Logo
Aktuell Gemeinderat

Bürgermeister Storz gibt Anworten zu Engstinger Projekten

Das Rathaus in Engstingen. Foto: Steffen Wurster
Das Rathaus in Engstingen.
Foto: Steffen Wurster

ENGSTINGEN. Gemeinderat Ulrich Gundert hatte im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung in Engstingen einige Fragen an die Verwaltung gerichtet. Es ging dabei um den Stand bereits angestoßener Vorhaben der Gemeinde. Bürgermeister Mario Storz hatte nun Anworten dazu mitgebracht. Ergebnis: Die Umsetzung guter Gedanken des Gemeinderats braucht aus unterschiedlichen Gründen Zeit.

- Radverkehrskonzept

Die Umsetzung des Radverkehrskonzepts stockt. Grund sind Personalengpässe, erklärte Bürgermeister Mario Storz nun dem Gemeinderat. Klimaschutzmanager Philipp Frenz, der auch den Radverkehr übernommen hatte, hat die Gemeinde verlassen. Und auch im Ordnungsamt fehlt ein Mitarbeiter für längere Zeit. Die Engstinger Ansätze werden aber bereits in das Radwegekonzept des Landkreises eingearbeitet, sind also nicht eingeschlafen, erklärte er.

- Kindergartenplätze

Mit einem Engstinger TigeR (Kinder-Tagespflege in anderen geeigneten Räumen) wird es erstmal nichts. Die Gemeinde hat zusammen mit dem Tagesmütterverein Reutlingen nach Räumlichkeiten gesucht. Das einzige Angebot entsprach aber bei den Sanitäranlagen nicht den Anforderungen an die Kinderbetreuung.

Die Suche nach einem Standort für einen Waldkindergarten geht weiter. Die Verwaltung präferiert den Sportplatz in Kohlstetten, der Gemeinderat war bisher davon nicht zu überzeugen. Weitere Standorte werden geprüft, allerdings sind die Anforderungen vergleichsweise hoch. Forst-, naturschutz- und baurechtlliche Regeln müssen beachtet werden. Die angedachte Fläche im Kohltal bei Kleinengstingen ist aus dem Suchraster gefallen, weil hier Flächen im Rahmen des Klimaangepassten Waldmanagements stillgelegt werden.

Die evangelische Kirchengemeinde wartet noch auf eine Rückmeldung der Gemeinde zum Angebot der Kirche, den Kindergarten Berg auszubauen. Auch die Waldorfschule hat Interesse an der Einrichtung einer Krippe. Im Kindergarten Kleinengstingen ermittelt Ortsbaumeisterin Sandra Grauer zurzeit den Sanierungsbedarf, über die Arbeiten muss der Gemeinderat noch entscheiden. Künftig sollen die Plätze in allen Einrichtungen in Engstingen, unabhängig vom Träger, zentral vergeben werden.

Über diese Punkte wird der Gemeinderat bei der Vorstellung der Kindergartenbedarfsplanung beraten und gegebenenfalls beschließen müssen.

- Wärmeplanung

Der Gemeinderat hat bereits 2022 beschlossen, das angedachte Nahwärmenetz in Kleinengstingen vorerst nicht weiterzuverfolgen. Der Gemeinderat hatte später auf Anregungen von Ulrich Gundert einen Förderantrag zur Erstellung einer Wärmeplanung auf den Weg gebracht, dem Bund ging damals aber das Geld aus. Die Verwaltung ist zurzeit in Gesprächen mit der Klimaschutzagentur Reutlingen, um gemeindeübergreifend das Thema anzugehen.

 

- Klimaschutzmanager

Philipp Frenz hat seine Stelle zum 31. März aufgegeben, sie wurde auf zwei Jahre zu 100 Prozent gefördert, Frenz ging sechs Monate vor Ablauf der Frist. Diese Fördermöglichkeit besteht so nicht mehr. Angedacht ist, das Thema – wie beim Digitalisierungsbeauftragten – über den Zweckverband Haid abzuwickeln. Engstingen war beim Förderantrag zur Stelle von Frenz schnell. Die meisten Kommunen, darunter auch die Haid-Gemeinden Hohenstein und Trochtelfingen, versuchen, sich einen »Klimaschutzkoordinator« zu teilen. Die Förderung liegt allerdings zurzeit auf Eis.

- Lärmaktionsplan

An die Lärmspaziergänge erinnert man sich noch, allerdings liegt der Abschlussbericht von Modus Consult noch nicht vor. Vorher geht hier nichts weiter, die Träger öffentlicher Belange werden erst Stellung beziehen, wenn der Bericht vorliegt. Modus Consult hat versprochen, den Bericht bis »Mitte des Jahres« fertigzustellen. (GEA)