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Standing Ovations für Musiker und Dirigenten des Musikverein Eningen

Das Jahresabschlusskonzert des Musikvereins Eningen füllte am Samstagabend die HAP Grieshaber Halle. Bewegende Klänge der Extraklasse beeindruckten Publikum und Musiker.

Der Musikverein Eningen zeigt seine musikalische Klasse beim Jahresabschlusskonzert.
Der Musikverein Eningen zeigt seine musikalische Klasse beim Jahresabschlusskonzert. Foto: Gabriele Bimek
Der Musikverein Eningen zeigt seine musikalische Klasse beim Jahresabschlusskonzert.
Foto: Gabriele Bimek

ENINGEN. Alle Zuhörer erhoben sich von ihren Plätzen nach dem Schlussakkord des Konzerts des Musikvereins Eningen mit den beiden Zugaben. Mit langanhaltendem Applaus zollten sie ihren Respekt vor der herausragenden Leistung der Musiker und ihrer Dirigenten. »Super, es hat alles gepasst, musikalisch und vom Ablauf her«, fasst es Vorsitzender Christoph Sautter in Worte. »Das Publikum war dabei. Alles rundum gelungen.« Und das galt sowohl für die Jugendkapelle als auch für die Aktiven.

Die Nachwuchsspieler rückten in der ersten Hälfte des Konzerts in den Fokus. Unter der musikalischen Leitung von Philipp Bussmann trumpften sie auf, wagten sich musikalisch unter anderem an Titel aus Film, Musical und der Rapperszene. »Das Medley des bayerischen Rappers Tream hat unser Dirigent Philipp extra für uns arrangiert«, berichtete Max Brustgi vom Moderatoren-Duo zusammen mit Jann Eberwein. »Wir hoffen, ihr unterstützt uns mit singen und klatschen. Lasst die Halle beben!« Stark der Solopart von Marco Brustgi am Euphonium bei »Only you« und Moritz Eberwein am Saxofon mit dem berühmten instrumentalen Stück »Yakety Sax«. Während sich beim zweiten Part die Fortgeschrittenen der Jugendkapelle in Szene setzten, waren die jüngsten Musiker beim Auftakt Teil des Orchesters bei »Forward March«, »Arabian Nights« und »Great Movie Adventures.« »Das war mega, und das Publikum hat mitgemacht. Es ist ein schönes Gefühl, mit der Gruppe hier oben auf der Bühne zu stehen«, sagte Philipp Bussmann.

Bewegung, Emotionen, Taktgefühl

»Mit ,Euphoria' von Martin Scharnagl haben wir unser Konzert heute mit ordentlich Energie gestartet«, übernahm Lukas Schult als Conférencier der Gemeindekapelle im zweiten Teil des Konzertabends. Das bedeute Euphorie, Begeisterung, gute Laune. All das, was man sich von einem Jahresabschlusskonzert wünsche. Sie bringe das Orchester richtig auf Trab, klinge locker und leicht, stecke aber voller Energie und Präzision. Wie auch die anderen Titel. »Sie werden heute traditionelle Klänge in modernem Kleid ebenso hören wie symphonische Blasmusik auf hohem Niveau.«

Projektdirigent Georg Bussmann habe das großartige Programm zusammengestellt, das fordere, herausfordere, aber auch unglaublich Spaß mache. »Der Rahmen ist gesetzt, der Boden ist bereitet für einen Konzertabend der Extraklasse!« Ein Versprechen, dem die Musiker mit jedem Titel gerecht wurden. Die Aufwind-Polka im »neuen Blasmusik-Stil, neuem Schwung, mit anspruchsvollen Harmonien und fantastischen Klangbildern« ebenso wie der Walzer »Ein Abend am Meer«, arrangiert vom König der Blasmusik, Ernst Mosch. »Mit seiner feinen melodischen Handschrift und der typisch böhmischen Klangsprache schafft er ein Werk voller Wärme, Weite und sanfter Eleganz – ein Walzer, der zum Träumen einlädt«, schwärmte Schult.

Als sinfonisches und klanggewaltiges Highlight kündigte er »Schmelzende Riesen« des Südtirolers Armin Koflers an. Ein Werk, das nicht nur musikalisch beeindrucke, sondern auch emotional berühre. »Es ist ein Werk, das zum Nachdenken anregt und uns mitten hineinführt in die erhabene, aber auch verletzliche Welt der Berge.« Schwungvolle Blasmusik im Stil des Schweizer Komponisten, Arrangeurs und Dirigenten Christoph Walter bot laut Schult eine kleine lockere Verschnaufpause, die ihren Abschluss fand in einem Arrangement von Martin Scharnagel »So schön ist Blasmusik«. Viel Bewegung, große Emotionen und musikalische Raffinesse spiegelten sich in den Stücken wider. Wie bei Bussmann, der keinen Taktstock schwang, sondern mit viel Bewegung und Gesten die Musiker bei Marsch, Polka und Walzer begleitete. »Das spielen wir jetzt so lange, bis es mir gefällt«, seien seine Worte in den Proben gewesen. Er habe die Musik in vielen intensiven Stunden an sie herangebracht nach den Prämissen: »Was drückt die Musik aus? Was können wir weitergeben?« Für Rathauschef Eric Sindek ist klar: »Diese Vorstellung macht einen Bürgermeister stolz. Sie sind Vorbild und das Aushängeschild Eningens.«

Für langjährige aktive Tätigkeit im Verein wurden geehrt: für 60 Jahre Walter Schwenk und Jürgen Schäfer, Stefanie Nonnenmacher für 40 Jahre, 25 Jahre aktiv ist Martin Reinhardt, Yannik Petri 20 Jahre und David Lebherz zehn Jahre. (GEA)