ENINGEN. So viele Purzelbäume und Räder, die geschlagen wurden: Bei der Weihnachtsgala der Turnabteilung des TSV Eningen stellten rund 200 Jungen und Mädchen drei Stunden lang eindrücklich unter Beweis, wie viel Spaß Bewegung machen kann. Von den Allerkleinsten, die mit Mama oder Papa an der Hand und zum Teil mit Schnulli im Mund, einen Unterwasserwelt-Parcours mit Bravour absolvierten bis zu der Wettkampfgruppe der Geräteturner: Die jungen TSV-ler zeigten Spitzenleistungen und bekamen entsprechend viel Applaus von den Zuschauern in der bis auf den letzten Platz belegten Günther-Zeller-Halle.
Vergangenes Jahr hatten die Kinder und Jugendlichen wegen eines Wasserschadens in der Halle auf den Auftritt verzichten müssen. Umso größer war die Freude, dass es jetzt wieder geklappt hat: Bis wenige Tage vor der Großveranstaltung wurde nämlich am Hallendach noch gearbeitet, insgesamt 870.000 Euro hat Eningen für die Sanierung in die Hand genommen. Man habe die Bauzeit laut Bürgermeister Eric Sindek in enger Zusammenarbeit mit dem TSV gestemmt und versucht, den Trainingsbetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. »Ich freue mich riesig, dass die Weihnachtsgala stattfindet«, erklärte er. Denn er wisse eines: »Es steckt viel Herzblut, Schweiß und jede Menge Training drin.«
17 Auftritte in drei Stunden
Die Weihnachtsgala unterstreiche, was die Turnabteilung ausmache: Engagement Leidenschaft und Gemeinschaft, wie Manuela Krahmer im Namen ihrer Mit-Abteilungsleiter Tanja Brandt und Ralf Wiegleb erklärte. Man arbeite auf das gemeinsame Ziel hin, etwas zu bewegen und das erfolgreich, wie der große Zulauf beweise. Wiegleb führte gemeinsam mit Evelyn Mezler durchs Programm, das Moderatoren-Duo durfte eine Attraktion nach der anderen ankündigen – 17 Auftritte waren es insgesamt plus einer Überraschung, Der Musikverein machte im Rahmen seiner musikalischen Adventsauftritte in der Halle Station, in den Reihen der Musiker waren auch TSV-Aktive - das sei laut Moderatoren ein schönes Zeichen, wie eng die Vereine in Eningen verzahnt sind.
In Summe sind’s weit mehr als 200 Jungen und Mädchen, wobei nicht alle bei der Weihnachtsgala mitgemacht hatten und dafür andere gleich in mehreren Gruppen. Die Übungsleiter hatten sich einmal mehr einiges einfallen lassen, womit die jungen Akteure das Publikum überraschten. In der Halle machte sich unter den 42 Mädchen vom Turnen ein Schneegestöber breit, waren Kevin und seine Freunde allein zu Haus (Jugend Mix) und setzte sich der Polarexpress des Mädchenturnens in Gang. Es tummelten sich wilde Tiere (Kinderturnen), Weihnachtswichtel (Mädchenturnen), Piraten (Bubenturnen) und Lichterkinder (Kinderturnen) in der Halle. Unter dem Programmpunkt »Jump« zeigten die Bubenturner ihr Können und die Liga-Wettkampfgruppe begeisterten mit ihrem Auftritt zu »The Greatest Gymnasts«.
Mit Tänzen bezaubert
Unter dem Dach der Turnabteilung wird auch Selbstverteidigung trainiert, wie eindrucksvoll demonstriert wurde, und getanzt von ganz klein bis hinauf ins Teenageralter. Die Mini Dance Kids mit ihren gerade mal vier und fünf Jahren zeigten, wie sich der Weihnachtsmann fit halten kann. Als »Cats« schlichen die Funny Dance Kids auf der Aufführungsfläche herum und mit »Wonderful Dreams« bezauberten die Little Dance Kids das Publikum. Mit ihren Tanzvariationen zu »Merry Christmas« und »Holiday Jazz« zeigten die Dance Kids 1 und 2, was sie sich im Training erarbeiteten haben.
Viele Momente waren zauberhaft, aber es gab auch einen etwas traurigeren: Ricarda Haußmann hat 13 Jahre das Eltern-Kind-Turnen geleitet und verabschiedet sich als Übungsleiterin. Bei ihr haben fast alle Kinder, die an der Weihnachtsgala dabei waren, ihre ersten Schritte im TSV gemacht. Sie kamen an Ende zu einem gemeinsamen Tanz auf die Bühne, da konnte das Helferteam auch endlich durchschnaufen, das in Windeseile die Geräte auf und abgebaut hatte. (GEA)


