MÜNSINGEN. Im Rahmen ihres ehrenamtlichen Dienstes für das Gemeinwohl haben sich, wie Bürgermeister Mike Münzing betonte, alle Gemeinderäte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten komplexen Zusammenhängen gewidmet, Entscheidungen getroffen und sich für die Demokratie eingesetzt. Man müsse sich der Wertigkeit dieses ehrenamtlichen und gesellschaftspolitischen Engagements bewusst sein. Oft bringe die Zugehörigkeit zu einem solchen Gremium die Herausforderung mit sich, zwischen Stühlen zu sitzen: zwischen den Stühlen jener, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen und einfordern, sowie jener, die die Gemeinschaft im Blick haben; jener, die nur das heute sehen, sowie jener, die Nachhaltigkeit und folgende Generationen im Blick haben.
Ehrungen:
Für 10 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit wurden geehrt: Giovanni Lentini, Walter Stärk, Daniel Stark, Ralf Hintz, Stefanie Looser, Arnd Brändle, Wolfgang Brunner, Margit Holzke, Eva Wizemann.
Eine Ehrung für 20 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit erhielten Rolf Gaub, Jochen Klaß, Dr. Gerhard Schnitzer und Harry Zilz, für 25 Jahre wurden ausgezeichnet Martin Ruopp und Dr. Eberhard Rapp. Heinz Kurz war 30 Jahre kommunalpolitisch tätig und wurde ebenfalls geehrt. (in)
»Was uns gemeinsam bewegt hat in den vergangenen Jahren, ist Münsingen als Stadt und Gesellschaft enkeltauglich weiterzuentwickeln«, sagte Münzing in der letzten Sitzung des bisherigen Gemeinderats, der »Mehrgenerationenpolitik« mache und sich der Auswirkungen seines Handelns auf Menschen, Natur, Umwelt und soziales Gefüge durchaus bewusst sei. Der Bürgermeister sprach von »überdurchschnittlichen Erfolgen in der Sachpolitik«, die nur möglich waren, weil man sich Ziele gemeinsam bewusst gemacht habe und bereit gewesen sei, persönliche Themen zurückzustellen. Gemeinderäte seien der Beweis dafür, dass »unsere Gesellschaft funktioniert«. Man stehe zusammen, um Herausforderungen zu bewältigen. Münzing schätzte wert, was sie alle in und für die Stadt geleistet haben, sowohl bei regelmäßigen Sitzungen, als auch durch ihre Zugehörigkeit bei Ausschüssen und durch ihre Präsenz bei Veranstaltungen.
Vermittler zur Bürgerschaft
Ortschaftsräte und Ortsvorsteher seien kein Kontrollorgan der Verwaltung, sondern Vermittler zur Bürgerschaft vor Ort, Impulsgeber in den Stadtteilen und ein Teil der städtischen Organisation. Als Ortsvorsteher scheiden Simone Kurz (Gundelfingen/Dürrenstetten), Sybille Zoels (Buttenhausen), Eva Wizemann (Bichishausen), Heinz Kurz (Trailfingen) und Margit Holzke (Auingen) aus. Ihre Nachfolger wurden bereits von den jeweiligen Ortschaftsratsgremien gewählt und werden in der nächsten Sitzung ins Amt eingesetzt.
Als Gemeinderäte scheiden aus: Rolf Gaub, Daniel Stark, Walter Stärk, Martin Ruopp, Harry Zilz, Julia Renner-Petersmark und Gottlob Dangel. Laut Münzing hätten »gerne alle auch weitermachen können«, denn »ob es besser wird, weil's anders wird, zeigt die Zeit«. Harry Zilz, der sich nach 20 Jahren Zugehörigkeit zum Gemeinderat nicht mehr zur Wahl stellte, nahm »mit ein bisschen Wehmut« Abschied. »20 Jahre sind kein Pappenstiel. Die Arbeit im Gemeinderat ist vielfältig, es galt zahlreiche Ausschüsse zu besetzen. Aber ich habe es immer gern gemacht und werde es ein bisschen vermissen«. (GEA)

