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Aktuell Hundeserie

Ausflugsziele in der Region, die auch Hunden gefallen

Von Zwiefalten bis Rottenburg: Acht Orte, die man mit seinem Vierbeiner besucht haben sollte.

Foto: Thalhofer/Adobe Stock
Foto: Thalhofer/Adobe Stock

REUTLINGEN. Was dem Herrchen gefällt, gefällt dem Hund nicht immer. Kirben und Dorffeste zum Beispiel, oder auch besonders stark frequentierte Wanderwege. Wer einmal versucht hat, auf dem Lautertalweg mit seinem Tier zwischen Wanderern – mit und ohne Hund –, Radfahrern und Rollerskatern durchzukommen, ohne mit der Leine jemanden einzuwickeln, weiß, was gemeint ist. Aber am Wochenende darf es ja schon ein bisschen mehr sein, als die morgendliche Runde ums Haus. Es tut dem Hund ja gut, wenn er mental gefordert, aber nicht überfordert wird. Der GEA beschreibt ein paar Ziele, die Herrchen, Frauchen und Fiffi gefallen dürften.

Hunde-Eis in Rottenburg

Das gibt’s in Rottenburg wirklich: Eis mit Leberwurst Foto: Privat
Das gibt’s in Rottenburg wirklich: Eis mit Leberwurst
Foto: Privat

Bei den hundefreundlichen Zielen liegt Rottenburg ganz vorn: Im Eiscafé Rino gibt es cremiges Hundeeis mit echter Leberwurst zum schlabbern. Hunde in der Stadt? Warum nicht, und Rottenburg ist ja nicht Tokio. Im Dschungel der Kleinstadt gibt es überall was zu Schnuppern, zahlreiche Begegnungen mit Vier- und Zweibeinern fordern geistig, nach der City-Tour ist der Hund müder als nach manch langem Spaziergang. In Rottenburg lockt zuerst das Neckarufer mit seinen faszinierenden Enten. Dann ab in die Altstadt, das Becken vorm sehenswerten Narrenbrunnen gewährt Abkühlung an heißen Tagen. Und dann zum Abschluss ab ins Hundeeis-Café.

Mittelpunkt Baden-Württembergs mitten in Tübingen

In Tübingen sind Hund und Land im Mittelpunkt. Foto: Privat
In Tübingen sind Hund und Land im Mittelpunkt.
Foto: Privat

Da muss jeder schwäbische Hund, der was auf sich hält, einmal gewesen sein: Am Mittelpunkt Baden-Württembergs im Wäldchen Elysium in Tübingen. Wie kommt man auf vier Pfoten hin? Von der Kunsthalle Tübingen geht’s durch das unglaubliche Käsenbachtal hinunter. Der Käsenbach hat sogar einen Wasserfall, der Hohlweg mitten in Tübingen ist ein verstecktes Naturparadies. Irgendwann verschwindet der Bach auf seinem Weg zur Ammer im Untergrund, von dort ist es nicht mehr weit bis zum Alten Botanischen Garten und weiter in die Altstadt Wenn’s ein bisschen weiter sein darf, kann ein Abstecher zum Steinenbergturm in die Tour eingebaut werden.

Aus der Reutlinger City auf den Markwasen

Auf dem Markwasen-Berg in Reutlingen- Foto: Privat
Auf dem Markwasen-Berg in Reutlingen-
Foto: Privat

Wer seinem Stadthund mal ganz in der Nähe zeigen will, was seine wilden Vorfahren jeden Tag hatten, muss unbedingt nach Reutlingen auf den Markwasen. Wald oder Wäldchen, viel Wasser und jede Menge (halb-)wildes Getier, ein bisschen Skandinavien gleich bei Reutlingen. Die zahlreichen Enten faszinieren den Hund, Vorsicht ist mit den selbstbewussten Schwänen geboten und im Wildgehege läuft dem Wolfsnachfahren bei all dem Wildbret das Wasser in der Schnauze zusammen. Schöner und kompakter kann Flora und Fauna nicht besucht werden.

