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Aktuell Auszeichnung

Warum dieses Pfullinger Ehepaar die Martinusmedaille erhalten hat

Bischof Dr. Klaus Krämer ehrte Ursula und Michael Halter aus Pfullingen mit der Martinusmedaille für ihr Engagement für die Kirchengemeinde und den Pilgerweg.

Bischof Dr. Klaus Krämer ehrt Ursula und Michael Halter aus Pfullingen. FOTO: DIÖZESE
Bischof Dr. Klaus Krämer ehrt Ursula und Michael Halter aus Pfullingen. Foto: Diözese
Bischof Dr. Klaus Krämer ehrt Ursula und Michael Halter aus Pfullingen.
Foto: Diözese

PFULLINGEN/ROTTENBURG. Bischof Dr. Klaus Krämer hat am Sonntag vier engagierte Frauen und Männer aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die sich aus ihrem Glauben heraus für andere Menschen einsetzen, mit der Martinusmedaille geehrt. Darunter sind aus Ursula und Michael Halter aus Pfullingen.

»Durch ihr Engagement und ihren ganz konkreten Einsatz zeigen sie, wie wir heute dem Vorbild unseres Diözesanpatrons, des heiligen Martin von Tours, folgen können, um Leben mit anderen Menschen zu teilen«, sagte Bischof Dr. Krämer. Geehrt würden mit der Medaille Frauen und Männer, die sich mit ihrem Denken, Reden und Tun aus ihrem Glauben heraus für andere einsetzen. »Beispielhaft zeigen sie uns und unseren Zeitgenossen, wie christliche Solidarität heutzutage aussehen kann: Hinschauen, wo die Not vor Ort groß ist, beurteilen, wie aus dem Glauben heraus eine Lösung aussehen kann und: selbstlos und mit aller Kraft für den Nächsten handeln. Auf Martins Spuren haben auch Sie Ihre Zeit, Ihre Mittel, Ihre Liebe geteilt und so den ›geringsten Schwestern und Brüdern‹ gedient«, hielt der Bischof fest und sagte: »Möge Ihr Beispiel viele Nachahmer in unserer Zeit finden, damit eine Kultur der Barmherzigkeit wachsen kann.«

Einsatz für den Wolfgangsweg

Dr. Krämer betonte weiter: »Die Verleihung der Martinusmedaillen erinnert uns an die unzähligen liebenden Herzen und helfenden Hände in unserer Diözese. Viele Christinnen und Christen lassen ihren Glauben handfest werden in dem, was sie – oft im Verborgenen – tun.«

Eine Martinusmedaille erhielt das Ehepaar Ursula und Michael Halter aus der Kirchengemeinde St. Wolfgang Pfullingen im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten. Laut Bischof Dr. Krämer erfolgte die Verleihung an das Ehepaar für dessen Einsatz beim Einrichten eines Pilgerwegs: dem Wolfgangsweg. Dieser Weg lade zum Pilgern ein, von Pfullingen, dem Geburtsort des Heiligen Wolfgang, bis nach Regensburg und St. Emeram, wo der Heilige begraben liegt. Nach den vielen Vorarbeiten, die die Umsetzung eines solchen Projektes erfordert – von der Kooperation mit örtlichen Behörden, der Berücksichtigung der gegebenen Infrastruktur bis hin zum Ablaufen der Strecke und dem Versehen des Wegs mit Wegzeichen und Infotafeln – stelle solch ein Weg eine fortdauernde Aufgabe dar. Der Bischof betonte: »Ursula und Michael Halter sind seit Einrichtung des Martinuswegs im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten als Wegpaten tatkräftig im Einsatz. Sie betreuen den Wegabschnitt des Regionalwegs Zwiefalter-Reutlinger Alb von Engstingen bis zum Reutlinger Georgenberg.«

Neben den saisonalen Aufgaben der Streckenkontrolle und Ausschilderung sind beide engagiert bei den jährlichen Pilgertagen des Dekanats: in der Organisation und unterstützend bei der Gestaltung und inhaltlichen Ausrichtung der Veranstaltungen zum Pilgern und zu den Pilgerwegen in der Diözese. »Es freut mich sehr, dass ich Ihnen heute die Martinusmedaille für ihr gemeinsames Engagement in diesem außergewöhnlichen Projekt verleihen darf«, hob der Bischof hervor.

Technisches Know-how

Zugleich wolle er damit aber auch das vielfältige Engagement des Ehepaares in seiner Kirchengemeinde würdigen: Ursula Halter beispielsweise in ihrer Funktion als langjähriges Mitglied im Kirchengemeinderat (KGR), bei ihrem Engagement für die ökumenischen Stadtkirchentage, bei der Missbrauchsprävention oder bei der Partnerschaft mit Butema in Uganda. Michael Halter wirke bei vielen praktischen Projekten mit, vom Engagement beim BUND über die Beratung der Pfarrgemeinde und der technischen Betreuung einer Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach von St. Wolfgang Pfullingen bis zur Gründung zweier Betreibergesellschaften. Auch bei vielen Aufgaben in der Kirchengemeinde, beispielsweise als Kirchengemeinderat, als Lektor, in der Mitarbeit bei den Taizé-Gebeten oder als Mitarbeiter im Arbeitskreis Asyl, sei er aktiv dabei. (eg)