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Aktuell Sanierung

Ehemaliger Gomandinger Bahnhof: Fahrkartenschalter im Wohnraum

Im ehemaligen Bahnhof Gomadingen sind zwei Wohnungen entstanden. Interessenten können sich melden

Gemeinderat Bernd Strasser in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs Gomadingen. Der einstige Fahrkartenschalter musste nach den
Gemeinderat Bernd Strasser in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs Gomadingen. Der einstige Fahrkartenschalter musste nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erhalten bleiben. Ebenso das benachbarte Originalfenster von 1893 (links), das eine isolierte Ummantelung erhielt. Von außen ist der Bahnhof schon ein Schmuckstück. FOTOS: LENK
Gemeinderat Bernd Strasser in der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs Gomadingen. Der einstige Fahrkartenschalter musste nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erhalten bleiben. Ebenso das benachbarte Originalfenster von 1893 (links), das eine isolierte Ummantelung erhielt. Von außen ist der Bahnhof schon ein Schmuckstück. FOTOS: LENK

GOMADINGEN. Es ist ein richtiges Schmuckstück geworden: Die Rede ist vom Bahnhof Gomadingen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, das seit rund 30 Jahren der Gemeinde gehört, wurde in den vergangenen Monaten saniert und im Innern umgebaut. Im 1893 erbauten Bahnhof werden seit Jahrzehnten keine Fahrkarten mehr verkauft. Deshalb ließ die Verwaltung im Innenbereich, »unter Beachtung der Auflagen des Denkmalschutzes«, wie Bürgermeister Klemens Betz betonte, zwei Wohnungen einbauen. Im Erdgeschoss gibt es jetzt eine 38 Quadratmeter große Zwei-Zimmer-Wohnung. Ein Raum, der sich künftig als Wohnküche eignen würde, entstand in der ehemaligen Wartehalle. Der einstige Fahrkartenschalter musste nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erhalten bleiben. Ebenso das benachbarte Originalfenster von 1893. Es erhielt eine isolierte Ummantelung. Die Wände haben einen apricot-beigen Anstrich.

Die größere Wohnung, die sich über zwei Etagen im Ober- und im Dachgeschoss erstreckt, hat rund 70 Quadratmeter. Nostalgisch wird es, wenn man ganz oben über den knarrenden Dielenboden läuft. Davon konnten sich der Gemeinderat und einige Gomadinger überzeugen, die den Bahnhof am Dienstagabend unter die Lupe nahmen und einhellig der Meinung waren, dass der Umbau sehr gelungen sei.

Vor dem ehemaligen Stationsgebäude der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn hält heute noch die Alb-Bahn, die zwischen Münsingen und Engstingen verkehrt, informierte Betz während der Hausführung. Er geht davon aus, dass Umbau und Sanierung zusammen etwa 330.000 Euro kosten werden. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die beiden Zuschussbescheide in Höhe von rund 110.000 Euro. Das Geld kommt aus den Fördertöpfen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Bewerbungen an die Gemeinde

Noch bis zum 15. Dezember können sich Interessenten beim Rathaus für eine der beiden Wohnungen bewerben, die monatlich vom 1. Februar an für 350 Euro beziehungsweise 750 Euro plus Nebenkosten zu mieten sind. Wer letztendlich den Zuschlag erhalten wird, entscheidet der Gemeinderat in seiner nächsten nicht öffentlichen Sitzung. (GEA)