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Aktuell Einsatz

»Menschlichkeit und Solidarität«: Delegiertenversammlung des DRK-Kreisverbands

Bei der Kreisversammlung in der Akademie der Kreiskliniken in Pfullingen mit 91 Delegierten gab es viel Lob für großen Einsatz der Ehren- und Hauptamtlichen.

Zahlreiche Aktive des DRK wurden bei der Delegiertenversammlung in Pfullingen für ihren langjährigen Einsatz geehrt.
Zahlreiche Aktive des DRK wurden bei der Delegiertenversammlung in Pfullingen für ihren langjährigen Einsatz geehrt. Foto: Norbert Leister
Zahlreiche Aktive des DRK wurden bei der Delegiertenversammlung in Pfullingen für ihren langjährigen Einsatz geehrt.
Foto: Norbert Leister

PFULLINGEN. »Das Rote Kreuz redet nicht nur über Menschlichkeit und Solidarität, sondern es handelt mit voller Kraft nach diesen Grundsätzen«, betonte der DRK-Kreispräsident Siegfried Mahler bei der Kreisversammlung in der Akademie der Kreiskliniken in Pfullingen. Insgesamt wurden im Jahr 2024 die DRK-Bereitschaften des Kreisverbands zu mehr als 6.000 Einsätzen alarmiert, wie Bereitschaftsleiter Timo Merz in seinem Bericht für das Jahr 2024 ausführte. Darunter waren fast 5.850-mal die Helfer-vor-Ort gefragt, 52 Bereitschaftseinsätze kamen hinzu, 23-mal wurden die Rettungshunde angefordert, 31-mal die Schnelleinsatzgruppe (SEG) und 90-mal die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV).

Knapp 20 Einsatzkräfte wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet, die zwischen dem 14. Juni und 14. Juli 2024 bei der Fußball-Europameisterschaft in Stuttgart mit für Sicherheit gesorgt hatten. Apropos Auszeichnungen: Drei Mitglieder des DRK-Ortsvereins Sonnenbühl erhielten in der Akademie der Kreiskliniken die Ehrennadel des Roten Kreuzes. Obendrein wurde eine Vielzahl an Jubilaren für ihre 25- bis 60-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt.

Unermüdlicher Einsatz als Fundament

»Der unermüdliche Einsatz unserer Ehrenamtlichen ist das Fundament unserer Arbeit und der Kitt unserer Gesellschaft – gemeinsam geht es«, hatte DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Födisch vor knapp 100 Delegierten aus den Ortsgruppen im Kreis Reutlingen hervorgehoben. Unter Beweis stelle das auch die Jugendarbeit im Kreis, wie Kathrin Reiber ausführte: In 15 Ortsgruppen gebe es 19 Jugendgruppen, mit insgesamt rund 400 Jugend-Rot-Kreuzlern.

In seinem Grußwort hatte Martin Fink hatte als stellvertretender Pfullinger Bürgermeister betont: »Der Kreisverband steht für gelebte Verlässlichkeit. Sie sind ohne Wenn und Aber da.« Fink richtete seinen Dank an alle DRK-Einsatzkräfte und zeigte sich zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit das Pfullinger DRK-Gebäude »wieder in Schuss gebracht wird«.

In zahlreichen Bereichen tätig

Reutlingens Bürgermeister Robert Hahn verwies in seinem Grußwort auf die zahlreichen Bereiche, in denen das Rote Kreuz tätig ist – von den sozialen Diensten (mit Hausnotruf, Fahrdienst und Mahlzeitenservice) über die Rettungsdienste, Erste-Hilfe-Kurse, Blutspendeaktionen, die Bereitschaften, Bergwacht bis hin zur Demenzbetreuung und das Seniorenzentrum in Oferdingen. »Ohne das Ehrenamt und speziell Ihr ganz besonderes Engagement wäre unsere Gesellschaft gar nicht vorstellbar«, lobte der Erste Bürgermeister der Achalmstadt.

»Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch«, hatte DRK-Kreispräsident Siegfried Mahler betont. Im Rot-Kreuz-Kreisverband engagieren sich um die 400 Hauptamtlichen und rund 800 Ehrenamtliche – »das Rote Kreuz im Kreis Reutlingen ist vergleichbar mit einem mittelständischen Unternehmen«, so Mahler. Aber: Ohne all die Spender und Mitgliederbeiträge könnte der Kreisverband mit all seinen Arbeitsbereichen nicht finanziert werden. Sascha Schwörer führte als DRK-Schatzmeister aus, dass der Kreisverband zwar finanziell momentan gut dastehe – »wir brauchen die Rücklagen aber auch, weil in den kommenden Jahren Investitionen im siebenstelligen Bereich anstehen«.

Dank gilt auch den Familien der Einsatzkräfte

Felix Sommer berichtete über die Bergwacht in Pfullingen und Bad Urach: Eine riesige Zahl an ehrenamtlich geleisteten Stunden häuften sich im Jahr 2024 bei Bereitschaftsdiensten, Ausbildungsveranstaltungen, für den Naturschutz und bei Einsätzen. Das Wichtigste aber: »Alle sind wieder gesund von den Einsätzen zurückgekommen.« Seinen Dank richtete Sommer stellvertretend für alle Engagierten an die Familien der Einsatzkräfte – Frauen, Männer und Kinder müssten oft auf ihre Mütter, Väter oder Partner verzichten. (GEA)