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Selbstläufer: Pfullinger Weinfest voller Erfolg

Bereits zum 39. Mal lockte die VfL-Fußball-AH zum Weinfest in den lauschigen Pfullinger Schlösslespark

Ein Glas Wein – oder auch Bier – mit Freunden genießen: Bei hochsommerlichen Temperaturen kam in Pfullingen südliches Flair auf.
Ein Glas Wein – oder auch Bier – mit Freunden genießen: Bei hochsommerlichen Temperaturen kam in Pfullingen südliches Flair auf. Foto: Gabriele Leippert
Ein Glas Wein – oder auch Bier – mit Freunden genießen: Bei hochsommerlichen Temperaturen kam in Pfullingen südliches Flair auf.
Foto: Gabriele Leippert

PFULLINGEN. »Des Wetter isch oifach topp«, freute sich AH-Chef Uli Keppler am Freitagabend kurz vor der Eröffnung der 39. Auflage des zweitägigen Weinfests in der Echazstadt. Umso mehr, wenn er an den »grauslichen Regen und die kalten Temperaturen« der zurückliegenden beiden Wochen denke. Das gemütliche Fest inmitten der Pfullinger Museen im Schlösslespark hat sich über die Jahre zu einem kolossalen Selbstläufer entwickelt und zog am Wochenende schon kurz nach der eigentlichen Eröffnung mit bestem Wetter und lauschigen Sommertemperaturen die Gäste in Scharen an.

Seit Beginn steht dieses Vergnügen unter der Regie der VfL-Fußball-AH und entwickelt sich von Jahr zu Jahr zu einem größeren Highlight des städtischen Veranstaltungsreigens. Dass das Weinfest alljährlich großen Zuspruch aus nah und fern erlebt, liegt natürlich auch am Angebot delikater Rebensäfte. Wobei sich Keppler und sein Team seit Jahren die Auswahl nicht leicht machen und die unterschiedlichen Sorten beim örtlichen Weinhändler selbst verkosten.

Badische Schmetterlinge im Bauch

Neben einem trockenen Württemberger Grauburgunder, der mit dem Geschmack von Birne, Banane oder dezenter Honigmelone überraschte und schon letztes Jahr angeboten wurde, standen auch in diesem Jahr wieder einige neue Rebsorten zum Verköstigen bereit. So etwa ein französischer Chardonnay und ein sizilianischer Bianco oder der vollmundige rote Primitivo Salento aus dem italienischen Apulien, der für den Gaumen ein Bouquet von saftiger Frucht und feiner Würze bereithielt. Für »Schmetterlinge im Bauch« sorgte zum wiederholten Male der gleichnamige Rosé aus dem Badischen. »Der wird so gerne getrunken, von dem verkaufen wir tatsächlich die meisten Flaschen und deshalb muss der einfach jedes Jahr dabei sein«, begründet Keppler die erneute Aufnahme in das Angebot. Natürlich fehlten auch Schaumweine nicht. Deutscher Kessler Sekt als weiße oder rosé Variante gaben sich entweder fein und mild sowie in einer Balance zwischen Frische und Süße oder waren überaus spritzig mit einer unaufdringlichen Fruchtigkeit. Der Rosso frizzante aus der italienischen Emilia Romagna duftete zudem nach Kirschen oder Brom- und Himbeere.

Wieder einmal boten die Veranstalter von zwei Weinen große Magnumflaschen an. »Das hat uns unser Weinlieferant mal empfohlen, falls größere Gruppen denselben Tropfen trinken wollen«, so Keppler. Und vor allem junge Leute würden dieses Angebot annehmen. »Die trinken den Wein sogar aus der Flasche und wollen gar kein Glas.« Wer wollte, durfte natürlich mehrere Sorten probieren, Käsewürfelchen sorgten dafür, dass sich die Geschmacksakzente nicht überschnitten oder gar vermischten.

Große Speisekarte

Zum ersten Mal war ein von den Kickerfrauen betreuter Stand für Cocktails aufgebaut. »Viele Frauen wollen wohl lieber einen Aperol oder Sarti Spritz trinken«, meinte Keppler. »Da schauen wir einfach mal, wie’s angenommen wird, ob wir die Cocktails beibehalten oder ob es eine Eintagsfliege wird.« Schließlich müsse sich ein Veranstalter den Wünschen der Gäste beugen und immer wieder seine Offerten überdenken. Für hungrige Mägen wurden wie immer neben den obligatorischen »Weckle« mit Schnitzel, Hering oder Lachs sowie Grillwürsten frisch gebackene Flammkuchen und ein Gyrosteller zum Verzehr angeboten.

Zum ersten Mal servierten die Kicker auch »Gemüseschnitzel« für Vegetarier und Pommes anstelle der bisherigen Wilden Kartoffeln. »Das war ein vielfacher Wunsch unserer Gäste«, sagte Keppler, dass sie dafür extra eine Fritteuse angeschafft hätten. Ebenso eine Premiere hatte das Festzelt. »Das haben wir erstmals von einer Firma aufstellen lassen, weil auch wir in die Jahre kommen und das nicht mehr leisten können und wollen.« Für die musikalische Garnitur sorgte am Freitagabend entsprechend »eines Wunsches unserer Kundschaft« DJ Voxy mit eher modernen Klängen für die jüngeren Gäste, Alleinunterhalter Alexander Dollinger umrahmte den Samstagabend mit schwungvoller Musik. »Da kommen sogar viele Leute nur seinetwegen«, lachte Keppler. Mehr als 40 Helfer freitags und samstags noch mal 30 Leute sorgten dafür, dass es den Gästen an nichts mangelte. »Zum Abbau am Sonntag sind dann wieder 40 Mann hier«, listete Keppler auf. Glücklicherweise sei der Großteil der knapp 60 AH-Mitglieder zu Hause und nicht im Urlaub, freute sich der AH-Chef und dankte für ihren Einsatz. (GEA)