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Aktuell Kommentar

Nach der Pfullinger Trassenentscheidung für die Regional-Stadtbahn ist Einigkeit gefragt

Der Pfullinger Gemeinderat hat sich nach hitzigen Diskussionen auf die Alte Bahntrasse für die Regional-Stadtbahn festgelegt. Jetzt müssen sich alle Bürgervertreter hinter die Entscheidung stellen, schreibt GEA-Redakteur Uwe Sautter.

Die Regional-Stadtbahn wird auch in Zukunft ein großes Thema in der Echazstadt bleiben.
Die Regional-Stadtbahn wird auch in Zukunft ein großes Thema in der Echazstadt bleiben. Foto: Tricon AG
Die Regional-Stadtbahn wird auch in Zukunft ein großes Thema in der Echazstadt bleiben.
Foto: Tricon AG

PFULLINGEN. Die Trasse für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb festzulegen, war ein hartes Stück Arbeit. Dass es jetzt die Alte Bahntrasse geworden ist, das wird vielen nicht schmecken, mindestens ebenso viele wären aber auch sauer, würden die Tram-Trains in einem Jahrzehnt durch die Innenstadt fahren. Und dann sind da noch die vielen, die glauben, die Regional-Stadtbahn braucht man nicht. Das heißt auch, der Gemeinderat musste letztlich immer gegen eine Mehrheit entscheiden.

Das hat die Wahl nicht einfach gemacht, folgerichtig hat das Gremium die Entscheidung nicht auf die leichte Schulter genommen. Dafür hat es ein Lob verdient. Aber ebenso der Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und die Pfullinger Stadtverwaltung. Beide sind in den vergangenen Monaten nicht müde geworden, eine Vielzahl an Fragen zu beantworten – auch die der Bürger. Wer wollte, hat sich bestens informieren können.

Bürgermeister Stefan Wörner hat in den Vorberatungen und Veranstaltungen keinen Hehl daraus gemacht, was er für die beste Lösung hält. Das zu kritisieren, wie es manche tun, wird der Sache nicht gerecht. Denn es ist die Aufgabe des Bürgermeisters, eine Zukunftsvision für die Stadt zu entwickeln. Würde er das nicht tun, wäre er fehl am Platz.

Und nun? Jetzt wartet jede Menge Arbeit nicht nur auf die Planer und die Bauarbeiter. Viele Gräben, die diese in den nächsten Jahren aufreißen, werden die Stadt und der Gemeinderat wieder zuschütten müssen. Nicht zuletzt die zwischen Stadtbahngegnern und -befürwortern oder denjenigen, die unterschiedliche Trassen bevorzugt haben. Dabei ist besonders der Gemeinderat gefragt. Seine Mitglieder müssen die Entscheidung mittragen, nur so kann die Regional-Stadtbahn für Pfullingen zu einem Erfolgsmodell werden.

us@gea.de