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Der Jahresrückblick des Hohensteiner Bürgermeisters

Was lief 2025 gut, und was weniger? Simon Baier zieht Bilanz.

Im Juni feierte die Gemeinde Hohenstein ihr 50-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen würdigte Bürgermeister Simon Baier (links) au
Im Juni feierte die Gemeinde Hohenstein ihr 50-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen würdigte Bürgermeister Simon Baier (links) auch das Wirken seines Vorgängers Jochen Zeller mit der Ehrenbürgerschaft. Foto: Maria Bloching
Im Juni feierte die Gemeinde Hohenstein ihr 50-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen würdigte Bürgermeister Simon Baier (links) auch das Wirken seines Vorgängers Jochen Zeller mit der Ehrenbürgerschaft.
Foto: Maria Bloching

HOHENSTEIN. »Das Reden über Probleme schafft Probleme und das Reden über Lösungen schafft Lösungen.« Unter dieses Motto stellte Bürgermeister Simon Baier seinen Jahresrückblick - mit dem Anspruch, nicht primär über Hindernisse zu klagen, die es in dieser angespannten Zeit natürlich auch gegeben habe, sondern das, was gut gelaufen ist, in den Vordergrund zu stellen. »Wir haben erneut ein Rekord-Investitionsprogramm mit einer Summe von 3,5 Millionen für das Jahr 2025 aufgelegt, damit die Menschen in Hohenstein weiterhin gut und gerne hier leben können«, betonte er.

Die millionenschwere, 2023 begonnene Sanierung der Hohensteinschule wurde abgeschlossen. Die Räume erfüllen nun die Kriterien für den ab kommendem Jahr geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Mit 106 von 154 Kindern verzeichne die Schule hohe Anmeldezahlen im Ganztagsbereich, so Baier. Um frisch gekochtes Essen anbieten zu können, wurde eigens eine Mitarbeiterin, Barbara Hoffmann, eingestellt. Lob gebe es von allen Seiten, und mit einem Preis von 3,50 Euro pro Mahlzeit ist das Mittagsessen dank Zuschuss der Gemeinde auch bezahlbar.

Um die räumlichen Kapazitäten der Schule vollständig zu nutzen, wird dort auch eine Kita eingerichtet, die nötigen Arbeiten haben Gemeinderat und Verwaltung auf den Weg gebracht. "Wir sind also schon wieder mitten in den Bauarbeiten, die Fertigstellung ist im Frühjahr geplant", berichtete Baier. Die ehemalige Grund- und Hauptschule wird damit zum Bildungs- und Betreuungscampus für unter Dreijährige, Kindergarten- und Grundschulkinder." "Wir übernehmen damit Verantwortung für kommende Generationen und positionieren uns als attraktive und familienfreundliche Gemeinde, auch in Zukunft", betonte der Bürgermeister.

Sanierung der Burgruine läuft schleppend

Zum Thema Zukunft, Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit gehört auch der Breitbandausbau. Der Start der Bauarbeiten daure noch etwas an, sagte Baier, sei aber im kommenden Jahr vorgesehen. Ebenfalls ab 2026 zählt Hohenstein zum Kreis der Gemeinden des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Investiert hat die Gemeinde auch in die Sicherheit. Ein Feuerwehrfahrzeug für die Abteilung Eglingen wurde in diesem Jahr geliefert, ein weiteres für Meidelstetten ist schon bestellt und wird voraussichtlich Anfang 2027 geliefert. Nicht so gelaufen wie erhofft sei die Sanierung der Hohensteinruine, berichtete Baier, der »Bürokratie, denkmalschutzrechtliche Erlaubnis und Förderthemen« als Hemmschuhe für das Projekt aufzählte. Im Herbst 2026 soll das Projekt dann aber abgeschlossen sein.

Um Stromkosten zu senken, aber auch, um den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, hat die Gemeinde, nachdem die Straßenbeleuchtung vollständig auf LED Technik umgestellt wurde, auch eine PV-Anlage auf dem Rathaus und dem Dach der Garage der Wasserversorgung installiert. Der Ausbau auf kommunalen Dächern soll fortgesetzt werden. Die Eröffnung des Tante M-Markts in Bernloch verbessere nicht nur die Nahversorgung, sondern schaffe auch eine neue Mitte. Ein bürgerschaftliches Projekt, das Anerkennung verdient, ist aus Baiers Sicht auch der neu ins Leben gerufene Fahrservice.

Das Veranstaltungs-Highlight war- neben dem alle drei Jahre stattfindenden Museumsfest - die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Hohenstein im Juni, in dessen Rahmen Baiers Vorgänger Jochen Zeller die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde. (GEA)