Logo
Aktuell Brauchtum

Dröhnendes Ramba-Zamba: Engstinger Albra-Gugga feiern 25-jähriges Bestehen

Seit 25 Jahren sorgen die Engstinger Albra-Gugga in der Fasnetszeit für lautstarke Musikbegleitung bei Umzügen und Veranstaltungen. Das wurde jetzt gefeiert.

Volles Haus in der Engstinger Turn- und Festhalle: Das Geburtstags-Ramba Zamba der Albra-Gugga kam beim Publikum  bestens an.  F
Volles Haus in der Engstinger Turn- und Festhalle: Das Geburtstags-Ramba Zamba der Albra-Gugga kam beim Publikum bestens an. FOTO: LEIPPERT
Volles Haus in der Engstinger Turn- und Festhalle: Das Geburtstags-Ramba Zamba der Albra-Gugga kam beim Publikum bestens an. FOTO: LEIPPERT

ENGSTINGEN. Was war denn das? Ist in Großengstingen nur vier Tage nach dem 11. 11., dem traditionellen Beginn des Karnevals, etwa schon die Fasnet ausgebrochen, die eigentlich erst mit dem Dreikönigstag beginnt? Menschen in farbenfrohen Kostümen und mit bunt bemalten Gesichtern wurden am Samstagabend gesehen, zudem war aus der Turn- und Festhalle ein imposantes Klanggewitter zu hören. Aber nein, noch ist die Fasnet ein paar Tage entfernt. Aber die Albra-Gugga der Großengstinger Narrenzunft »Hurra de Ausre« feierten ihr 25-jähriges Bestehen.

Idee kommt aus der Schweiz

Das kolossale »Gugga Ramba Zamba« war unüberhörbar, ebenso der Sound Gleichgesinnter, wie der Lenningo Gugga aus Lenningen, der Nota Kratzern aus Hartheim oder der Guggenmusik Sotanos aus Renningen. Seit dem Jahr 2000 kann die Narrenzunft bei ihren Veranstaltungen oder bei Umzügen auf die eigene Guggenmusik zurückgreifen. Durch eine langjährige Partnerschaft mit dem Schweizer Fasnachtsverein Herisau sei die Idee zur Gründung einer Guggenmusik entstanden. In der Schweiz ist sie seit 1906 als Begleitung von Fastnachtsumzügen bekannt, der Begriff stammt wohl vom schweizerdeutschen »Guuge« ab, der für alle Arten von Blasinstrumenten steht, erinnerte sich der ehemalige zweite Zunftmeister Horst Weidner.

»I hab ihne ’s Laufa glernt«, witzelte der erste Dirigent der Gruppe, Gunther Greitzke, der auch noch wusste, dass die ersten Kostüme der Engstinger Gugga von einer Luzerner Guggenmusik gekauft worden waren. Zum zehnjährigen Beste-hen habe die Gruppe aber selbst entworfene und geschneiderte Kostüme bekommen, blickte Moderator Martin Böhmler kurz auf die Historie zurück. Von anfangs fast fünfzig Spielern habe sich die Gruppe in den vergangenen Jahren auf etwa 30 Musiker reduziert, was einerseits eine gute Größe für den musikalischen Klang sei und andererseits der Ausrichtung in Bezug auf manch’ kleine Bühne eher zugutekomme, erklärte Guggenleiter Tim Senska.

Zum Bedauern der Veranstalter waren leider nicht so viele Gruppen zum Geburtstag gekommen, wie erhofft, weil es gleichzeitig sehr viele ähnliche Treffen in der weiteren Umgebung gab. Zudem habe eine Gruppe sogar erst am Tag zuvor krankheitsbedingt abgesagt, fügte der musikalische Leiter Matthias Söll hinzu. »Aber das ist auch dem ersten Wochen-ende nach Fastnachtsbeginn geschuldet«, resümmierte Senska, der sich über eine volle Halle und das musikalische Stelldichein der einzigartigen Lombakabell freuen konnte.

Sein Dank galt den rund 50 Helfern hinter der Bühne, an der Technik und bei der Bewirtung, die die zahlreichen Gäste mit Veggi- oder Gugga-Burgern, Käse-Weckla oder Gugga-Datsch sowie liquiden Drinks wie Shots, Rosa Flittchen und Wilder Willi – neben den üblichen Ge-tränken – versorgten. (lpt)