Logo
Aktuell Fest

Ortsjugendring Eningen feiert: 45 Jahre Eifi-Zeit mit Ferienprogramm

Freizeitspaß, Bildung, Förderung, Gemeinschaft - das sind die vier Eckpfeiler der Arbeit des Ortsjugendrings (OJR) Eningen mit und für Kinder und Jugendliche. Am Wochenende ist das 45-jährige Bestehen mit vielen Besuchern auf der Eiferthöhe gefeiert worden.

Die Kinder machen sich mit Herrn Wunderle auf die Suche nach Hasenbaby Susi.
Die Kinder machen sich mit Herrn Wunderle auf die Suche nach Hasenbaby Susi. Foto: Gabriele Bimek
Die Kinder machen sich mit Herrn Wunderle auf die Suche nach Hasenbaby Susi.
Foto: Gabriele Bimek

ENINGEN. »Der Ortsjugendring ist eine Institution, die aus der Eninger Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken ist«, bringt es Bürgermeister Eric Sindek auf den Punkt. Am Wochenende feierten nicht nur Mitglieder das 45-jährige Bestehen mit Spiel, Spaß und Spannung. Viel geboten war auf der Eiferthöhe für junge Menschen und Erwachsene, unter anderem Livemusik am Samstag mit den Bands Root 36, Plug’n’Play und den Melikas. Sonntag gab es einen ökumenischen Gottesdienst mit Posaunenchor und im Anschluss daran ein Grillen zu Musik der Jazzband der Musikschule. Und vor allem die Kinder konnten etwas erleben: Zu ihrer Freude hatten die DRK-Ortsgruppe Eningen, die Naturfreunde, die Pfadfinder und der TSV der Achalmgemeinde Spiel- und Bastelstände aufgebaut.

Die Kids pendelten zwischen verschiedensten Stationen, flochten Freundschaftsbänder, bastelten Vogelfutterhäuschen, leisteten Erste Hilfe im Bärenhospital und schlüpften in die Rolle von Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf. »Das ist sehr lustig hier«, freut sich der neunjährige Tim. Er holte sich eben mal Popkornnachschub, bevor der »wundersame Herr Wunderle« seine Vorstellung gab. »Es geht gleich los, aber vorher müssen wir noch das Hasenbaby Susi finden. Ohne Susi geht nichts«, animiert der Komiker die Kleinen zur Mithilfe. Mit seinem »Faszinosum X« fesselte er die Zuschauer, präsentierte schwäbische Mundart-Comedy voller Humor, Magie und auch mal Nonsens. Spaß war garantiert bei der Ein-Mann-Show von Gerald Ettwein und seinem besonderen Wundermittel.

Hürden bestens gemeistert

An viele Auftritte von Herrn Wunderle erinnerte sich auch der Bürgermeister. »Jeder, der in den vergangenen 45 Jahren in Eningen groß geworden ist, kann sicherlich seine eigene Geschichte über unseren Ortsjugendring berichten«, sagt er und ergänzt: »Natürlich auch ich.« Spannende Spiele am Hockey-Tisch und am Tischkicker, Wasserschlachten, Übernachtungen und verschiedenste Projekte sind ihm noch präsent. Der selbst gebastelte Vogelnistkasten hänge nach über 20 Jahren immer noch an der alten Eiche im elterlichen Garten. »Rückblickend – und da spreche ich sicherlich für viele Eningerinnen und Eninger – hatten wir eine verdammt gute Zeit in der Obhut unseres Ortsjugendrings.«

Für die Kinder sei der große Aufwand für die Organisation eines Ferienprogramms nicht zu sichtbar gewesen. Rechtliche, organisatorische Hürden galt und gelte es zu meistern, zudem haben sich die Kinder seit den Anfängen des OJR geändert. »Im Jahr 1980 gab es über ein Handyverbot nichts zu diskutieren. Das Problem bestand zu dieser Zeit einfach noch nicht«, erinnerte er sich. Der Ortsjugendring beweise, dass Spiel und Spaß auch heute noch analog sehr gut funktionieren. »Digital detox«, Verzicht auf digitale Medien, für das Manager viel Geld bezahlen, scherzte er. Es gehe um Einsatz, ums Reinknien in die Arbeit, darum Dinge mit bloßen Händen aufzubauen.

Ferienprogramm immer up to date

Fahrradtouren und Kajakausfahrten waren einige der Steckenpferde von Herbert Leuze, dem Mann der ersten Stunde beim OJR. Aber auch Halfpipe-Transport, Klohäusle bauen und Pizzahütte aufstellen: Zu tun habe es immer was gegeben. »Es war eine mega Zeit«, bestätigt der OJR-Vorsitzende Johannes Schöberle. Und sie wird fortgesetzt: Für das bevorstehende Ferienprogramm lägen schon über 140 Anmeldungen vor. »Und das Fest? Es war einfach super.« (GEA)

Die Frauen und Männer der ersten Stunde des OJR - mit Fotoalben, Bildern und Dokumenten vergangenen Zeiten auf der Spur
Die Frauen und Männer der ersten Stunde des OJR - mit Fotoalben, Bildern und Dokumenten vergangenen Zeiten auf der Spur Foto: Gabriele Bimek
Die Frauen und Männer der ersten Stunde des OJR - mit Fotoalben, Bildern und Dokumenten vergangenen Zeiten auf der Spur
Foto: Gabriele Bimek