PFULLINGEN. Spätestens am 8. Juli, rund sieben Wochen eher als geplant – werden im Erlebnis-Autokino Pfullingen die Lichter ausgehen. Das erklärt Markus Bastian, Geschäftsführer der DSR Veranstaltungstechnik GmbH, im Gespräch mit dem GEA. Der Grund: Das Interesse am Kinoerlebnis im eigenen Auto ist nicht so groß wie erwartet. »Es ist einfach zu wenig los«, sagt Bastian. Für das Pfullinger Unternehmen rechnet sich das auf Dauer nicht.
Mit einer Show des Zauberers Julius Frack wird das öffentliche Programm des Autokinos am Samstag, 4. Juli, beendet. Danach sind noch geschlossene Gesellschaften eingeplant. Am 8. Jui soll aber Schluss sein, sagt Bastian. »Im Mai haben haben wir mit dem Autokino eine schwarze Null geschrieben«, erläutert Bastian, »und auch im Juni kommen wir gerade so raus.« Doch das Experiment bis in den Juli und August verlängern möchte er nicht. »Jetzt sind ja auch die normalen Kinos wieder geöffnet«, schildert er und ist sich sicher, dass damit die Lust aufs Autokino weiter abnehmen wird.
Geschäft läuft wieder an
Einzelne Veranstaltungen könnten eventuell könnten auch nach dem 8. Juli auf dem Gelände im Arbach-Dreieck noch stattfinden, schließt Bastian nicht aus. Immerhin sei die Miete bis Ende August schon bezahlt. »Die Kreissparkasse hat noch verschiedene Künstler angefragt«, berichtet er. Auch über Abiturfeiern und Zeugnisübergaben werde noch verhandelt. Für solche Veranstaltungen hätte Bastian sich einen »Kulturauftrag«, etwa von der Stadt Reutlingen, gewünscht. Doch die habe auf seine Nachfrage gar nicht reagiert. Auch als Unterstützung für lokale Künstler hätte er sich einen solchen »Auftrag« mit der Stadt als Sponsor vorstellen können. »Wenn 30 Autos kommen, lohnt sich das für uns nicht, aber für die Künstler, die sonst gar keine Einnahmen haben, wäre es okay«, erläutert er.
Bastian hat deshalb beschlossen, sich jetzt wieder auf sein »normales« Geschäft zu konzentrieren, dass allmählich wieder in Schwung kommt. Zwar ist das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängert worden, doch Messen sind davon ausgenommen. Deshalb laufen bei DSR jetzt schon die Vorbereitungen für den Caravan-Salon, der am 5. September in Düsseldorf eröffnet wird. Und auch mit der technischen Ausstattung von Konferenzen und Gemeinderatssitzungen hat die Firma schon wieder ganz gut zu tun. »Wir sind aus dem Sturzflug in einen moderaten Sinkflug übergegangen«, findet Bastian einen bildhaften Vergleich für seine Situation. (ps)

