Logo
Aktuell Show

Tanzshow mit 400 Akteuren in Pfullingen begeistert Zuschauer

400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Tanzschule Danceart begeistern mit tollen Darbietungen.

Rund 400 Beteiligte quer durch die Altersklassen begeisterten das Publikum in den Pfullinger Hallen mit der Show »Magic Moments«
Rund 400 Beteiligte quer durch die Altersklassen begeisterten das Publikum in den Pfullinger Hallen mit der Show »Magic Moments«. FOTOS: LEIPPERT
Rund 400 Beteiligte quer durch die Altersklassen begeisterten das Publikum in den Pfullinger Hallen mit der Show »Magic Moments«. FOTOS: LEIPPERT

PFULLINGEN. »Großartig«, »Spitzenklasse«, »fantastisch«, »erstklassig« – die Zuschauer überschlugen sich fast mit Superlativen nach knapp zwei Stunden Show. Rund 400 Akteure quer durch die Altersklassen – von Vierjährigen bis zu Erwachsenen – hatten ein wahres Tanz-Feuerwerk auf die Bühne gebracht. In drei Vorführungen in den Pfullinger Hallen tauchten am Samstag rund 1.500 Zuschauer in eine einzigartige, farbenprächtige Traumwelt ein.

Sibylle Rutsch, Leiterin des Tanzstudios »DanceArt«, hatte mit ihren Eleven eine kunterbunte Show der Superlative auf die Bühne gebracht. Dabei präsentierten die Protagonisten die ganze Welt des Tanzes: von der tänzerischen Früherziehung über Jazzdance und Contemporary, Polka, Wiener Walzer, HipHop, jamaikanischem Dancehall oder klassischem Ballett mit einem Pas de Deux und vielem mehr. Die Vielfalt der Kostüme, der grandiosen Farb- und Lichteffekte sowie bombastischen Musikstücke tat ein Übriges dazu.

Quirliges Durcheinander

Wer vor Beginn aufgeregter war, Tänzer oder die vielen Eltern, Großeltern und sonstigen Verwandten, war nicht auszumachen. Denn vor den Hallen und im Foyer herrschte quirliges Durcheinander. Und doch: »Ich glaube, ich bin heute die Alleraufgeregteste«, sagte die Tanzschulinhaberin, Tanzlehrerin und Choreografin lachend, als sie das Publikum begrüßte. Sie freue sich sehr, nach zwei Jahren endlich wieder eine große Show gestalten zu können. »Wir feiern heute den Tanz, das Miteinander und die Freude, etwas gemeinsam auf die Bühne bringen zu können, wobei uns die Perfektion gar nicht so wichtig ist.« Die Mitwirkenden sollten mit Herz und viel Liebe bei der Sache sein, um für die Zuschauer die »Magic Dance Moments«, magische Tanzmomente, kreieren zu können.

»Einzigartige Tanzdarbietungen« versprach Moderator Konrad Lenhard, denn der Tanz lebe von der Vielfalt und sei eine universelle Form sich auszudrücken. »So erlaubt uns der Tanz, immer wieder in verschiedene Rollen zu schlüpfen«. Und genau dieses kunterbunte Spektrum gab es auch zu sehen. Schon der Einstieg in das Programm mit Melodien aus dem Musical »Aladin« und temperamentvollen, energiegeladenen Choreografien riss die Zuschauer fast von den Stühlen. Herzallerliebst die ganz jungen Eleven der tänzerischen Früherziehung mit Rutsch als energischer Lehrerin, von der sich die Kleinen nicht im Geringsten beeinflussen ließen. Anfangs noch etwas schüchtern, aber allmählich immer kesser agierte der Nachwuchs und vergaß dabei nicht, fröhlich ins Publikum zu winken.

Schmuseweiche Contemporary-Interpretationen wechselten mit explosiv getanztem HipHop, die klassischen Ballett-Tänze beeindruckten die Zuschauer ebenso. Der Riesenbeifall am Ende brachte die Pfullinger Hallen beinahe zum Beben.

Auch die gekonnten Darbietungen des klassischen Ballets kamen bei den Zuschauern der insgesamt drei Aufführungen sehr gut an.
Auch die gekonnten Darbietungen des klassischen Ballets kamen bei den Zuschauern der insgesamt drei Aufführungen sehr gut an. Foto: Ottmar Leippert
Auch die gekonnten Darbietungen des klassischen Ballets kamen bei den Zuschauern der insgesamt drei Aufführungen sehr gut an.
Foto: Ottmar Leippert

Pandemie wirkt nach

Erst im November vergangenen Jahres habe sie mit ersten Überlegungen für eine neue Show begonnen, erzählte Rutsch. Denn leider habe die Tanzschule nach den Sommerferien einen großen Wechsel von Schülern und zudem durch Corona auch von Tanzlehrern verkraften müssen. »Im Januar sind wir dann voll in die Proben eingestiegen und haben die letzten drei Monate sehr intensiv geübt«, berichtete sie. Sie sei froh, »dass es jetzt wieder so isch, wie’s isch«, betonte sie mit Blick auf die harte Coronazeit.

Leider habe die Kunst nicht mehr den gleichen Stellenwert wie vor der Pandemie. Teils hätten auch die Kinder nicht mehr »den Biss« oder die Ausdauer, um durchzuhalten, wenn mal etwas Schwierigeres verlangt würde. »Da geben viele lieber auf, als durch mehr üben etwas zu erreichen.« Auch gebe es einfach zu viele Freizeitangebote. »Aber ich denke immer positiv«, sagte die rührige Tanzlehrerin schmunzelnd. Am Ende galt ihr Dank allen Mitwirkenden, den Lehrern, den Helfern vor und hinter der Bühne. (GEA)