LICHTENSTEIN-HONAU. Heimelig ging’s am Wochenende zu am historischen Bahnhof Honau – der sich ja eigentlich auf Unterhausener Gemarkung befindet. Rund 30 Stände gruppierten sich rings um das schnuckelige Gebäude der alten Bahnstation. Bunter Lichterglanz empfing die zahlreichen Gäste am Samstag und Sonntag. Die Lichterketten waren aber nicht allein um den riesigen Weihnachtsbaum drapiert – auch das Bahnhofsgebäude und alle Stände lockten mit leuchtendem Lichterfunkeln.
Der Förderverein Bahnhof Honau hatte schon zum 22. Mal zum Lichtensteiner Weihnachtsmarkt geladen. Besucherinnen und Besuchern durften sich einmal mehr auf ein reichhaltiges Essensprogramm freuen. Die Auswahl war riesig, gewählt werden konnte zwischen Schupfnudeln, Pizza, Crêpes, Schnitzelwecken, Hotdogs Kürbissuppe und noch viel mehr.
Natürlich gab es auch eine breite Palette an unterschiedlichsten Getränken: Punsch, Glühwein und Glühmost, selbst Weihnachts-Cocktails lockten die Gäste. Letztere wurden im anheimelnden Ambiente eines alten Zugwagens bei abnehmender Helligkeit in Schummerlicht serviert. Was hätte besser passen können zu einem Bahnhofs-Weihnachtsmarkt?
Womöglich hatten manche Gäste in dem Zugabteil insgeheim sogar darauf gewartet, dass der Zug sich in Bewegung setzt und die Fahrt beginnt? Das wird allerdings noch eine Weile dauern – nämlich so lang, bis die Regionalstadtbahn Neckar-Alb (RSBNA) tatsächlich genau dort, an dieser Stelle beim Honauer Bahnhof, wieder für Zugverkehr sorgen wird.
»Genau hier entsteht wieder eine Haltestelle der Regionalstadtbahn«, sagte der Geschäftsführer des RSBNA-Zweckverbands am Samstagabend. Der Verband hatte während des Lichtensteiner Weihnachtsmarkts einen Informationsstand vor dem Honauer Bahnhof. »Die meistgestellte Frage war tatsächlich die, wo die Haltestellen in Lichtenstein sein werden«, sagte Prof. Tobias Bernecker.
Wer sich nach den Informationen über die Regionalstadtbahn aufwärmen und gutes Essen genießen wollte, der musste nur drei Schritte weitergehen und die Tür in den Bahnhof hinein öffnen. Dort konnten die Gäste deutlich wärmere Temperaturen genießen – sofern sie einen freien Platz in der Bahnhofs-Gastwirtschaft ergattern konnten.
Vor allem am Samstagabend bestand bei kühlen Temperaturen und Regentropfen der Bedarf nach Wärme. Am Sonntag war das bei angenehmen Temperaturen anders: Da ließen es sich die Besucher auch auf dem Bahngleis oder vor den Ständen bei Pizza und Crêpes inmitten von Freunden, Bekannten und Verwandten gutgehen.
Köstlichkeiten und Kunsthandwerk
Aber: Es ging auf dem Markt ja nicht allein darum, sich von den leckeren Köstlichkeiten verführen zu lassen. Gleichzeitig bestand zudem die Möglichkeit sich noch mit Geschenken für das nahende Weihnachtsfest einzudecken. Immerhin gab es beim Lichtensteiner Weihnachtsmarkt einiges zu entdecken, zu finden und zu kaufen an den Ständen.
Kunsthandwerkliches gab es dort zum Beispiel, in Form von Holzarbeiten, Gestricktem, Kerzen, Keramik, Gebasteltes, Weihnachtsdekoration, Gläser, Schmuck, Textilien und mehr: Zu der Palette der Geschenkideen rund um die historische Bahnstation gehörten duftende Seifen und kuschelige Häkeltiere.
Dass der Markt einer der beliebtesten in der Region ist, zeigte sich an beiden Öffnungstagen. In dem kleinen, aber feinen Ambiente war der Ansturm groß. Beteiligt an dem Markt waren einmal mehr Lichtensteiner Vereine, Schülerinnen und Schüler, die Motorradfreunde Lichtenstein und die Lichtensteiner Blasmusik, die am Sonntag aufspielte und für weihnachtliches Ambiente für die Ohren sorgte. (GEA)


