvorsteher Thomas Gauß. Foto: Ottmar Leippert
Dem stellvertretenden Bürgermeister Samir Halabi (links) gelang sein erster Fassanstich in drei Schlägen, hinter ihm (von links) der zweite stellvertretende Bürgermeister Steffen Schmälzle, der Zwiefalter-Brauereichef Peter Baader sowie Ortsvorsteher Thomas Gauß.
Foto: Ottmar Leippert

ENGSTINGEN. Das perfekte Sommerwetter am Wochenende war für die Macher der 32. Schlosshofhockete im größten Ortsteil der Gemeinde ein Grund zur Freude. Unter der Ägide des Ortschaftsrats und Ortsvorstehers Thomas Gauß hatten Feuerwehr, Albverein, Reservisten, Turnverein (TVG), Schützenverein, Katholische Junge Gemeinde (KJG) und der Musikverein Schwäbische Alb Musikanten sowie erstmals auch der vor Kurzem neu gegründete Heimat- und Backverein gemeinsame Sache gemacht und das zweitägige Traditionsfest, das 1992 vom damaligen Bürgermeister Klaus-Peter Kleiner und einigen Vereinsvertretern initiiert wurde, mit einem für alle Generationen ansprechenden Programm auf die Beine gestellt. Ihren Namen bekam die Hockete, weil auf dem Platz vor der Kirche vor Jahrhunderten tatsächlich ein kleines Schloss stand.

Gleich zur Eröffnung drängten sich die Besucher im kleinen Zeltdorf. Erstmals trugen die Flötengruppe, die im Herbst in Verbindung mit der Freibühlschule ge-gründet wurde, sowie Bläserklasse des Musikvereins flotte Musikstücke vor.

Brot frisch aus dem Backhaus

Zur Freude der Organisatoren gab sich auch Schlossherr Karl Philipp Fürst von Urach wieder die Ehre. Wie üblich folgten dann Salven lautstarker Böllerschüsse des Schützenvereins, bevor der stellvertretende Bürgermeister Samir Halabi zum Schlegel griff. Denn zum allerersten Mal in seiner Amtszeit sollte er das bereitgestellte Fässchen Gerstensaft anzapfen. Dementsprechend aufgeregt war der Gemeindevertreter. »Ich bin normalerweise nur ein Schreibtischtäter und kein Handwerker«, ulkte Halabi. Dank guter Ratschläge und mit Unterstützung des Zwiefalter-Brauereichefs Peter Baader gelang ihm das Prozedere in drei gezielten Schlägen. Die Schwäbische Alb Musikanten sorgten dabei für schmissige Blasmusik. Abends sorgte die Partyband Albrocker mit fetzigem Sound für Stimmung.

Am Sonntag folgten temperamentvolle Blasmusikklänge zum Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Bernloch. Während der Ofen im Backhaus vom Bäckerteam Christof Staneker sowie den Brüder Steffen und Tim Marquart unermüdlich eingeheizt und unzählige Laibe köstliches Holzofenbrot glänzend braun und kross gebacken wurden, saßen die Gäste in großer Zahl gemütlich zusammen. Für die kleinen Besucher hatte der Verein Familienfreundliches Engstingen eine Spielstraße aufgebaut, außerdem konnten sie sich fantasievoll schminken lassen oder in einem Gehege Alpakas beobachten.

Die Besucher, in großer Zahl gekommen, ließen es sich gut gehen bei der Schlosshofhockete. Foto: Ottmar Leippert
Die Besucher, in großer Zahl gekommen, ließen es sich gut gehen bei der Schlosshofhockete.
Foto: Ottmar Leippert

Teenager und Erwachsene stellten an der Schießbude des Schützenvereins ihre Treffsicherheit unter Beweis. Kulinarisch hatten die Vereine viele Leckereien zu bieten. Göggela, Schupfnudeln, Pulled-Pork-Burger, Steaks von Schwein oder Pute, Maultaschen, Fleischspieße in Zigeunersoße, Wurstsalate sowie natürlich Pommes und Rote fanden reißenden Absatz, ebenso wie das Lautertal-Eis. (lpt)