Sagenweg in Pfullingen

Archie mag die Pfullinger Urschel. Foto: Privat
Archie mag die Pfullinger Urschel.
Foto: Privat

Archie hat keine Angst vor der schlafenden Urschel. Und das ist gut so. Auf dem Pfullinger Sagenweg lauert hinter jeder Ecke Sagenhaftes von Künstler Billy Tröge aus Holz gesägt. Los geht’s am Markstein an der Schillerlinde, dann erklimmt der Weg den Osthang des Echaztal – ein bisschen Kondition sollte der Hund schon mitbringen. Ob Fiffi sich für olle Geschichten interessiert oder nicht, der verschlungene Sagenweg wird ihm gefallen, und der Weg ist für den Hund noch mehr als für den Herrn das Ziel. Vielleicht findet er mit seiner Spürnase ja auch die Schatztruhe der Urschel im Ursulaberg, die von einem Pudel mit feuerroten Augen bewacht wird.

Wilde Eninger Weide

Was steckt denn da im Busch? Foto: Privat
Was steckt denn da im Busch?
Foto: Privat

Die Eninger Weide ist das perfekte Ziel für Herr und Hund. Rund um die Weide kann stundenlang gewandert werden, am Wanderheim gibt’s Wasser fürs Tier, Gehaltvolleres für den Mensch. Und wenn der sich für das hochgelobte Wanderheim-Ripple entscheidet, fällt sogar ein Knochen ab. Wie das Ripple aussah, bevor es der Metzger rausschälte, kann sich der Hund am Wildtiergehege mit Hirschen und Wildschweinen anschauen. Von den neugierigen Schwarzkitteln träumt er hinterher auf dem Sofa, wenn er sich im Schlaf, spurlaut gebend, wieder in einen Wolf verwandelt. Bedingung: Der Hund muss Ruhe am Zaun bewahren können, da ist der Führer gefragt.

Hoch hinaus auf dem Münsinger Truppenübungsplatz

Lisa hat den Turm Heroldstatt geschafft. Foto: Privat
Lisa hat den Turm Heroldstatt geschafft.
Foto: Privat

Den ehemaligen Truppenübungsplatz muss man nicht anpreisen, kilometerlange Spaziergänge sind vorprogrammiert, es locken spannende Ziele. Wasser und Schatten an heißen Tagen findet man in Gruorn, eingekehrt wird im Alten Schulhaus, in der Wintersaison nur an sonnigen Wochenenden. Die Aussichtstürme sind eine echte Herausforderung: Folgt der Hund dem Führer auf die Stahlgitter und ist er schwindelfrei? Nicht übertreiben, entweder er will oder er will nicht.

Ritterliches Lautertal

Viel Aussicht für schwindelfreie Hunde. Foto: Privat
Viel Aussicht für schwindelfreie Hunde.
Foto: Privat

Für schwindelfreie Hunde bietet sich ein Ausflug zum Hohengundelfingen an, von Dürrenstetten aus ist die gut restaurierte Burg schnell und sogar in der verlängerten Mittagspause zu erreichen. Hund und Herr können nach dem Mutsprung auf die Burgmauer viel Ausblick genießen, der Blick übers Lautertal ist berühmt. Alle, denen das zu wenig ist, können anschließend ins Lautertal absteigen. Der Biergarten im Bootshaus an der Lauter mit hundegerechten Bademöglichkeiten bietet sich an. Die Hundewasserschüssel kommt ohne Bestellung.

Herbst in Zwiefalten

Zwiefalten ist in Herbststimmung. Foto: Privat
Zwiefalten ist in Herbststimmung.
Foto: Privat

Der Duft nach Zwiebelkuchen füllt die Luft, Zwiefalten ist im Herbstmodus. Vorm Bierhimmel türmen sich die Kürbisse, die prächtigen alten Bäume im Kern der Münsterstadt sind bunt, vom Storchenpaar auf dem Rathaus ist nichts mehr zu sehen. Eine gute Zeit, um dem Hund mal ein bisschen Barock und Biertradition näher zu bringen. Auch ohne das Münster, das Bier- oder das Psychiatriemuseum zu besuchen, lohnt sich ein kurzer Sonntagsausflug. Besser noch: der Premiumwanderweg Hochgehpilgert beginnt und endet im Stadtkern. (GEA)